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Kurzfristige Anleihen: Wann lohnen sich Staatsanleihen und Co.?

Anleihen gelten als stabile und daher langweilige Beimischungen zu einem Portfolio. Aber mit den gestiegenen Zinsen sind kurzlaufende Anleihen als Renditebringer wieder in den Fokus gerückt. Wir erklären, wie kurzfristige Anleihen funktionieren, wann sie sich lohnen und was Anleger hier erwarten können. 

Eine einfache Gliederung eines Dokuments mit horizontalen Linien und einer gelben Lupe davor, die die Dokumentprüfung oder -suche symbolisiert.

Das wichtigste in Kürze

  • Kurzfristige Anleihen haben üblicherweise eine Laufzeit von bis zu vier Jahren
  • Sie gelten allgemein als sehr sichere Geldanlagen, aber es gibt auch riskante Varianten (zum Beispiel von einigen Unternehmen), die höhere Rendite versprechen
  • Die kurzfristigen Anleihen sind stark von der aktuellen Zinsentwicklung abhängig
  • Anleihen eignen sich gut als stabile Beimischung in einem Portfolio

So funktionieren kurzfristige Anleihen

Benötigt ein Unternehmen, Staat, Bank oder andere Institution Geld, stehen ihnen mehrere Möglichkeiten offen. Die günstigste Variante ist oft das Herausgeben von Anleihen: 

  • Andere Marktteilnehmer (zum Beispiel Privatpersonen, Banken …) können diese kaufen und dem Herausgeber auf diese Weise Geld leihen. 
  • Für die Leihgabe erhält der Geldgeber Zinsen, den sogenannten Kupon. 
  • Am Ende der Laufzeit wird die Anleihe zurückgezahlt, das heißt: Die Käufer erhalten den Ursprungsbetrag zurück. 
  • Der Kupon wird hingegen regelmäßig ausgezahlt, üblicherweise halbjährlich oder jährlich. 
  • Anleihen sind börsengehandelte Finanzprodukte, deren Kurs schwanken kann. Sie eigenen sich daher auch zur Preisspekulation.

Eine erfolgreiche Rückzahlung von Anleihen setzt voraus, dass der Herausgeber zum Laufzeitende über genügend Kapital verfügt. Man spricht hier vom sogenannten Emittentenrisiko: Geht das herausgebende Unternehmen, Staat etc. pleite oder hat ernsthafte Schwierigkeiten, kann die Anleihe möglicherweise nicht bedient werden und die Käufer verlieren das eingesetzte Kapital. 

Je höher dieses Risiko, desto besser auch die Verzinsung. Denn der Herausgeber muss dann mehr Rendite versprechen, um seine Anleihen zu verkaufen. Aus diesem Grund gelten Staatsanleihen als besonders sichere Wertanlagen. Die Staatspleite einer Industrienation ist äußerst unwahrscheinlich. Im Gegenzug gibt es meist nur geringe Zinsen. 

Andere Staaten, zum Beispiel aus Südamerika, können jedoch riskantere und besser verzinste Anleihen bieten. Unternehmen geben ebenfalls kurzfristige Anleihen mit oft hoher Verzinsung aus.

Hier ist das Risiko erheblich größer: Während eine Staatspleite selten vorkommt, rutschen Firmen fast täglich in die Insolvenz! Unter den Millionen von kurzfristigen Anleihen ist daher sicher eine dabei, die in Ihre Strategie passt.

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Was ist eine kurzfristige Anleihe?

Anleihen werden immer mit einer festgelegten Laufzeit herausgegeben, an deren Ende der Betrag an die Käufer zurückgezahlt wird. Von kurzfristigen Anleihen spricht man in der Regel bei Produkten mit einer Laufzeit von weniger als vier Jahren. 

