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DAX Wochenausblick: Nahostrisiken wieder im Fokus – Spannung vor Fed-Mitschriften

Nach der Rekordjagd kehrt die Erkenntnis zurück, dass geopolitische Risiken jederzeit wieder zum dominierenden Marktthema werden können. Zwischen Nahostrisiken und Inflationssorgen ringt der Markt um eine klare Orientierung. Auch wenn sich die Börse an das permanente Krisenrauschen aus Drohkulisse und Diplomatie gewöhnt hat, sind die jüngsten Energiepreisspitzen Anlegern ein Dorn im Auge. Diese nähren die…
Timo Emden in einem dunklen Anzug und mit Krawatte posiert vor einem schlichten grauen Hintergrund und blickt mit neutralem Blick in die Kamera.
Timo Emden
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18.08.2026, 15:24 Uhr
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Zuletzt aktualisiert am 28.08.2026, 13:43 Uhr
Ein geschäftiger Handelssaal mit Menschen, die an Computerstationen arbeiten, und großen elektronischen Börsentafeln, die über dem Kopf Daten anzeigen, darunter die neuesten Zahlen für den DAX-Wochenausblick.

Nach der Rekordjagd kehrt die Erkenntnis zurück, dass geopolitische Risiken jederzeit wieder zum dominierenden Marktthema werden können. Zwischen Nahostrisiken und Inflationssorgen ringt der Markt um eine klare Orientierung. Auch wenn sich die Börse an das permanente Krisenrauschen aus Drohkulisse und Diplomatie gewöhnt hat, sind die jüngsten Energiepreisspitzen Anlegern ein Dorn im Auge. Diese nähren die Sorge, dass die Teuerung erneut an Schwung gewinnen und den Notenbanken zusätzlichen Handlungsdruck bescheren könnte. Auf der einen Seite locken zwar weitere Rekordstände, andererseits bleibt der Griff an den Kassenhebel angesichts fulminanter Kurshöhen verlockend. Dass Investoren in diesem Zusammenhang erneut tief durchatmen und sämtliche Fakten sortieren, dürfte nicht allzu überraschend kommen.
Im Fokus der Anleger stehen aus Sicht des Wirtschaftskalenders am Mittwoch insbesondere die Mitschriften der jüngsten Fed-Notenbanksitzung (Fed Minutes). Auch am Freitag könnte es mit verschiedenen Einkaufsmanagern wichtige Impulse geben.

DAX

Geopolitische Risiken im Nahen Osten flammen wieder auf

Die geopolitischen Risiken im Nahen Osten haben Anleger am deutschen Aktienmarkt wieder eingeholt. Nach den Worten von Trump streben die USA keine Verlängerung der Vereinbarung über die Waffenruhe mit dem Iran an. Der 17. August wäre der Stichtag gewesen, bis der Iran als auch die USA ein finales Friedensabkommen hätten erzielen sollen. Am 17. Juni wurde dafür ein Papier unterzeichnet, welches eine Frist von 60 Tagen dafür vorsah.

Trump droht dem Oman mit Militärschlag

US-Präsident Donald Trump hatte dem Oman zudem jüngst mit einem Militärschlag gedroht. „Wenn Oman uns in die Quere kommt, werden wir sie in Grund und Boden bombardieren“, so Trump gegenüber dem US-Sender Fox News. Der Oman gilt nicht als aktive Kriegspartei. Allerdings gebe es derzeit Verhandlungen mit dem Iran über die Regeln in der Straße von Hormus.

Einkaufsmanager (S&P Global) dies- und jenseits des Atlantiks am Freitag im Blick

Erste Schätzungen zu den Einkaufsmanagern aus dem Hause S&P Global für die Sektoren des „verarbeitenden Gewerbes“, „Dienstleistung“ und „Gesamt“ werden für 09:30 Uhr erwartet. Die Pendants für die Eurozone (11:00 Uhr) und die USA (15:45 Uhr) könnten ebenfalls wichtige Impulse senden.

US-Berichtssaison: Quartalsergebnisse von Unternehmen aus den zweiten und dritten Reihen könnten auch hierzulande für Impulse sorgen

In der mittlerweile auslaufenden Berichtssaison könnte es jenseits des Atlantiks allerdings noch spannende Impulse geben. Am Donnerstag werden die Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsquartals von Alibaba (ISIN: US01609W1027), Deere & Co (ISIN: US2441991054) und Walmart (ISIN:US9311421039) erwartet. Letztere Zahlen dürfte nicht zuletzt Impulse in Bezug auf den Einzelhandelssektor geben.

Rechtlicher Hinweis

Dieser Beitrag dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung und keine Anlageempfehlung im Sinne des §85 WpHG dar. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Timo Emden

Chefmarktanalyst
CapTrader
Timo Emden analysiert seit über zehn Jahren die internationalen Kapitalmärkte und ordnet für CapTrader täglich die Entwicklungen an Aktien-, Renten- und Rohstoffmärkten ein.
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