Es ist schwierig genug, Gewinne an der Börse zu generieren – das Letzte, was Investoren wollen, ist diese wieder zu verlieren! Glücklicherweise stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, um Ihr Depot abzusichern. Wir wollen in dieser praktischen Anleitung speziell die Absicherung von Aktien unter die Lupe nehmen.
Das wichtigste in Kürze
- Kurseinbrüche sind bei Wertpapieren langfristig unvermeidbar, aber es ist möglich, Aktien abzusichern
- Gute Diversifikation reduziert ihr gesamtes Risiko
- Die einfachste Variante um Aktien abzusichern bilden Stop-Loss und ähnliche Orderformen, die bei fallenden Kursen einen Verkauf auslösen
- Sie können Aktien auch durch Hedging mit entgegengesetzten Positionen absichern
- Optionen bilden eine weitere, interessante Möglichkeit, Ihr Depot zu schützen
Warum sollte man Aktien absichern?
Das Investieren in Wertpapiere zählt zweifellos zu den lukrativsten Anlageformen. Doch ein Blick auf die durchschnittliche Rendite zeigt, dass der typische Anleger eher enttäuschende Ergebnisse produziert. Langfristig betrachtet liegt sein Gewinn nur bei rund 4 % pro Jahr. Zum Vergleich: Der S&P 500 Aktienindex hätte 10 % Jahresrendite generiert.

Die Gründe für diese schwache Performance sind vielfältig, doch ein zentrales Problem sticht hervor: der falsche Umgang mit Rücksetzern, Kurseinbrüchen und Crashes. Wer längerfristig ein Aktienportfolio unterhält, wird früher oder später unweigerlich mit sinkenden Kursen konfrontiert. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie Blue-Chip-Aktien oder unbekannte Titel einkaufen, wie gut Sie die Fundamentalanalyse beherrschen oder wie positiv die Marktaussichten gerade sind.
Ein Blick auf historische Daten zeigt, dass solche negativen Marktphasen sehr häufig sind.
- Korrekturen von bis zu 10 % treten etwa alle 1,2 Jahre auf
- Ein Crash mit mehr als 20 % Kurseinbrüchen tritt alle 5,6 Jahre ein.
- Die Zugewinne im Anschluss an eine solche Krise sind stets erheblich und gleichen die Verluste meist schnell wieder aus.
Ein ideales Szenario für Anleger: Kursverluste vermeiden und von der anschließenden Erholung profitieren! Wer die regelmäßigen Rücksetzer abwehrt, würde eine wesentlich höhere Gesamtrendite erzielen. Das eigene Depot abzusichern, steht daher ganz oben auf der To-do-Liste der meisten Investoren.
In der Realität ist Aktien absichern keine leichte Aufgabe. Die einzelnen Methoden, die dafür infrage kommen, gehen jeweils mit eigenen Nachteilen einher. Zudem sind die Kursrückgänge in der Regel nicht vorhersehbar, so dass sich Investoren oft verschätzen.
Trotzdem ist der Schutz des eigenen Portfolios eine der wichtigsten Aufgaben. Erfolgreiche Absicherung unterscheidet den Privatanleger mit mäßigen Ergebnissen von einem hochkarätigen Investor, der den Markt schlägt.

Depot absichern: Mit diesen Methoden können Sie Ihre Aktien schützen
Aktien absichern kann eine erhebliche Herausforderung darstellen. Investoren müssen dabei vor allem zwei zentrale Probleme meistern:
- Alle Methoden zur Absicherung haben Nachteile, die von Kosten über großen Arbeitsaufwand bis hin zu zusätzlichen Risiken reichen können. Vor- und Nachteile müssen abgewägt und strategisch eingesetzt werden.
- Der beste Schutzmechanismus nützt nichts, wenn er zum falschen Zeitpunkt eingesetzt wird. Die Absicherung muss während des Kurseinbruchs bestehen, was in der Praxis nicht immer der Fall ist.
Auch die Auswahl kann Neulinge überfordern. Es ist nicht immer ersichtlich, welche Absicherungsmethode die Beste für ein Depot darstellt. Daher haben wir im Folgenden die wichtigsten Methoden, ihre Vor- und Nachteile sowie den idealen Einsatzzeitpunkt für Sie zusammengestellt.