Der Begriff ist jedoch nicht genau genormt und es gibt einiges zu beachten: 

  • Einige Quellen bezeichnen nur Anleihen mit einer Restlaufzeit von einem Jahr als kurzfristige Anleihen. 
  • Der Herausgeber einer kurzfristigen Anleihe legt die Laufzeit und den Zinssatz fest, den Käufer erhalten. Man spricht daher auch von festverzinslichen Wertpapieren.
  • Die Verzinsung spiegelt verschiedene Faktoren wie Risiko oder den aktuellen Leitzins zum Zeitpunkt der Auflage wider. 
  • Einmal herausgegeben, können die Zinsen einer Anleihe nicht mehr verändert werden. 

Zahlreiche Faktoren wirken auf den Kurs einer Anleihe ein. Bei einer geringen Restlaufzeit besteht weniger Gelegenheit für solche Auswirkungen. Kurzfristige Produkte gelten daher als weniger riskant, was sich oft (aber nicht immer!) in niedrigeren Zinsen widerspiegelt. 

Alle festverzinslichen Wertpapiere werden irgendwann zu kurzfristigen Anleihen: Auch Staatsanleihen mit 30 Jahren Laufzeit nähern sich irgendwann dem Rückzahlungszeitpunkt. 

Was beeinflusst den Preis kurzfristiger Anleihen?

Wie bei allen Produkten an Börsen entsteht auch hier der Preis durch Angebot und Nachfrage. Zusätzlich wird die Preisbildung von einigen Faktoren beeinflusst, die einzigartig und nur bei Anleihen zu finden sind: 

1. Zinsveränderungen

Die Zinsen einer Anleihe sind von Beginn an festgelegt, der aktuelle Leitzins kann sich jedoch verändern. Je nachdem, wie sich das Zinsumfeld entwickelt, können die kurzfristigen Anleihen an Attraktivität gewinnen oder verlieren. 

Leitzins steigtDie Anleihe basiert noch auf dem alten,  niedrigeren Leitzinssatz und bietet weniger Zinsen. Sie ist dadurch weniger attraktiv und ihr Kurs geht zurück.
Leitzins fälltDie Anleihe basiert noch auf dem alten, höheren Leitzinssatz und bietet höhere Zinsen als ein neues Produkt. Sie ist dadurch attraktiver und ihr Kurs steigt. 

Anleihen spiegeln also immer die Zinssituation zum Zeitpunkt der Herausgabe wider. Die Wertpapiere selbst bleiben gleich, doch die aktuelle Zinssituation kann sich verändern. Dieser Effekt hängt stark von der Laufzeit ab: bei kurzfristige Produkten besteht schlichtweg weniger Zeit und somit weniger Risiko. 

2. Herausgeber

Der wohl wichtigste Preisfaktor ist der Herausgeber. Kurzfristige Anleihen basieren stets auf der Hoffnung/Annahme, dass am Ende der Laufzeit die Rückzahlung erfolgt. Die finanzielle Situation des Herausgebers ist daher von hoher Bedeutung. 

  • Bei Staatsanleihen sind die Risiken meist gering, da eine Staatspleite in den meisten Nationen äußerst unwahrscheinlich ist. Bei kurzfristigen Staatsanleihen spielen eher Faktoren wie die wirtschaftliche Situation des Landes eine Rolle: Die Konjunktur beeinflusst den Preis der festverzinslichen Wertpapiere. 
  • Eine weitere, wichtige Rubrik bilden die sogenannten Sparbriefe: mittel- bis kurzfristige Anleihen, die von Banken herausgegeben werden. Sie bieten eine überschaubare Rendite, gelten jedoch auch als sehr sicher, da sie unter die Einlagensicherung bis 100.000 Euro fallen. 
  • Unternehmensanleihen reagieren hingegen viel stärker auf Geschäftszahlen, Marktveränderungen und ähnliche Einflussfaktoren. Eine Insolvenz ist deutlich wahrscheinlicher als eine Staatspleite. Aufgrund des höheren Risikos müssen die meisten Firmen auch deutlich höhere Zinsen anbieten. 
  • Hypothekenanleihen nutzen Immobilien als Sicherheiten, die im Insolvenzfall verkauft werden könnten. Sie liegen in Sachen Sicherheit üblicherweise zwischen Unternehmens- und Staatsanleihen. Anfälligkeit für Preisveränderungen, aber auch Verzinsung ist hier vornehmlich im Mittelfeld angesiedelt. 

