Der Goldpreis ist wie am Vortag angesichts einer zunehmenden Spekulation auf steigende Zinsen in den Vereinigten Staaten weiterhin unter Druck geraten. Impulse gab es dabei weiterhin vom US-Anleihemarkt bzw. durch Aussagen von verschiedener Fed-Vertretern.
Anleger sorgen sich um weitere Zinserhöhungen in den USA
So sagte in dieser Woche etwa Tom Barkin, Präsident der regionalen Notenbank von Richmond, dass es einige Zeit dauern könne, bis sich die Teuerung wieder abschwächen werde. Allerdings blieb unklar, ob eine weitere Zinserhöhung notwendig sei.
Seine Kollegin Susan Collins von dem Notenbankableger aus Boston verwies darauf, dass ein „restriktiverer Leitzins“ dazu beitragen werde, dass der Preisdruck konstant auf das Zielniveau zurückkehren werde. Mittelfristig peilt die Fed eine Inflationsrate von 2,0 Prozent an. Die Verbraucherpreise inklusive der Treiber Energie und Lebensmittel hatten im August (im Vergleich zum Vorjahresmonat) bei 3,4 Prozent gelegen.
Das „Fed-Watch-Tool“ der CME Group signalisiert aktuell, dass insgesamt 68,6 Prozent der Marktteilnehmer mit einer Zinserhöhung in Summe eines Viertelprozentpunkts auf der Sitzung am 28. Oktober rechnen. Dagegen erwarten 31,4 Prozent eine Zinspause. Das Zinsband selbst liegt derzeit bei 3,75 bis 4,00 Prozent.
Goldpreis (XAU/USD)

US-Finanzministerium erhöht Volumen seiner Rückkaufaktion langjähriger Staatstitel
Das US-Finanzministerium hat mitgeteilt im Rahmen seiner Rückkaufaktion sogenannter Staatsanleihen mit einer Laufzeit von 20 bis 30 Jahren im Wert von bis 6 Milliarden Dollar zu kaufen. Bereits im August hatte die Behörde angekündigt, den Umfang seiner Rückkäufe von Wertpapieren mit längerer Laufzeit im nächsten Quartal auf Minimum 4 Milliarden Dollar erhöhen zu wollen.
Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen steigen auf den höchsten Stand seit 2004
Die Renditen der US-Staatstitel mit einer 30-jährigen Laufzeit lagen am Donnerstagnachmittag bei rund 5,455 Prozent und damit den höchsten Stand seit 2004. Hintergrund für den Anstieg sind unter anderem Inflationsängste als auch länger als erwartet hohe Zinsen. Der seit Monaten andauernde Iran-Krieg und der damit stark gestiegene Ölpreis hat die Inflationssorgen befeuert und damit nicht zuletzt auch die Notenbanken rund um den Globus gezwungen, eine restriktivere Geldpolitik in die Wege leiten, um die Teuerung wieder einzufangen.
US-Staatsanleihen (30 Jahre)