1. Diversifikation
| Methode | Diversifikation |
|---|---|
| Vorteile | Einfach, passiv |
| Nachteile | Kein vollständiger Schutz, kann Gewinne reduzieren, zusätzlicher Aufwand und Kosten |
| Einsatzzeitpunkt | Dauerhaft |
Diversifikation, also die Aufteilung der eigenen Investments auf unterschiedliche Assets, ist eine grundlegende Methode, um das eigene Depot abzusichern. Macht eine einzelne Aktie nur einen kleinen Teil unseres Portfolios aus, bleibt der Schaden im Falle eines Kursrückgangs überschaubar.
Umgekehrt würden wir erhebliche Summen verlieren, wenn wir unser gesamtes Kapital in ein einziges Wertpapier investieren (keine Diversifikation) und sein Preis sinkt.
Diese Art, Aktien abzusichern, lässt sich auf unterschiedliche Wegen umsetzen. Um ein Portfolio zu schützen können wir die darin enthaltenen Assets anhand unterschiedlicher Aspekte diversifizieren:
- Assetklasse: Nur wenige Anleger setzen alles auf Aktien. Gold, Immobilien, kurzfristige Anleihen, Kryptowährungen und weitere Klassen gehören zu einem ausgewogenen Mix dazu. Wir befassen uns in diesem Beitrag konkret mit der Absicherung von Aktien und lassen die Frage, welchen Prozentsatz diese ausmachen sollten, außen vor.
- Region: Wirtschaftliche Entwicklungen sind oft (aber nicht immer) auf einzelne Volkswirtschaften oder Regionen begrenzt. Ein Portfolio, das aus europäischen, nordamerikanischen, japanischen, chinesischen, britischen … Aktien besteht, wäre breit diversifiziert. Es könnte Krisen in einzelnen Staaten deutlich besser kompensieren.
- Unternehmensgröße: Große, mittlere und kleine Unternehmen reagieren jeweils anders auf wirtschaftliche Entwicklungen. Eine Diversifikation zwischen Aktien unterschiedlich großer Firmen kann daher Ihr Gesamtrisiko senken.
- Branche: Cannabis-Aktien reagieren anders auf Marktentwicklungen als KI-Aktien, die wiederum anders reagieren als Kupfer-Aktien, die wiederum anders reagieren als … Ein gut diversifiziertes Portfolio sollte daher unbedingt Wertpapiere aus verschiedenen Branchen beinhalten!
- Risiko und Volatilität: Einige Unternehmen glänzen durch fast unbewegliche Preise, während andere Wertpapierkurse wie eine Achterbahn verlaufen. Befinden sich nur hochgradig volatile Titel in einem Depot, drohen erhebliche Gefahren. Wer allerdings ausschließlich auf stabile Aktien setzt, erzielt langfristig oft eine geringere Rendite. Auch hier ist also die Mischung entscheidend.
Beim Einsatz eines diversifizierten Aktienportfolios ist ein regelmäßiges Rebalancing zu empfehlen. Durch unterschiedliche Kursentwicklungen kann sich das Verhältnis der Wertpapiere innerhalb Ihres Depots verschieben. Beim Rebalancing wird die Balance durch Zu- und Verkäufe wieder angepasst.
Das Rebalancing und der generelle Handel mit mehreren Aktien kann schnell hohe Kosten verursachen. Wählen Sie daher am besten einen günstigen Broker, um Ihre Rendite nicht unnötig anzugreifen.
Das kann CapTrader:
Mit US-Aktien ab 1 Cent (Orderminimum: 2,00 $) und EU-Aktien ab 0,1 % (Orderminimum: 2,00 €) sowie einer Auswahl von über 1,2 Millionen Wertpapieren ist CapTrader einer der günstigsten Anbieter auf dem deutschen Markt und ideal für ihr gut durchmischtes Portfolio geeignet!
Richtiger Einsatz – Wie viel Diversifikation ist zu viel?
Eine ausreichende Aufteilung der eigenen Investments ist ideal, um Aktien abzusichern. Nun könnte man annehmen, dass mehr Diversifikation auch mehr Sicherheit bietet. Dies ist jedoch nur bedingt korrekt. Ein Portfolio mit tausenden von Wertpapieren liefert zum Beispiel nicht automatisch mehr Sicherheit als eines mit einer überschaubaren Auswahl. Es kann sogar zu gegenteiligen Resultaten führen!