3. Angebot und Nachfrage

Letztlich handel es sich bei kurzfristigen Anleihen um Börsenprodukte, deren Preis von Angebot und Nachfrage bestimmt wird. Trübt sich das wirtschaftliche Klima ein, steigt oft die Nachfrage an sicheren Staatsanleihen und der Kurs steigt. Umgekehrt kann die Zuversicht der Märkte das Interesse und in der Folge den Preis reduzieren. 

Die Verzinsung von kurzfristigen Anleihen ist, je nach Herausgeber, eher gering. So können Staatsanleihen häufig nicht einmal die durchschnittliche Inflationsrate überbieten. Der Einfluss von Zinsveränderungen und ähnlichen Faktoren ist daher oft überschaubar. Stattdessen ist vor allem die Stimmung der Marktteilnehmer für die Preisbildung entscheidend. 

Kurzfristige Anleihen im Vergleich mit längeren Laufzeiten

Natürlich stehen nicht nur kurzfristige Anleihen zur Verfügung: mittel- und langfristige Varianten bieten ebenso nützliche Investments und kommen jeweils mit eigenen Vor- und Nachteilen daher. 

  • Eine längere Laufzeit bedeutet mehr Gelegenheiten für Zinsveränderungen, schwankende Wirtschaftslagen, Krisen und Co. 
  • Dadurch steigt das Risiko bei langfristigen Anleihen an.
  • Kurzfristige Anleihen kommen aufgrund ihrer überschaubaren Laufzeit mit einem geringeren Risiko daher. 
  • Dementsprechend sind auch ihre Zinsen in der Regel niedriger, was in der Folge die Bedeutung kurzfristiger Anleihen reduziert hat. 

Wer eine kurzfristige Anleihe, zum Beispiel mit einer Laufzeit von drei Jahren erwerben will, muss dazu “nur” eine Prognose für die nächsten drei Jahre anstellen. Kaufen wir hingegen ein solches Wertpapier mit zehn Jahren Restlaufzeit, müssen wir ebenso lang vorausplanen.  ein deutlich schwierigeres Unterfangen! 

Über einen so langen Zeitraum nimmt die Wahrscheinlichkeit steigender Zinsen (und damit sinkender Anleihen-Preise) dramatisch zu. 

Das Verhältnis zwischen langfristigen, mittelfristigen und kurzfristigen Anleihen ist nicht immer so klar gestaffelt. So verschoben sich zum Beispiel in der turbulenten Phase zwischen COVID-Krise und Ukraine-Krieg-Beginn, also zwischen 2020 und 2022, die Zinsen: Plötzlich wiesen fast alle Laufzeiten die gleiche Verzinsung auf! 

Die Grafik der Bundesbank zeigt eine ungewöhnliche Entwicklung: Die Zinsen für langfristige, mittlere und kurzfristige Anleihen lagen zwischen 2020 und 2022 sehr nahe beieinander. 

Sonderfall: Anleihe bis zum Ende halten

Überlegungen zum Preis einer kurzfristigen Anleihe werden zum Ende ihrer Laufzeit hinfällig. Ist eine Anleihe ausgelaufen, erhalten die Käufer ihr investiertes Kapital zurück - sofern der Herausgeber der Anleihe nicht in Zahlungsschwierigkeiten geraten ist. 

  • Aus diesem Grund geht der aktuelle Preis einer kurzfristigen Anleihe zum Ende der Laufzeit auf den Ausgangswert zurück.
  • Händler an den Börsen wissen, dass die Anleihe in Kürze den ursprünglichen Nennwert zurückzahlt. 
  • Immer weniger Personen sind bereit, kurz vor dem Ende der Laufzeit noch abweichende Preise für diese sehr kurzlaufenden Anleihen zu zahlen. 
  • Zinsen (Kupon) wurden bereits während der Laufzeit gezahlt. 

