Die Europäische Zentralbank hält die Füße still und sich damit alle Optionen offen. Der Balanceakt zwischen Inflationsbekämpfung und Konjunkturstützung dürfte in die nächste Runde gehen. Die EZB setzt damit auf Weitsicht als auf Wagnis. Die Zinspause sollte nicht als Signal der Entwarnung missverstanden werden.
DAX Chart auf Monatsbasis

Einlagensatz bleibt im Euroraum bei 2,50 Prozent
So für den Finanzmarkt maßgebliche Einlagensatz liegt weiterhin bei 2,50 Prozent. Im geldpolitischen Begleittext hieß es: „Der EZB-Rat ist fest entschlossen, seine Geldpolitik so auszurichten, dass sich die Inflation mittelfristig beim Zielwert von zwei Prozent stabilisiert.“ Doch möglicherweise könnte die EZB im Dezember wie im September erneut an den Zinsschrauben nach oben drehen. Damals hatte der Euro-Wächter den Leitzins um 25 Basispunkte nach oben angepasst und erstmals seit rund drei Jahren wieder die Zinsen erhöht. Aktuell liegt die Teuerungsrate in der Eurozone bei 3,8 Prozent und damit deutlich über dem eigentlich angepeilten Ziel von 2,0 Prozent.
Kernrate für persönliche Konsumausgaben so hoch wie erwartet – US-BIP stärker
Auch die Kernrate für die persönlichen Konsumausgaben lag mit 0,3 Prozent im Vergleich zum Vormonat so hoch wie erwartet.
Die BIP-Wachstumsrate für die US-amerikanische Seite gegenüber dem Vorquartal notierte bei 3,4 Prozent und damit ebenfalls höher als gedacht (3,2 Prozent, nach zuletzt 2,2 Prozent.
BIP-Wachstumsraten für Deutschland und Eurozone am Freitag Blick
Am Freitag rückt auf Konjunkturseite noch die BIP-Wachstumsrate für die Bundesrepublik Deutschland (10:00 Uhr) sowie das Pendant für die Eurozone (11:00 Uhr) auf die Agenda.
Die vorläufigen Inflationsdaten für die Bundesrepublik Deutschland gilt es um 14:00 Uhr im Auge zu behalten. Ökonomen erwarten in diesem Zusammenhang eine Teuerungsrate von 3 Prozent nach zuletzt 3,3 Prozent im Oktober (gegenüber dem Vorjahresmonat).