Um eine sinnvolle Höchstgrenze für Diversifikation zu ermitteln, sind verschiedene Blickwinkel zu beachten:
- Bei einer Analyse von Investmentfonds mit unterschiedlicher Portfoliogröße zeigt sich, dass Fonds, die in weniger als 50 Unternehmen investieren, durchschnittliche eine etwas bessere Rendite als Anbieter mit mehr Titeln erzielen.
- Star-Investor Warren Buffett ist für seine Aussage bekannt, dass ein “Investor, der eine Branche versteht, nicht mehr als sechs Unternehmen in seinem Portfolio benötigt”. Als bekanntester Fan von Value-Aktien setzt er auf wenige Firmen mit gigantischem Wachstum. “Sehr wenige Leute”, so Buffett weiter, “wurden mit ihrer siebtbesten Idee reich”.
- Der schützende Effekt zusätzlicher Aktien sinkt mit steigender Anzahl ab. Während der Erwerb eines zweiten Wertpapiers das Risiko noch deutlich senkt, führen weitere Zukäufe nur noch zu immer kleineren Reduktionen. Ein Depot mit 32 Aktien hat bereits 95 % der durch Diversifikation möglichen Absicherung erreicht.

Diversifikation hat zu Beginn einen starken Effekt auf das Risiko. Mit steigender Aktienanzahl nimmt die positive Wirkung aber immer weiter ab.
- Frauen sind im Durchschnitt die besseren Investoren und out-performen ihre männlichen Kollegen.
- Studien (“2021 Women and Investing Study”, Fidelity Investments, 2021 und “Boys will be boys; gender, overconfidence, and common stock investment”, Brad M. Barber, Terrance Odean, University of California, 2001) ermittelten eine höhere Rendite 0,4 % bis 1,44 % pro Jahr für Anlegerinnen gegenüber Anlegern.
- Die größte Differenz zeigt sich bei den Erfolgen von Single-Frauen vs. Single-Männern.
- Ein wichtiger Unterschied: Frauen setzen auf Depots mit weniger Titeln und handeln seltener – bis zu 67 % weniger als Männer!
- Zudem sind Frauen vorsichtiger, agieren finanziell konservativer und sind weniger von ihren Fähigkeiten als Anlegerinnen überzeugt.
- Weniger Aktien und vorsichtiges Investment scheinen also von Vorteil zu sein.
- In ihrer viel beachteten Übersichtsarbeit “The Capitalism-Distribution” (“The Capitalism Distribution - Observations of individual common stock returns 1983–2006” Eric Crittenden, Cole Wilxoc, 2006) zeigen die Autoren Eric Crittenden und Cole Wilcox, dass nur eine kleine Anzahl von Aktien für die Gewinne eines großen Indizes verantwortlich ist. Sie nehmen dazu den Russell-3000 unter die Lupe. Dieser Index ist nach Marktkapitalisierung aufgebaut, sodass die größten Unternehmen auch den größten Anteil ausmachen.
Im Betrachtungszeitraum von 1983 bis 2006 konnten alle Zugewinne des Indizes auf nur 25 % der Aktien zurückgeführt werden. Die verbleibenden 75 % erzeugten in Summe null Gewinn!

Der gesamte Zugewinn des betrachteten Index entstand durch nur 25 % der Aktien. Die anderen 75 % erzeugten in Summe 0 % Gewinn.
Ziel aller Anleger sollte es sein, die gewinnbringenden 25 % in ihr Depot zu holen und gleichzeitig die verbleibenden 75 % der Unternehmen zu vermeiden. Mit jedem zusätzlichen Wertpapier dürfte dies jedoch schwieriger werden, einen weiteren Gewinnbringer zu erwischen. Ein Portfolio mit hunderten von Aktien wird daher mit hoher Wahrscheinlichkeit unsere Gesamtrendite mehr und mehr verwässern.
Die typische Empfehlung, um das eigene Depot abzusichern, liegt bei etwa 25 Aktien. Diese Menge stimmt mit den meisten Studienergebnissen und Erfahrungen versierter Investoren überein. Wichtig ist jedoch, dass diese Titel sinnvoll über verschiedene Branchen und Regionen aufgeteilt sind, um die Aktien ideal abzusichern.