Wenn Sie von Anfang an planen, eine Anleihe bis zum Ende ihrer Laufzeit zu halten, müssen Sie sich um kurzfristige Kursschwankungen weniger Sorgen machen. Spätestens zum Ende der Laufzeit pegelt sich der Preis wieder ein. 

Es gibt jedoch zwei mögliche Nachteile, die Ihnen in solchen Fällen drohen: 

  1. Der Kupon wird prozentual vom Preis der Anleihe berechnet. Sinkt der Kurs an der Börse, erhalten Sie auch weniger Zinsen. 
  2. Durch das längere Halten können Ihnen bessere Investments entgehen. Dazu zählen nicht nur alternative Anlageformen, sondern auch andere Anleihen des gleichen Herausgebers. 

Einfluss und Bedeutung von Rating-Agenturen

Da Sie bei Anleihen auf die Rückzahlung durch den Herausgeber angewiesen sind, entsteht ein Emittentenrisiko: Das Unternehmen, Bank oder Staat könnten in der Zwischenzeit in Zahlungsunfähigkeit geraten. 

Zur besseren Einschätzung dieser Gefahr stehen Rating-Agenturen bereit, die lang-, mittel- und kurzfristige Anleihen bewerten. Der Ratingcode ist folgendermaßen aufgebaut: 

BewertungFitchBeschreibung 
Investment GradeAAAMinimales Kreditrisiko
AA+AAAA-Sehr geringes Kreditrisiko
A+AA-Geringes Kreditrisiko
BBB+BBBBBB-Moderates Kreditrisiko
Unterhalb von Investment GradeBB+BBBB-Erhebliches Kreditrisiko
B+BB-Hohes Kreditrisiko
CCC+CCCCCC-Sehr hohes Kreditrisiko
CCCIn oder kurz vor dem Verzug, mit der Chance, nur einen Teil des Kreditbetrags zurückzuerhalten
DDDDDDIn oder kurz vor dem Verzug, mit geringfügiger Chance, nur einen Teil des Kreditbetrags zurückzuerhalten

Es gibt kleinere Abweichungen, je nach Rating-Agentur. Die bekanntesten Firmen, Fitch und S&P, bewerten sehr ähnlich, während “Moody’s” statt Plus und Minus eine einfache Numerierung verwendet. 

Wichtig!

Alle Agenturen können nur aktuelle Zustände anzeigen und keine Prognosen abgeben. Außerdem sind sie auf die Informationen angewiesen, die sie von den Herausgebern der Anleihen erhalten. Bei Staatsanleihen ist dies in der Regel kein Problem; einige Unternehmen pflegen jedoch eine zweifelhafte Informationspolitik. 

Um das Emittentenrisiko einzuschätzen, kann auch der Blick auf die aktuelle Verzinsung sehr gut geeignet sein: Sehr hohe Zinsen für eine (neue) Anleihe weisen auf höheres Risiko und Probleme hin. Zinsen als Indikator reagieren oft schneller auf aktuelle Ereignisse als Rating-Agenturen. 

Person mit einem Smartphone, auf dem eine Finanz-App angezeigt wird; der deutsche Text wirbt für die Eröffnung eines Wertpapierdepots und nennt verschiedene Vorteile.

Wann lohnen sich kurzfristige Anleihen?

Die kurzfristigen Anleihen erhalten starke Konkurrenz von anderen Finanzprodukten, die oft deutlich höhere Zinsen oder Aussicht auf starke Kursgewinne aufweisen. Dennoch sind die festverzinslichen Wertpapiere in vielen Szenarien sinnvoll: 

  • Aufgrund der hohen Sicherheit, die Staatsanleihen versprechen, haben sie weiterhin eine enorme Bedeutung für Anleger auf der Suche nach risikoarmen Wertanlagen. 
  • Oft übersehen wird zudem, dass kurzfristige Anleihen recht liquide sind. Ein Verkauf ist in relativ kurzer Zeit möglich. Nur, weil ein Wertpapier 10 Jahre oder mehr Laufzeit hat, müssen Sie es nicht so lange halten!
  • Dank moderner Angebote wie Anleihen-ETFs bilden kurzfristige Anleihen weitere interessante Möglichkeit, Geld gut erreichbar und gleichzeitig gewinnbringend anzulegen. 

