Nachdem der Goldpreis (XAU/USD) im Monat September rund 6,50 Prozent seines Wertes verloren hat, hoffen Anleger nun auf eine mögliche Stabilisierung. Im Blick stehen in der neuen Handelswoche abermals die geldpolitischen Entwicklungen in den USA, nachdem bereits am vergangenen Freitag ein schwächer als erwarteter US-Arbeitsmarktbericht den Zinserhöhungssorgen etwas Wind aus den Segeln genommen hat. Auch die angespannte politische Lage in Frankreich dürfte weiterhin ein Gesprächsthema sein.
Gold Chart auf Monatsbasis

Fiskalische und politische Lage in Frankreich könnte Goldpreis beflügeln – Schwacher US-Jobmarkt stützt
Die herausfordernde fiskalische und politische Gemengelage im Nachbarland Frankreich hat in der Eurozone insgesamt für Verunsicherung gesorgt. Die Sorgen vor einer Euro-Schuldenkrise könnte die Attraktivität des Edelmetalls tendenziell erhöhen.
Für weiteren Rückenwind könnten die jüngsten Signale vom US-Jobmarkt sorgen. Im September hatte sich der Arbeitsmarkt in der größten Volkswirtschaft der Welt überraschend deutlich abgeschwächt. Außerhalb der Landwirtschaft wurden insgesamt 29.000 neue Jobs geschaffen und damit deutlich weniger als erwartet (90.000). Auch die Arbeitslosenquote zog in diesem Zusammenhang um 0,1 Prozent auf 4,2 Prozent an. Die Aussicht auf eine weniger restriktive Geldpolitik in den USA kann die Opportunitätskosten für das Halten von zinslosen Anlagen wie Gold tendenziell erhöhen.

Einkaufsmanager aus den USA jeweils unter den Erwartungen
Der ISM-Einkaufsmanager für den Dienstleistungssektor fiel mit 54,9 Punkten etwas schwächer aus als gedacht. Erwartet wurde im Vorfeld ein Stand von 55 Punkten, nach zuletzt 55,4 Einheiten.
Bereits am vergangenen Donnerstag konnte das Pendant zum verarbeitenden Gewerbe die Erwartungen von 55 Zählern nicht ganz erfüllen (54,5 Punkte).
Nach Zinserhöhung durch US-Notenbank: Fed-Mitschriften dürften wichtige geldpolitische Impulse liefern
Die FOMC-Minutes stehen am Mittwochabend auf der Agenda (20:00 Uhr). Anleger dürften sich in diesem Zusammenhang neue geldpolitische Impulse versprechen.
Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hatte am 16. September wie erwartet an den Zinsschrauben in Höhe eines Viertelprozentpunkts nach oben geschraubt, wonach das Zinsband nun bei 3,75 bis 4,00 Prozent notiert. Dies war gleichzeitig die erste Anhebung seit Juli 2023. Zudem hatten die Währungshüter einstimmig für den Beschluss gestimmt.



