Kaum ein Thema hat in den letzten Jahren für mehr Aufmerksamkeit gesorgt als künstliche Intelligenz. Sowohl an den Börsen als auch im Privatleben der Menschen bewirken die neuen Technologien gewaltige Veränderungen. Klar, dass auch Anleger und Trader von diesem Hype profitieren möchten!
Doch welche Aktien, ETFs und Co. lohnen sich am meisten? Und wie steigt man in eine Branche ein, die bereits massiv überbewertet scheint? Wir haben die wichtigsten Antworten für Sie zusammengefasst.
Das wichtigste in Kürze
- Künstliche Intelligenz könnte unser Leben und Arbeiten in den nächsten Jahren grundlegend verändern
- Das wirtschaftliche Potenzial ist gewaltig und spiegelt sich unter anderem in den Kursen der Aktien wider
- Fehleranfälligkeit, Copyright- und Datenschutzprobleme sowie fehlendes Know-How limitieren den praktischen Nutzen bisher noch teilweise
- KI Aktien verzeichnen enorme Zugewinne. Es besteht jedoch die Gefahr der Bubble-Bildung
Hype um KI Aktien: Das steckt dahinter
Künstliche Intelligenz, also Computer, die Probleme und Aufgaben mit menschenähnlicher Logik lösen können, bildet das derzeit wohl wichtigste Trendthema. Das scheinbar grenzenlose Potenzial dieser Technologien fasziniert Privatleute und weckt bei Unternehmen größtes Interesse.
Bereits 2016 gab Google bekannt, dass das Unternehmen vom Grundsatz “mobile first” zu “AI first” umschwenkt. Experten erkannte schon damals die enorme Signalwirkung und den zu erwartenden Hype um Künstliche-Intelligenz-Aktien. Spätestens mit der Veröffentlichung von ChatGPT im November 2022 erreichte das Thema auch die breite Bevölkerung.
Das Large-Language-Model, das einfache Texte verfassen und Konversationen führen kann, wurde als “Artifical Intelligence” vermarktet. Auch, wenn dieser Begriff streng genommen nicht zutreffend ist (es handelt sich nicht um Intelligenz im eigentlichen Sinne, sondern Textgenerierung auf Wahrscheinlichkeitsbasis), hat er sich längst etabliert.
Die Programme der verschiedenen Anbieter erfreuen sich heute größter Beliebtheit und ersetzen zum Beispiel immer öfter Suchanfragen bei Google und Co. Zahllose neue Funktionen kamen seither hinzu: Die KI-Tools können heute Musik komponieren (und in Echtzeit abspielen), Bilder gestalten oder Videos mit echt aussehenden Menschen erstellen.
Unternehmen, Entwickler oder Wissenschaftler profitieren hingegen vor allem von der Fähigkeit der Programme, große Datenmengen in Sekundenschnelle auszuwerten und Zusammenhänge zu erkennen. Sie können Prozesse automatisieren und optimieren, was zu verbesserter Produktivität, höherem Output und geringeren Kosten führen kann. Besonders die Bereiche Marketing, Security, Wartung (Predictive Service), Produktentwicklung und -Weiterentwicklung, Supply Chain, HR und die Kundenbetreuung profitieren stark.
So hat Artifical Intelligence ihren Weg heute bereits in unterschiedlichste Softwareanwendungen gefunden. Verschiedene Apps auf unseren Smartphones, der Autopilot unseres Autos oder die Heizungsanlage in unserer Wohnung nutzen die Programme bereits mit großem Erfolg.
Der Markt mit künstlicher Intelligenz wächst rasant: Der Jahresgewinne der Branche soll 2024 bereits knapp 100 Milliarden USD erreichen. Das Wachstum entspricht dabei 36,6 Prozent pro Jahr.

Funktionsweise
Künstliche Intelligenz ist im Kontext der aktuellen technologischen Entwicklungen ein etwas irreführender Begriff. Streng genommen wird damit die Fähigkeit eines Systems bezeichnet, die Prozesse zu Verständnis, Problemlösung, Abstraktion etc. des menschlichen Gehirns nachzubilden.