Anleihen-ETF weisen in der Regel nur minimale Kursschwankungen auf. Müssen Sie im Notfall auf Ihr Kapital zugreifen, entsteht daher nur selten ein Kursverlust. Kurzfristige Anleihen können also eine sinnvolle Heimat für Ihren “Notgroschen” bilden!

Die ETFs aus kurzfristigen Anleihen bringen noch weitere Vorteile mit sich: Da sie einen Pool aus unterschiedlichen Anleihen enthalten, entsteht weniger Verklumpungsrisiko. 

Auch das “Aktualisieren”, also Austauschen nicht mehr lukrativer oder auslaufender Anleihen, übernimmt der ETF für Sie. Im Gegenzug müssen Sie eine jährliche Gebühr entrichten. Diese liegt jedoch in der Regel bei unter 0,5 Prozent. 

Für wen sind kurzfristige Anleihen ungeeignet?

Obwohl es sich grundsätzlich um attraktive Investments handelt, sind kurzfristige Anleihen nicht für alle Personen geeignet: 

  • Wer hohe Rendite sucht, wird vor allem bei den sicheren Staatsanleihen schnell enttäuscht. Hier könnten Unternehmensanleihen mit höheren Zinsen eine bessere Alternative darstellen.
  • Suchen Sie eine Geldanlage mit sofortiger Liquidität, könnten kurzfristige Anleihen ebenfalls Probleme bereiten: Die Auszahlung ist zwar vergleichsweise schnell möglich, kann aber mit hohen Kosten einhergehen. Hier ist das klassische Tagesgeldkonto oft die bessere Wahl. 
  • Sie wollen Kursschwankungen komplett vermeiden? Kurzlaufende Anleihen weisen zwar geringere Preisveränderungen als zum Beispiel Aktien auf; dennoch kann es zu Veränderungen kommen. 
  • Für Investoren, die eine hohe, regelmäßige Rendite suchen, könnte es bessere Alternativen zu kurzfristigen Anleihen geben. So könnten Sie zum Beispiel Optionen handeln und mit Einkommensstrategien eine ansprechende Jahresrendite erzielen. 

Die Wahl des richtigen Brokers

Kurzfristige Anleihen sind stark vom jeweiligen Broker abhängig, den Sie einsetzen! Denn viele Anbieter werben aktiv mit einer großen Auswahl an Wertpapieren, schneiden jedoch bei den kurzfristigen Anleihen schlecht ab: 

  • Es gibt Millionen von Unternehmens-, Staats- und sonstiger Wertpapiere! Viele Broker wagen sich nicht in dieses Gebiet vor und bieten lediglich einige Standard-Bonds (US oder Deutsche Staatsanleihen) an. 
  • Das kann zu großen Nachteilen für Sie führen, wenn Sie ich für kurzfristige Anleihen interessieren: Die geringe Auswahl hält Sie davon ab, die lohnenden Papiere sinnvoll zu nutzen!
  • Durch lokale Einschränkungen kann es außerdem zu erhöhten Kosten kommen, wenn Sie kurzfristige Anleihen erwerben. Der perfekte Broker sollte daher weltweiten Handel anbieten. 
  • Zudem erheben viele Broker absurde Provisionen für den Kauf und Verkauf kurzfristiger Anleihen: Es kann durchaus vorkommen, dass Sie ein Prozent oder mehr für den Handel abtreten müssen, was einem Großteil Ihrer Zinsen entspricht!