2. Orderformen
| Methode | Stop-Orders |
|---|---|
| Vorteile | Einfach, passiv, nur Ordergebühr |
| Nachteile | Kein vollständiger Schutz, kann Gewinne reduzieren |
| Einsatzzeitpunkt | Dauerhaft |
Aktien lassen sich sehr einfach durch Stop-Orders, Stop-Loss-Orders, Trailing-Stop-Orders, Relative-Limit-Orders und andere Formen absichern. Solche Anweisungen an Ihren Broker werden ausgeführt, sobald die vorgegebenen Parameter erfüllt wurden.
In der einfachsten Form (Stop-Order, Stop-Loss-Order …) kommt es zum Verkauf der Aktien, wenn diese einen vorgegebenen Preis unterschreiten. So werden weitere Verluste verhindert. Allerdings verlieren Sie dabei auch die jeweiligen Wertpapiere, können sie aber später möglicherweise zu einem niedrigeren Preis erneut erwerben.
Entscheidend ist dabei, in welchem Abstand zum aktuellen Preis eine Stop-Order platziert wird:
- Ist die Stop-Order zu nahe am aktuellen Kurs, wird sie schon bei kleinen Preisschwankungen auslösen. Ihre Aktie wird dann verkauft, obwohl es sich vielleicht nur um typische Auf- und Abbewegungen eines Börsentags gehandelt hat. Zukünftige Gewinne entgehen Ihnen dadurch.
- Bei zu großem Abstand entsteht im Falle eines Kurseinbruchs ein erheblicher Verlust. Die Absicherung Ihrer Aktie greift dann erst spät und der Schaden ist bereits eingetreten.
Welche Distanz ideal ist, hängt stark von Ihrer Risikofähigkeit und langfristigen Zielen ab. Beliebt ist zum Beispiel eine Stop-Order im Abstand von 10 % zum Einkaufspreis. Im Falle eines Kursrückgangs um mindestens 10 % würde sie eine Market-Order auslösen und die Wertpapiere veräußern.
Bitte beachten Sie, dass der Verlust in diesem Fall auch mehr als 10 % betragen kann! Die Ausführung einer Stop-Loss-Order erfolgt als Market-Order zum besten verfügbaren Preis – dieser kann jedoch auch deutlich niedriger liegen!
Komplexere Orderformen bieten hier oft bessere Absicherung für Ihre Aktien. Mehrstufige Regeln werden als Algorithmen bezeichnet und können idealen Schutz gewähren, ohne Ihre Gewinne durch ein zu frühes Auslösen zu gefährden. Sie setzen im Gegenzug aber auch ein höheres Verständnis der Finanzmärkte voraus und können bei falscher Verwendung unerwünschte Effekte haben.
Leider bieten viele Broker nur eine unzureichende Auswahl an Orderformen an. Dadurch kann es schwerfallen, Ihre Aktien effektiv abzusichern. Wir empfehlen daher bereits bei der Einrichtung eines Depots auf die ein entsprechendes Sortiment von Orders und Algorithmen zu achten.
Das kann CapTrader:
Mit über 100 Orderformen und Algorithmen bietet CapTrader eine ideale Auswahl für Hobby-Anleger und Profi-Trader. Umfassende Softwarelösungen zur Unterstützung bei der Automatisierung runden das Angebot ab und erlauben auch komplexe Sicherheitskonzepte für Ihre Investments!
3. Aktien absichern mit Optionen
| Methode | Optionen |
|---|---|
| Vorteile | Vollständiger Schutz und Gewinne möglich |
| Nachteile | Einarbeitung notwendig (neues Produkt), Kosten |
| Einsatzzeitpunkt | Kurzzeitig, bei konkretem Verdacht (als Absicherungsvehikel) |
Optionen zählen zu den Derivaten und bieten Händler umfassende strategische Möglichkeiten. Die potenziell sehr lukrativen Kontrakte gelten allerdings auch als etwas schwieriger zu meistern. Glücklicherweise ist für das Absichern von Aktien nur eine äußerst simple Optionsstrategie erforderlich, die auch Neueinsteiger problemlos erlernen können.
Dazu muss lediglich die grundlegende Funktionsweise von Optionen verstanden werden:
- Optionen sind Verträge zwischen zwei Handelspartnern, dem Käufer und dem Verkäufer.
- Beide Seiten vereinbaren ein Gut (zum Beispiel eine Aktie, ETF, Rohstoff …) zu einem festgelegten Preis an einem Zeitpunkt in der Zukunft zu handeln.