Diese menschlichen Denkmuster sind bei den Programmen jedoch nicht gegeben - teilweise sind sie nicht einmal das Ziel. Stattdessen wird in der Regel die Lösung einer einzelnen, eingegrenzten Aufgabe angestrebt, und diese später zu einem breiteren Tätigkeitsfeld kombiniert. Dies gelingt überwiegend durch “maschinelles Lernen”, einer Teildisziplin des KI-Bereichs.
Große Datenmengen werden dabei aufbereitet und den Programmen präsentiert. Durch diese Daten kann die Software erlernen, einfache Aufgaben auszuführen. Je mehr Datensätze zur Verfügung stehen, desto zuverlässiger und besser gelingt diese Durchführung, bis schließlich sogar ein gewisses Level von Abstraktion möglich ist.
So könnte man etwa ein neuronales Netzwerk (ein besonders leistungsfähiges Softwaremodell, das nach den Gehirnzellen von Tieren modelliert wurde) dazu anlernen, menschliche Hände in Bildern zu erkennen. Zunächst stellt man dem Programm Tausende von Bildern vor, in denen Hände bereits korrekt markiert wurden.
Im zweiten Schritt wird die AI aufgefordert, selbstständig Hände in neuen, unbekannten Bildern zu markieren. Die Ergebnisse werden kontrolliert (entweder durch Menschen oder eine andere AI) und Feedback zurückgegeben. Durch die Wiederholung mit immer mehr Bildern verbessert sich die Treffergenauigkeit stetig.
Wurde die Software mit genügend Datensätzen trainiert, kann sie durchaus auch weniger deutliche Darstellungen verstehen. Sie erkennt dann zum Beispiel Hände in abstrakten Kunstwerken oder der Natur. Auch eine Unterscheidung zwischen “echten Händen” und Animationen oder andere, weiterführenden Aufgaben, wären dann möglich.
Einschränkungen und Probleme
Künstliche Intelligenz besitzt ein gewaltiges Potenzial und könnte nahezu jeden Lebensbereich dramatisch verändern - eine Tatsache, die sich unter anderem an den Kursen der KI Aktien zeigt! Die praktische Anwendung ist jedoch meist deutlich schwieriger.
Firmen profitieren heute schon von prozessualen Verbesserungen. Die Programme können vor allem repetitive Vorgänge enorm beschleunigen, Fehler erkennen oder durch automatisierte Vorschläge die Arbeitsabläufe verbessern. Die befürchtete Entlassungswelle blieb bisher jedoch noch aus.
Grund sind die ebenfalls erheblichen Probleme, mit denen die AI-Lösungen behaftet sind. Sie gelten als fehleranfällig und können, bedingt durch den Lerneffekt, auch falsches Verhalten übernehmen und so Qualität einbüßen. Eine menschliche Überwachung wird daher weiterhin als notwendig erachtet.
Nutzer von ChatGPT oder den hauseigenen KI von Google oder Facebook sind mit diesem Problem vertraut: Die Anwendungen liefern immer noch häufig falsche Antworten, die in der Vergangenheit erhebliche Schäden bei leichtgläubigen Usern verursacht haben.
Etwa ein Viertel aller Befragten aus der Geschäftswelt gab in einer Erhebung an, dass ihr Unternehmen bereits unter den negativen Folgen des AI-Einsatzes litt. Die häufigsten genannten Probleme sind dabei Ungenauigkeiten, Sicherheitsprobleme, die nicht Erklärbarkeit der Ergebnisse und die Verletzung geistigen Eigentums.

Generative Programme, die Texte, Bilder oder Musik erstellen, leiden zudem unter einem Mangel an Datensätzen. Um ChatGPT und ähnliche Anwendungen anzulernen, wurden zum Beispiel bereits sämtliche bekannten Texte aus dem Internet herangezogen. Ein “weiteres Internet” steht nicht zur Verfügung, sodass auch das Training zum Stillstand kommt.
Der einzig verbleibende Input stammt daher heute von anderen KIs. Textgeneratoren lernen anhand von Texten anderer Textgeneratoren, Bildgeneratoren lernen anhand von Bildern anderer Bildgeneratoren usw. In der Folge schleifen sich Fehler und Probleme tiefer ein und die gesamte Qualität sinkt. Fachleute sprechen in diesem Zusammenhang von einer “Habsburg-AI”.