Achten Sie daher bei der Auswahl eines Brokers für kurzfristige Anleihen auf Auswahl und Gebührenmodell. Es kann sich im Zweifel lohnen, für kurzfristige Anleihen einen CapTrader Depot zu eröffnen, um von der enormen Auswahl und den günstigen Konditionen zu profitieren. 

Vor- und Nachteile kurzfristiger Anleihen

Kurzfristige Anleihen haben spezielle Vor- und Nachteile, die sie von länger laufenden Produkten und anderen Möglichkeiten des Investierens unterscheiden. Dazu gehören: 

Vorteile

  • Kurzfristige Anleihen bieten ein sehr ähnliches Zinsniveau zu mittelfristigen und langfristigen Anleihen. 
  • Gleichzeitig ist der Preis einer kurzfristigen Anleihe einem deutlich geringeren Risiko ausgesetzt. Im Gegensatz zu langfristigen Produkten gibt es hier weniger Zeit, in der eine Zinsänderung der EZB negativ auf den Preis einwirken könnte. 
  • Kurzfristige Anleihen von Unternehmen bieten eine solide Rendite, die sich problemlos mit anderen, festverzinslichen Produkten messen kann. So finden sich unter den zahlreichen Angeboten etwa kurzfristige Anleihen, die ein Tages- oder Festgeldkonto übertreffen.
  • Sie können kurzfristige Anleihen auch über ETFs erwerben und müssen auf diese Weise nicht manuell nach den jeweils besten Produkten suchen. Dadurch bringen kurzfristige Anleihen einen zusätzlichen Vorteil gegenüber anderen, festverzinslichen Angeboten zum Tragen, bei denen Sie ebenfalls regelmäßig prüfen und anpassen müssen. 
  • “Kurzfristige Anleihen” sind eine Kategorie mit hunderten interessanter Titel, die jeweils eigene Risiken und Chancen mitbringen. So dürfte fast jeder Anleger ein Produkt finden, dass sich als Beimischung zum eigenen Portfolio eignet. 
  • Die klassische Staatsanleihe einer Industrienation ist nach wie vor eines der sichersten, börsengehandelten Finanzinstrumente. Egal ob als lang-, mittel- oder kurzfristige Anleihe bietet sie die Möglichkeit, zusätzliche Stabilität in das eigene Portfolio zu bringen

Nachteile

  • Kurzfristige Anleihen sind trotz der kurzen Laufzeit nicht vor Preisänderungen gefeit: Steigen die Zinsen, sinkt der Kurs einer Anleihe - egal welcher Laufzeit! In diesen Fällen bleibt oft nur noch das Halten der kurzfristigen Anleihe, bis diese ihr Ende erreicht und sich der Preis auf den Ausgangswert zurückbewegt. Andernfalls lässt sich das Wertpapier nur mit Verlust verkaufen. 
  • Kurzfristige Anleihen unterliegen generell dem gleichen Emittentenrisiko, wie auch mittel- oder langfristige Varianten. Die Wahrscheinlichkeit einer Zahlungsunfähigkeit des Herausgebers kann sich massiv unterscheiden! Während die Gefahr einer Staatspleite zum Beispiel bei deutschen Staatsanleihen minimal ist, kann das Risiko bei einigen (scheinbar) lukrativen Unternehmensanleihen sehr hoch sein. 
  • Bei vielen Brokern ist der Handel mit Anleihen mit hohen Gebühren und Mindestbeträgen verbunden. Achten Sie daher darauf, ein für diese Wertpapiere geeignetes Depot zu eröffnen!
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Fazit: Kurzfristige Anleihen für Sicherheit und Liquidität

Wer Anleihen kauft, leiht damit dem Herausgeber Geld und erhält im Gegenzug Zinsen. Am Ende der Laufzeit erfolgt die Rückzahlung - sofern der Staat, Unternehmen oder Bank hinter der Anleihe nicht zahlungsunfähig wurde. Von kurzfristigen oder kurzlaufenden Anleihen spricht man, wenn der Rückzahlungszeitpunkt maximal vier Jahre entfernt ist. 

