Öffnet in einem neuen Tab
Ihr Broker für den weltweiten Handel

EUR/USD: Sorgen über Verschuldung in Frankreich im Fokus

Die Sorgen über die öffentlichen Schulden Frankreichs beschäftigen Anleger nach wie vor. Nun gilt der Blick den "FOMC-Minutes".
Timo Emden in einem dunklen Anzug und mit Krawatte posiert vor einem schlichten grauen Hintergrund und blickt mit neutralem Blick in die Kamera.
Timo Emden
·
06.10.2026, 17:07 Uhr
·
Zuletzt aktualisiert am 06.10.2026, 17:10 Uhr

Die Sorgen über die hohe Verschuldung im Nachbarland Frankreich haben Anleger auch am Dienstag weiterhin nicht abschütteln können. Zuletzt notierte der Euro weiterhin in Reichweite seines niedrigsten Levels seit 17 Monaten. Die Gemeinschaftswährung EUR/USD notierte jüngst bei 1,1296 Dollar. Auch die hohen Ölpreisnotierungen fungieren weiterhin als Belastungsfaktor.

EUR/USD Chart auf Monatsbasis

Rendite französischer Staatsanleihen (10 Jahre) zuletzt bei fast 5 Prozent

Zuletzt gaben die Renditen für französische Staatstitel mit einer Laufzeit von zehn Jahren allerdings wieder etwas nach. Zu Wochenbeginn hatte sich der Ausverkauf bei besagten Anleihen beschleunigt. Heute will das Nachbarland offiziell seinen Haushaltsplan für 2027 präsentieren.

In der vergangenen Woche kratzten die Renditen knapp an der Marke von 5 Prozent, welche damit so hoch lagen wie seit August 2002 nicht mehr. Die öffentlichen Schulden Frankreichreichs lagen im zweiten Quartal 2026 bei 3,6 Billionen Euro, was nicht zuletzt 119 Prozent des BIPs entspricht, nach 115,6 Prozent in 2025, wie die Statistikbehörde INSEE mitteilt.

Französische Staatsanleihen mit einer Laufzeit von 10 Jahren

Ausblick: Fed-Mitschriften am Mittwoch im Blick – Geldpolitik dürfte bedeutender Einflussfaktor bleiben

Potenzielle Impulsgeber stehen am Mittwoch mit den „FOMC-Minutes“ auf dem Plan (20:00 Uhr). Anleger versprechen sich in diesem Kontext wichtige Hinweise über die zukünftige Ausgestaltung der US-Geldpolitik. Am 16. September hatte die Fed zuletzt das Zinsniveau in Höhe eines Viertelprozentpunkts nach oben auf eine Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent angepasst. Die Währungshüter hatten einstimmig für besagten Schritt gestimmt.

Erst am vergangenen Freitag waren die US-Arbeitsmarktdaten (Non-Farm Payrolls) mit 29.000 Stellen deutlich schwächer ausgefallen als im Vorfeld gedacht (90.000). Zudem war auch die Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkte auf 4,2 Prozent angestiegen. In diesem Kontext könnten die allgemeinen Zinserhöhungssorgen an Dynamik verloren haben.

Quelle: Eigene Darstellung/Trading Economics

Rechtlicher Hinweis

Dieser Beitrag dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung und keine Anlageempfehlung im Sinne des §85 WpHG dar. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Timo Emden

Chefmarktanalyst
CapTrader
Timo Emden analysiert seit über zehn Jahren die internationalen Kapitalmärkte und ordnet für CapTrader täglich die Entwicklungen an Aktien-, Renten- und Rohstoffmärkten ein.
Alle Beiträge von Timo Emden

Das Depot für Ihre Bedürfnisse

Direkt loslegen

Über CapTrader stehen Ihnen vielfältige Kontotypen für Ihre individuellen Ansprüche zur Auswahl.
Einzel- oder Gemeinschaftsdepot
Familiendepot
Firmendepot
DEPOT ERÖFFNEN

Unverbindlich ausprobieren

Mit einem Demokonto gewinnen Sie einen Eindruck der Plattformen und testen das Trading von Aktien weltweit über CapTrader mit “Spielgeld”.
Keine Verbindlichkeit
Kostenfrei
Keine Frist
DEMOKONTO ERÖFFNEN

Weitere Research-Beiträge

Alle Research-Beiträge
E-Mail:

info@captrader.com

E-Mail schreiben

Telefon:

Hotline (Deutschland)
0800-8723370

Hotline (International)
00800-08723370

Weitere Kontaktmöglichkeiten