Kaum ein Experte würde den Programmen das riesige Potenzial absprechen; der aktuelle, wirtschaftliche Nutzen ist jedoch begrenzt. In Kombination mit den dramatischen Höhenflügen der KI Aktien werden Rufe laut, es handele sich um eine neue Dotcom-Blase. Ähnlich der Internetaktien der frühen 2000er Jahre würden Wertpapiere, die nur entfernt mit AI zu tun haben, heute dramatisch überbewertet.
Dem ist entgegenzuhalten, dass viele der wichtigsten Marktteilnehmer - etwa Microsoft, Google oder Nvidia - auch ganz ohne künstliche Intelligenz über lukrative Geschäftsmodelle verfügen und rentabel agieren. Ein großer Unterschied zu den Dotcom-Aktien, die oft weder Gewinne noch Umsätze vorweisen konnten. Dennoch bleibt ein gewisses Risiko, dass einige KI Aktien dramatisch überbewertet sein könnten.
Die wichtigsten KI Aktien
Am lukrativen Bereich künstliche Intelligenz teilzuhaben, ist naheliegend - immerhin warten erhebliche Wachstumsraten auf die Investoren. Die wohl simpelste Möglichkeit bieten KI Aktien. Die Wertpapiere von Unternehmen, die in diesem Feld aktiv sind, versprechen attraktive Gewinne.
Dabei sind grob drei Tätigkeitsfelder zu unterscheiden: Firmen können die benötigte Hardware für den AI-Boom bereitstellen (Beispiel: Nvidia), AI-Software anbieten (Beispiel: ChatGPT von OpenAI) oder stark vom AI-Einsatz profitieren (Beispiel: Adobe Grafikprogramme nutzen AI sehr erfolgreich, der Empfehlungsalgorithmus von Netflix …). Alle drei Kategorien sind potenziell äußerst gewinnbringend und können für ein lohnendes Investment sorgen.
Wir wollen im Folgenden einige der wichtigsten KI Aktien vorstellen. Bitte beachten Sie, dass es sich dabei nicht um eine Anlageempfehlung handelt! Wir empfehlen weder den Kauf konkreter Titel, noch raten wir davon ab.
Zunächst lohnt sich der Überblick der wichtigsten KI Aktien nach Marktkapitalisierung:
| Unternehmen | Symbol | Land | Marktkapitalisierung |
|---|---|---|---|
| Microsoft Corporation | MSFT | USA | 3.000 Mrd. USD |
| NVDIA Corporation | NVDA | USA | 2.696 Mrd. USD |
| Alphabet Inc Class A | GOOGL | USA | 2.140 Mrd. USD |
| Amazon.com Inc | AMZN | USA | 1.836 Mrd. USD |
| Oracle Corporation | ORCL.US | USA | 322 Mrd. USD |
| International Business Machines | IBM | USA | 151 Mrd. USD |
| Micron Technology Inc | MU | USA | 138 Mrd. USD |
| Baidu Inc | BIDU | Börse: USA / Hauptsitz: China | 34 Mrd. USD |
| DocuSign Inc | DOCU | USA | 11 Mrd. USD |
| C3 Ai Inc | AI | USA | 3,6 Mrd. USD |
MICROSOFT
- Unternehmen: Micron Technology, Inc
- Symbol (TWS): MSFT
- ISIN: US5949181045
- Börse: Nasdaq
- Land: USA
- Währung: USD
- Marktkapitalisierung: 3.000 Mrd. USD
- Umsatz (TTM) in USD: 211 Mrd.
Microsoft benötigt als globales Technologieunternehmen und eine der wertvollsten Firmen der Welt wohl kaum eine gesonderte Vorstellung. Neben seinem reichhaltigen Softwarenangebot hat das US-Unternehmen in den letzten Jahren aber auch erheblich in künstliche Intelligenz investiert und sich zu einer der führenden KI Aktien gewandelt.