- Gegenstand dieses Geschäfts kann entweder der Kauf oder Verkauf des Guts sein.
- Der Käufer einer Option kann entscheiden, ob er den Handel auch tatsächlich ausführen möchte. Der Verkäufer hat kein Wahlrecht und muss auf Wunsch des Käufers das Geschäft durchführen.
- Im Gegenzug zahlt der Käufer eine Gebühr an den Verkäufer, die dieser behalten darf – egal, ob der Handel durchgeführt wird oder nicht.
Besonders interessant werden Optionskontrakte, da Händler als Käufer und Verkäufer auftreten können und Ein- und Verkaufsgeschäfte vereinbaren können. Für das Hedging, also das Absichern von Aktien, ist vor allem der Kauf einer Option üblich, die ein Verkaufsrecht beinhaltet. Im Fachjargon spricht man von einem “Long Put”.

Wenn Sie eine Long-Put-Option handeln, erhalten Sie das Recht, den “Basiswert” (in diesem Fall die Aktie, die abgesichert werden soll) zu verkaufen. Der Preis für die Aktie wird bei Abschluss des Optionskontrakts festgelegt. Sie haben sich diesen Verkaufspreis damit gesichert. Selbst, wenn der Aktienkurs auf 0 € fallen sollte, können Sie von Ihrem Optionsrecht gebraucht machen und den Verkauf zum vereinbarten Preis durchführen.
- Für den Erwerb eines Long Puts fällt eine Gebühr an, die Sie an den Optionsverkäufer zahlen müssen. Die Höhe hängt stark davon ab, welchen Preis Sie sich garantieren lassen wollen. Vereinbaren Sie einen niedrigeren Verkaufspreis, sinken die Kosten. Im Falle eines Kursrückgangs erzielen Sie allerdings auch einen niedrigeren Preis. Ihre Aktien sind also weniger effektiv abgesichert.
- Wählen Sie einen höheren Preis, ist Ihre Aktienposition besser geschützt. Sie können sich sogar für einen Wert oberhalb des aktuellen Börsenpreises entscheiden und so theoretisch einen Verkaufsgewinn erzielen! Ein derart attraktiver Optionskontrakt kostet Sie allerdings auch deutlich mehr Gebühren. Ob sich eine konkrete Option für Sie lohnt, ist von Fall zu Fall zu entscheiden.
Wie hilft ein Long Put dabei, meine Aktien abzusichern?
Ganz einfach:
- Fällt der Aktienpreis unter den in der Option vereinbarten Wert, verlangen Sie die Ausübung Ihres Optionsrechts. Die Gegenseite muss Ihnen nun die Wertpapiere zum vereinbarten Preis abkaufen – egal, was sie aktuell an der Börse kosten! Sie haben Ihre Aktien zu einem attraktiven Kurs verkauft und dadurch einen Verlust verhindert. Lediglich die Ausgaben für den Optionskauf müssen Sie verschmerzen.
- Sollte der Aktienkurs hingegen nicht wie erwartet fallen, verzichten Sie einfach auf die Ausübung der Option. Sie behalten die Wertpapiere in Ihrem Depot, müssen allerdings die gezahlte Prämie als Verlust verbuchen. Ein kleiner Preis für eine Absicherung!
Für jeden erworbenen Long Put entstehen Kosten. Daher ist es generell nicht empfehlenswert, Ihre Aktien dauerhaft auf diese Art abzusichern. Eine solche Hedging-Methode sollte stattdessen kurzzeitig, bei Verdacht eines baldigen Kurseinbruchs, zum Einsatz kommen.
Aber Achtung: Optionen handeln ist generell nur bei einer kleinen Anzahl von Brokern möglich. Verwenden Sie einen Anbieter, der keine Optionskontrakte anbietet, können Sie leider kein Hedging durch Long Puts betreiben.
Das kann CapTrader:
CapTrader ist einer der beliebtesten Optionsbroker im deutschsprachigen Raum! Mit Kontrakten ab 2,00 € und kostenloser Profi-Software bieten wir Ihnen einfachen und günstigen Zugang zur Königsklasse der Finanzmärkte!
