Am deutschen Aktienmarkt ist das Glas derzeit weder halb voll noch halb leer. Statt unbeschwerter Rekordjagd dürfte weiterhin ein von Unsicherheit geprägter Herbstblues das Börsengeschehen bestimmen. Oberhalb von 25.000 Punkten scheinen sich Marktteilnehmer weitestgehend wohlzufühlen und nun eingerichtet zu haben. Gedeckelt wird der Aufwärtsdrang derzeit durch einen Sorgencocktail aus hohen Ölpreisen und Anleiherenditen. Die Kombination wirkt weiterhin wie Sand im Getriebe der Aktienmärkte.
DAX

Deutsche Industrie erleidet überraschend starken Auftragseinbruch - Geldpolitische Signale aus den Reihen der EZB und Fed denkbar
Die deutsche Industrie hat im August einen unerwartet starken Auftragseinbruch erlitten. So sackte das Neugeschäft im August gegenüber dem Vormonat um 10,6 Prozent ab und damit so stark wie seit Jahresanfang nicht mehr, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte.
Um 15:00 Uhr könnte es geldpolitischen Signale aus den Reihen der Europäischen Zentralbank (EZB) geben. Erwartet werden Frank Elderson und Piero Cipollone. In den USA werden John C. Williams (15:05 Uhr) und Michelle Bowman (16:45 Uhr) erwartet.
Fed-Mitschriften als mögliches Wochenhighlight - Anleger hoffen auf neue Hinweise über US-Geldpolitik
Die Mitschriften der jüngsten Fed-Notenbanksitzung stehen am Mittwochabend auf der Agenda (20:00 Uhr). Am 16. September hatte die Fed das Leitzinsniveau zuletzt um 25 Basispunkte auf eine Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent nach oben geschraubt. Am 28. Oktober will der US-amerikanische Währungshüter das nächste Mal planmäßig zusammenkommen, um über die zukünftige Geldpolitik zu entscheiden.
Das „Fed-Watch-Tool“ der CME Group signalisiert derzeit, dass 78,4 Prozent der Marktteilnehmer mit einer Zinspause und 21,6 Prozent mit einer Zinserhöhung in Summe eines Viertelprozentpunkts auf der Sitzung am 28. Oktober rechnen.
In einer aus Perspektive des Wirtschaftskalenders übersichtlichen Handelswoche rücken am Donnerstag in den USA die Erstanträge auf US-Arbeitslosenquote (14:30 Uhr) und am Freitag die vorläufigen Verbraucherstimmungsdaten aus dem Hause der Uni Michigan in den Blickpunkt (16:00 Uhr).
Ölpreis (West Texas Intermediate)