Dies zeigt sich unter anderem in der Partnerschaft mit OpenAI, dem Betreiber der ChatGPT-Anwendung. Der Textgenerator kommt heute in vielen Microsoft-Produkten, etwa der Suchmaschine Bing, zum Einsatz. Im professionellen Bereich nutzt man AI, um Kunden die Erstellung eigener KI-tools zu ermöglichen oder für automatisierte Dokumentation, zum Beispiel im Gesundheitswesen.
In 2023 konnte Microsoft seine Umsätze um 6,88 Prozent auf 211 Milliarden US-Dollar steigern. Der Gewinn sank jedoch gleichzeitig um 0,5 Prozent und betrug 72 Milliarden US-Dollar. Dennoch sehen die meisten Analysten keine Gefahr: Die Meinung ist überwiegend sehr positiv, und trotz der bereits sehr hohen Bewertung werden weitere Zugewinne erwartet.
Im Gegensatz zu einigen anderen KI Aktien ist Microsoft keineswegs auf AI angewiesen. Man verfügt über eine solide finanzielle Grundlage und eine extrem breite Nutzerbasis, die durch Angebote wie Microsoft 365 sogar regelmäßige Einnahmen generiert. Dieser Umstand, in Verbindung mit der gewaltigen Größe, macht das Unternehmen zu einer vergleichsweise sicheren Wahl für ein Investment.
NVIDIA
- Unternehmen: NVIDIA Corporation
- Symbol (TWS): NVDA
- ISIN: US67066G1040
- Börse: Nasdaq
- Land: USA
- Währung: USD
- Marktkapitalisierung: 2.696 Mrd. USD
- Umsatz (TTM) in USD: 62 Mrd.
Nvidia ist der führende Chiphersteller und damit eine treibende Kraft des KI-Booms. Die Hochleistungs-Halbleiter finden sich heute in fast allen High-End Computern, Spielekonsolen und mehr. Neben künstlicher Intelligenz wird die enorme Rechenleistung auch für das Mining von Kryptowährungen und Anwendungen in der Datenverarbeitung benötigt.
Obwohl das Unternehmen sich wie kaum ein zweites auf den AI-Trend konzentriert, bleibt also eine breite Kundenbasis und lukrative Produktpalette. Diese Strategie hat die Gewinne des Unternehmens in 2023 auf rund 30 Milliarden US-Dollar anwachsen lassen. Ein Zugewinn von unglaublichen 581 Prozent gegenüber dem Vorjahr!
Das spiegelt sich auch in den Kursen wider: in den letzten fünf Jahren stieg der Preis der Wertpapiere auf das mehr als 30-Fache! (von rund 33 Euro in 2019 auf über 1.130 Euro zum Verfassungszeitpunkt)
Viele Anleger hatten rechtzeitig in die attraktive KI Aktie investiert und haben bereits erhebliche Profite erzielte. Ein weiteres Wachstum wird von vielen Analysten vorhergesagt. Die sehr hohe Bewertung sehen sie dabei kaum als Warnsignal: Dank gesundem Geschäftsmodell und hervorragender Marktposition scheinen weitere Zugewinne mehr als wahrscheinlich.
Die zukünftige Entwicklung ist jedoch eng an den Erfolg von AI im Allgemeinen gekoppelt. Sollten zum Beispiel neue Gesetze den Diebstahl geistigen Eigentums beim Training der Programme untersagen oder die Qualität generativer AIs stagnieren, sind auch Kurseinbrüche möglich.
IBM
- Unternehmen: International Business Machines Corporation
- Symbol (TWS): IBM
- ISIN: US4592001014
- Börse: New York Stock Exchange
- Land: USA
- Währung: USD
- Marktkapitalisierung: 151 Mrd. USD
- Umsatz (TTM) in USD: 60,59 Mrd.
IBM galt lange Zeit als eines der wichtigsten Technologieunternehmen, geriet aber Jahr für Jahr immer weiter ins Hintertreffen. 2023 konnte man die Gewinne jedoch wieder um satte 357 Prozent auf 7,5 Milliarden US-Dollar steigern - unter anderem durch die Tätigkeit im AI-Sektor.