4. Depot schützen durch Hedging
| Methode | Hedging |
|---|---|
| Vorteile | Vollständiger Schutz und sogar Gewinne möglich |
| Nachteile | Schwierig zu timen, Verluste möglich |
| Einsatzzeitpunkt | Kurzzeitig, bei konkretem Verdacht |
Das Konzept des Hedgings ist ebenso einfach wie genial: Anstatt unsere Aktien abzusichern, gleichen wir mögliche Verluste durch zusätzliche Gewinne aus. Dazu nutzen wir Positionen, die im Falle eines Kursrückgangs profitieren.
Hier steht uns eine große Auswahl zur Verfügung:
- Durch einen Leerverkauf steigt der Wert unserer Position, wenn der Kurs fällt. So lässt sich mit sinkenden Preisen Rendite erzielen.
- Einige ETFs funktionieren invers, das heißt: Sinkt der Preis des Indizes, den sie abbilden, nimmt ihr Kurs zu.
- Mit Futures können Sie Aktien, Rohstoffe und andere Güter in der Zukunft handeln. Wir können uns damit nicht nur gegen fallende Preise absichern, sondern auch umgekehrt von sinkenden Kursen profitieren!
- Auch die Welt der Optionen hält Lösungen für das Hedging bereit. So können wir etwa durch den bereits erwähnten Long Put nicht nur unsere Aktien verkaufen; wählen wir einen Kontrakt mit “Cash Settlement” wird uns stattdessen die Differenz in Bar ausgezahlt, sodass wir direkt profitieren.
- Auch Zertifikate und Optionsscheine bieten Möglichkeiten, bei fallenden Kurse Gewinne zu erzielen. Sie haben nur begrenzte Risiken, kommen aber im Gegenzug mit Performance-Nachteilen und einem Emittentenrisiko daher.
Bei allen Varianten ist zudem der Einsatz von Hebeln möglich. Diese verstärken die Preisentwicklungen eines Assets um einen vorgegebenen Faktor. So würde ein Hebel von 10 zum Beispiel sowohl Gewinne als auch Verluste um das Zehnfache steigern. Dadurch ist es Händlern möglich, mit weniger Kapital auch größere Aktienpositionen abzusichern.
Auch hier ist allerdings wieder die Wahl des Brokers entscheidend: Hebelprodukte stehen – genauso wie Leerverkäufe und Margin-Handel – nur bei hochkarätigen Brokern wie CapTrader in vollem Umfang zur Verfügung. Ohne Zugang bleiben die Schutzmöglichkeiten für Händler stark eingeschränkt.
Fazit: Aktien absichern gelingt auf unterschiedliche Weise
Gewinne in Ihrem Aktienportfolio sind oft hart erkämpft und sollten nicht wieder durch Preisrücksetzer zunichtegemacht werden! Um Ihre Investments zu schützen, stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung.
Die Basis bildet dabei eine gute Diversifikation. Wer seine Positionen sinnvoll auf Branchen, Regionen, Unternehmensgrößen … aufteilt, kann seine Aktien bereits gut absichern. Übertreiben muss man es dabei allerdings nicht: ab ca. 25 Titeln im Depot ergibt sich durch weitere Zukäufe kaum noch ein Risikovorteil.
Weiterhin ist es unbedingt zu empfehlen, alle gefährdeten Wertpapiere durch eine Stop-Order, Trailing-Stop-Loss-Order oder andere Orderformen zu schützen. Diese lösen einen Verkauf aus, wenn der Aktienkurs bis auf einen vorgegebenen Wert sinkt. Dadurch werden die Positionen abgestoßen und wir müssen nicht am Abwärtstrend teilhaben.
Zu den aktiven Schutzmethoden zählt vor allem das Hedging. Dabei legen wir Positionen an, die dazugewinnen, wenn unsere Aktien an Wert verlieren. Hierfür kommen verschiedene Finanzprodukte wie Futures, Zertifikate, ETFs und mehr infrage. Bei hochkarätigen Brokern wie CapTrader stehen zudem Hebel zur Verfügung, die eine solche Absicherung optimieren können.
Die wohl anspruchsvollste Möglichkeit bildet der Optionshandel. Er erlaubt uns auf mehrere Arten unsere Aktien abzusichern. Ein simpler Long Put ist schnell ausgeführt und garantiert uns den Verkauf zu unserem Wunschpreis und kostet im Gegenzug aber auch eine Gebühr. Diese Form Aktien abzusichern ist daher vor allem kurzfristig, bei einem konkreten Verdacht, geeignet!


