Der DAX hängt weiterhin am Tropf des Ölpreises und der Anleiherenditen. Beide zusammen bestimmen derzeit die Sauerstoffzufuhr der Aktienmärkte. Zwischen geo- und geldpolitischen Risiken sowie Frankreich-Sorgen bleibt der DAX im Würgegriff. Für Anleger ist und bleibt es ein Drahtseilakt zwischen vorsichtigem Optimismus und wachsamen Risikobewusstsein. Mittlerweile könnte auch die für in einer Woche anstehende Fed-Notenbanksitzung ihre Schatten vorauswerfen.
DAX Chart auf Monatsbasis 
Alle Augen auf die Quartalszahlen aus den USA – Vereinzelt Konjunkturdaten im Blick
Im Fokus der Anleger stehen heute nach US-Börsenschluss die Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsquartals von Alphabet C (ISIN: US02079K1079), Ford Motor (ISIN: US3453708600) und Microsoft (ISIN: US5949181045) im Blickpunkt. Am Donnerstag berichten etwa Amazon (ISIN: US0231351067), Coinbase (ISIN: US19260Q1076) und MicroStrategy (ISIN: US5949724083).
Auch wenn der Wirtschaftsdatenkalender in dieser Woche vergleichsweise wenige potenzielle Impulsgeber hervorsieht, gilt es am Donnerstag etwa die wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe im Blick zu behalten (14:30 Uhr).
Am Freitag könnten die Einkaufsmanager (S&P Global) hierzulande für die Bereiche verarbeitendes Gewerbe, Dienstleistung und Gesamt (09:30 Uhr). Die Pendants für die Eurozone (11:00 Uhr) und die USA (15:45 Uhr) stehen ebenfalls auf der Agenda.
Fed will in einer Woche über Leitzinsniveau entscheiden – Zinserhöhung weniger wahrscheinlich
Ihre Schatten vorauswerfen dürfte zudem die US-Notenbanksitzung der Federal Reserve (Fed), welche für kommende Woche Mittwoch angedacht ist. Für 19:00 Uhr ist der Fed-Leitzinsentscheid und für 19:30 Uhr die FOMC-Pressekonferenz mit Kevin Warsh angesetzt. Dass der US-amerikanische Währungshüter an den Zinsschrauben dreht, ist laut dem „Fed-Watch-Tool“ der CME Group weniger wahrscheinlich. 85,1 Prozent der Marktteilnehmer rechnen derzeit mit einer Zinspause und 14,9 Prozent mit einer Zinserhöhung in Summe eines Viertelprozentpunkts. Das Zinsband selbst liegt derzeit bei 3,75 bis 4,00 Prozent.
Ölpreis (West Texas Intermediate)