Die Unternehmensstrategie umfasst vor allem Cloud-Anwendungen und Datenverarbeitung und damit zwei Bereiche, die besonders von künstlicher Intelligenz profitieren. Im Fokus stehen zudem AI im Gesundheits- und Finanzwesen. IBM ist unter den KI Aktien also eher auf Geschäftskunden fokussiert
Auch bei der Zukunftstechnologie der Quantencomputer ist man stark an der Forschung beteiligt. Die Analysten sehen die Chancen des Unternehmens sehr positiv. Insbesondere die gute Position innerhalb des AI-Feldes weckt Interesse. In den Kursen hat sich diese Erwartung aber bisher noch kaum widergespiegelt.
DOCUSIGN
- Unternehmen: DocuSign, Inc
- Symbol (TWS): DOCU
- ISIN: US2561631068
- Börse: Nasdaq
- Land: USA
- Währung: USD
- Marktkapitalisierung: 11 Mrd. USD
- Umsatz (TTM) in USD: 2,76 Mrd.
Mit DocuSign stellen wir ein AI-Unternehmen mit sehr fokussiertem Produktangebot vor: Kerngeschäft ist die digitale Signatur, die das Handling von Unterlagen stark vereinfacht. Die KI-gestützte Analyse von Verträgen, um Risiken und ungünstige Formulierungen zu entdecken, gehört seit der Übernahme von “Seal Software” 2020 ebenfalls dazu. Dadurch können Juristen entsprechende Dokumente deutlich schneller und besser analysieren oder erstellen.
Das Konzept scheint aufzugehen: 2023 agierte das Unternehmen erstmals seit Jahren rentabel und erzielte einen Gewinn von rund 32 Millionen US-Dollar. Die Kurse blieben davon allerdings weitgehend unbeeindruckt und dümpeln seit rund 2 Jahren bei knapp 50 US-Dollar herum.
Grund könnte unter anderem die starke Konkurrenz von Adobe oder Dropbox sein. Es ist unklar, ob sich DocuSign hier durchsetzen kann. Somit stellt diese KI Aktie ein eher größeres Risiko dar. Dies spiegelt sich auch in der Meinung der Mehrzahl der Analysten wider.
C3.AI
- Unternehmen: C3 Ai Inc
- Symbol (TWS): AI
- ISIN: US12468P1049
- Börse: NYSE
- Land: USA
- Währung: USD
- Marktkapitalisierung: 3,6 Mrd. USD
- Umsatz (TTM) in USD: 0,27 Mrd.
Anders, als die bisher erwähnten Technologiegiganten, ist C3.ai ein Unternehmen, dass sich ausschließlich auf künstliche Intelligenz spezialisiert hat. Das Angebot umfasst die Entwicklung und Implementation von AI-Lösungen für Kunden. Mögliche Anwendungsfelder sind zum Beispiel die Softwareentwicklung (die KI-Programme können den Entwicklungsprozess beschleunigen) oder Predictive Service (die US-Luftwaffe nutzt C3, um Wartungsbedarf bei Flugzeugen akkurat vorherzusagen).
Bisher wird dieses Feld der End-to-End-KI-Entwicklung von keinem anderen Anbieter ernsthaft bedient, sodass C3 über eine sehr gute Marktposition verfügt. Leider hat sich diese Position bisher nicht in Gewinne transferieren lassen: In 2023 verlor das Unternehmen 268 Millionen US-Dollar; ein Anstieg um 40 Prozent zum Vorjahr. Auch die Kurse der KI Aktien bewegen sich kaum.
Einstieg in KI Aktien trotz hoher Preise?
Viele der Unternehmen im Bereich künstliche Intelligenz erzielen sehr hohe Preise an der Börse. Trotz der guten Zukunftsaussichten der Branche fällt es da vielen Investoren schwer, zuzuschlagen - die Gefahr, eine überbewertete Aktie zu kaufen, ist sehr groß. Im schlimmsten Fall könnten die Kurse direkt nach dem Einkauf korrigieren und stark absinken.
Doch es ist durchaus möglich, profitabel in derart teure Unternehmen zu investieren! Eine beliebte Methode ist es, Cash Secured Put Optionen einzusetzen. Optionen handeln gilt generell als riskante, aber auch lukrative Trading-Form. Bei einem Cash Secured Put ist die Gefahr allerdings eher gering - sofern er korrekt ausgeführt wurde.