Aufgrund der Stabilität der meisten Emittenten gelten Staatsanleihen als sehr sichere Finanzprodukte mit eher geringer Verzinsung. Riskantere Varianten mit einer höherer Rendite, herausgegeben zum Beispiel von Unternehmen, sind jedoch ebenfalls verfügbar. 

Lang-, mittel- und kurzfristige Anleihen werden an Börsen gehandelt und können schwankende Kurse aufweisen. Sie reagieren zum Beispiel sehr stark auf Veränderungen des Leitzinssatzes oder die wirtschaftliche Situation des Herausgebers. Dadurch sind sie auch zur Preisspekulation geeignet. 

Entgegen ihres Rufs muss es sich nicht um langweilige Investments handeln: Anleihen sind überraschend liquide, flexible Anlagegüter, die sich sogar durch spezielle Anleihen-ETFs handeln lassen! 

Ihre Rendite kann zwar in der Regel nicht mit Blue-Chip-Aktien oder erfolgreichen Growth-Aktien mithalten; als stabile Beimischung zu einem gut diversifizierten Aktienportfolio dürfen kurzfristige Anleihen aber nicht fehlen. 

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FAQ – Häufig gestellte Fragen zu kurzfristigen Anleihen

Was sind kurzfristige Anleihen?

Mit dem Kauf einer Anleihe verleihen wir Geld an den Herausgeber, der dieses am Ende der Laufzeit zurückgezahlt und uns Zinsen gewährt. Von kurzfristigen Anleihen spricht man, wenn die Restlaufzeit nur noch maximal 4 Jahre beträgt.

Welche Arten von Anleihen gibt es?

Staaten, Banken/Institutionen und Unternehmen sind die typischen Herausgeber von Anleihen. Man kann Arten von Anleihen anhand der Herausgeber unterscheiden. Auch die Einteilung nach Laufzeit (lang-, mittel- und kurzfristige Anleihen) ist möglich.

Was ist die sicherste Anleihe?

Staatsanleihen von besonders stabilen Industrienationen gelten als besonders sicher. Viele Analysten und Rating-Agenturen betrachten Staatsanleihen der Schweiz als sicherste Anleihe überhaupt. Aber auch deutsche Staatsanleihen gelten als sehr sicher.

Werden Anleihen immer zu 100 % ausgezahlt?

Die Ausgabe von Anleihen muss nicht zwangsläufig zu 100 % des Nennwerts erfolgen; Auch niedrigere und höhere Werte können vorkommen. Dies kann zu zusätzlichen Gewinnen oder Verlusten führen. Unabhängig von der Ausgabe-Summe wird eine Rückzahlung zu 100 % angestrebt.

Werden Anleihen immer zu 100 % zurückgezahlt?

Anleihen sollen am Ende der Laufzeit vollständig zurückgezahlt werden. Gerät der Herausgeber jedoch in finanzielle Schwierigkeiten, kann die hundertprozentige Rückzahlung unmöglich werden. In diesem Fall werden Anleihen nicht zu 100 % zurückgezahlt.

Philipp Gilg mit kurzen hellen Haaren und Bart trägt ein hellblaues Hemd mit Knöpfen. Er steht vor einer Glasscheibe und blickt in die Kamera.
Philipp Gilg

Philipp Gilg ist selbständiger SEO-Experte und Finanzredakteur. Auf dem CapTrader Blog veröffentlicht er regelmäßig SEO-optimierte Artikel rund um die Themen Aktien, Trading, Optionen und Geldanlage. Er arbeitet außerdem mit namenhaften Finanzinfluencern zusammen und unterstützt diese bei der organischen Reichweitengewinnung auf Google. Bereits in jungen Jahren entwickelte er eine große Leidenschaft für die Börse, schon im Alter von 16 Jahren handelte er seine ersten Aktien. Dadurch verfügt er mittlerweile über jahrelange Erfahrung und Expertise in diesem Bereich.

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