Die Vorgehensweise ist simpel: Sie verkaufen eine Put Option auf eine der KI Aktien (oder andere Titel), die sie gerne erwerben möchten. Dadurch verpflichten Sie sich, 100 Wertpapiere zum vereinbarten Preis zu kaufen, wenn die Gegenpartei dies wünscht. Den Kaufpreis setzen Sie dabei unter dem aktuellen Kurs, zu Ihrem persönlichen Wunschpreis für die Aktie, fest.
Sollte der Kurs tatsächlich auf diesen Wert oder noch tiefer absinken, wird die Gegenpartei die Ausübung verlangen. Sie müssen die 100 KI Aktien nun zu diesem Preis kaufen und haben Sie anschließend in Ihrem Depot. Der Clou: Als Options-Verkäufer (“Stillhalter”) erhalten Sie eine Prämie, die Sie in jedem Fall behalten dürfen!
Bleibt der Preis hingegen stabil oder steigt sogar noch, wird die Gegenseite die Durchführung nicht verlangen. Die Option verfällt wertlos und Sie erhalten keine Aktien, dürfen die Prämie jedoch ebenfalls behalten und als Gewinn verbuchen. Dieser Vorgang lässt sich beliebig oft wiederholen - so lange, bis die Option zur Ausübung kommt und der Kauf vollzogen wird.
Es gibt also zwei Szenarien:
- Die Option wird ausgeübt. Sie erhalten die Aktien zu ihrem Wunschpreis und dürfen die Prämie als Gewinn verbuchen.
- Die Option wird nicht ausgeübt. Sie erhalten keine Aktien, dürfen aber die Prämie als Gewinn verbuchen und können den Vorgang erneut wiederholen.

Die Nachteile dieser Strategie sind zum einen der hohe Kapitalaufwand, da eine Option immer 100 Wertpapiere umfasst. Je nach Preis sind also erhebliche Summen erforderlich. Dieses Geld sollten Sie in Cash vorrätig halten, um im Falle der Ausübung den Kauf abschließen zu können (daher der Name “Cash Secured Put” - eine Put Option, die durch Cash abgesichert ist).
Ein weiterer Nachteil zeigt sich, wenn die Kurse eines Unternehmens einbrechen. Im hart umkämpften Feld der KI Aktien ist dies keine Seltenheit! Die Gegenpartei wird die Ausübung der Option verlangen und Sie erwerben Wertpapiere zu einem hohen Preis - je nachdem, wie tief der Fall war, können Sie dabei ein sehr schlechtes Geschäft machen!
Daher sollten Sie Cash Secured Puts nur für Wertpapiere einsetzen, von deren langfristigen Zukunftschancen Sie überzeugt sind. Handelt es sich um ein Qualitätsunternehmen mit attraktiver Produktpalette und guter Marktposition, ist ein vorübergehender Rücksetzer kein Problem.
Ein zusätzliches Problem kann der Zugang zum Optionsmarkt bilden. Nur eine sehr kleine Anzahl von Brokern wie CapTrader, die auch für professionelle Investoren und Trader geeignet sind, haben Optionen im Produktsortiment.
Das kann CapTrader:
Als einer der wenigen Broker auf dem deutschsprachigen Markt bietet Ihnen CapTrader die Möglichkeit, Optionen zu handeln. Mit Preisen ab 2,00 € pro Option und der Unterstützung unseres preisgekrönten Kundendienstes ermöglichen wir Ihnen so den einfachen und günstigen Zugang zu dieser lukrativen Assetklasse!
Erwarten Sie hingegen, dass einige KI Aktien am hart umkämpften Markt nicht bestehen, können Sie auch von deren Kursverlusten profitieren. Die einfachste Variante ist der Einsatz eines Leeverkaufs. Eine solche Position, die hochwertige Broker Ihnen bieten, nimmt an Wert zu, wenn der Aktienkurs sinkt.
Geht die Wette auf und der Preis des Unternehmens nimmt ab, können Sie attraktive Gewinne erzielen. Natürlich besteht auch das übliche Risiko eines Misserfolgs!
Das kann CapTrader:
Bei CapTrader finden Sie verschiedene Produkte, durch die Sie von fallenden Kursen profitieren. Der Leerverkauf ist eine besonders einfache Möglichkeit, die Sie - neben CapTrader - aber bei wenigen Brokern erhalten.
Eine dritte Variante für den günstigen Einkauf stellt der Aktien-Sparplan dar. Es handelt sich um einen automatisierten Kauf, der in regelmäßigen Abständen und zu einem festgelegten Betrag ausgeführt wird. So könnten Sie zum Beispiel eine attraktive Aktie aus dem Bereich künstliche Intelligenz immer am Ersten eines Monats für 500 Euro einkaufen.
Durch die wiederkehrenden Käufe erwischen Sie manchmal einen sehr günstigen Kurs und erhalten dann mehr Anteile für den Betrag von 500 Euro. In anderen Monaten sind die Preise recht hoch und Sie erwerben weniger Anteile. Insgesamt ergibt sich so über längere Sicht ein sehr guter Durchschnittspreis (Cost Average Effekt), der einen einmaligen Kauf deutlich überbieten kann!
Der größte Nachteil ist jedoch der vergleichsweise lange Zeitraum: Sie erhalten die Aktien nur Stück für Stück. Sollten Sie einen baldigen, schnellen Kursanstieg erwarten, könnten Sie diesen durch den Einsatz eines Sparplans zumindest teilweise verpassen.
Das kann CapTrader:
CapTrader bietet Ihnen zahlreiche Aktien und ETFs als flexible Sparpläne an. Sie ergänzen das gewaltige Angebot von über 1,2 Millionen Wertpapieren, sodass bei der Auswahl der passenden Assets keine Wünsche offen bleiben!
Fazit: KI Aktien versprechen weitere Gewinne
Künstliche Intelligenz hat in den letzten Jahren unser Privatleben und die Wirtschaft durcheinander gewirbelt. Die Programme werden anhand großer Datenmengen “trainiert” und können anschließend eigenständig Aufgaben lösen. Besonders die Erstellung von Texten, Bildern, Videos, Musik und Co. durch AI erfreut sich größter Beliebtheit.
Im Geschäftsumfeld sind vor allem die Möglichkeiten zur Vorhersage, Datenverarbeitung/Analyse und Kundenkommunikation bedeutsam. Firmen, die den aktuellen KI Trend nutzen oder die nötige Hardware liefern, konnten zuletzt überwiegend starke Zugewinne verzeihen. Die Mehrzahl der Analysten und Experten erwartet eine Fortsetzung dieser Kursrallye.
Der Kauf von KI-Aktien, also Unternehmen, die direkt oder indirekt von Artifical Intelligence profitieren, ist besonders naheliegend. Hier stehen sehr unterschiedliche Titel zur Verfügung: Firmen wie Nvidia, die den Trend maßgeblich mitgestalten, scheinen besonders lohnend zu sein.
Doch der Preis ist bei vielen Titeln bereits recht hoch und schreckt Anleger ab. Teilweise wird sogar eine Blasenbildung unterstellt und angenommen, dass künstliche Intelligenz die in sie gesetzten Erwartungen (zumindest kurzfristig) nicht erfüllen kann. Der Kauf von KI Aktien ist also kein risikofreies Investment!
Es handelt sich zudem um einen hart umkämpften Markt, an dem einzelne Unternehmen schnell ins Hintertreffen geraten könnten. Möchten Sie in scheinbar überbewertete Wertpapiere investieren, stehen verschiedene “Tricks” zur Verfügung: Sie können zum Beispiel durch Cash Secured Puts darauf warten, dass die Aktien Ihren Wunschpreis erreichen. Für die Wartezeit werden Sie sogar noch finanziell belohnt!
Alternativ kann ein Sparplan dabei helfen, KI Aktien für einen günstigeren Preis zu erwerben. Sie müssen dafür allerdings mehr Zeit einplanen, da die Einkäufe nur stückweise erfolgen. Auch eine Spekulation auf fallende Kurse durch einen Leerverkauf ist möglich.






