Die psychologisch wichtige 30.000-Punkte-Marke befindet sich weiterhin in Schlagdistanz. Nach Veröffentlichung neuer US-Inflationsdaten könnten die geldpolitischen Sorgen etwas an Dynamik verloren haben. Zugleich verfolgen Anleger weiterhin aufmerksam die geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten. Zudem könnte weiterhin unter Marktteilnehmern die subtile Angst mitschwingen eine mögliche Rallye verpassen zu können. Auch wenn der Markt der Drohkulisse zwischen Washington und Teheran weiterhin die Stirn bietet und an potenzielle Risiken und Nebenwirkungen derzeit keinen Gedanken verschwendet, schwebt der Iran-Krieg nach wie vor wie ein klassisches Damoklesschwert über den Köpfen der Anleger. Auch in der zweiten Wochenhälfte könnte es noch mit verschiedenen Konjunkturdaten wichtige Impulse geben. Für Gesprächsstoff sorgen zudem die Aktien des KI-Chipherstellers NVIDIA (ISIN: US67066G1040).
NASDAQ 100 Index
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„Fed-Watch-Tool“ signalisiert Chance von rund 64 Prozent für Zinspause auf September-Sitzung
Laut Angaben des „Fed-Watch-Tools“ rechnen Anleger derzeit mit einer Chance von 63,9 Prozent, dass es auf der nächsten Fed-Notenbanksitzung am 16. September zu einer Zinspause kommt. Dagegen stehen 36,1 Prozent Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung in Summe eines Viertelprozentpunkts. Das Zinsband selbst liegt derzeit bei einer Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent.
US-Inflation mit 3,4 Prozent so hoch wie erwartet
Wie aus den am Mittwoch veröffentlichten Daten des US-Arbeitsministeriums hervorging, lag die US-Teuerung im Juli bei 3,4 Prozent und damit so hoch wie im Vorfeld erwartet, nach 3,5 Prozent im Juni.
Gegenüber dem Vormonat kletterte die Teuerung um 0,1 Prozent, nach -0,4 Prozent im Juni.
Zu Beginn des Monats waren die US-Arbeitsmarktdaten (Non-Farm Payrolls) deutlich schlechter ausgefallen als gedacht. So sackte die Beschäftigtenzahl um 23.000 Einheiten ab, nachdem im Vorfeld Volkswirte im Mittel mit einem Plus von 80.000 Einheiten gerechnet hatten. Das Jobplus aus den beiden Vormonaten wurde zugleich um 103.000 Stellen nach unten korrigiert. Zudem fielen auch die durchschnittlichen Stundenlöhne mit 0,1 Prozent geringer aus als im Vorfeld gedacht (0,3 Prozent).
Angesichts der jüngsten Daten in puncto Arbeitsmarkt und Inflation könnte die geldpolitische Gemengelage weiterhin ein unterstützendes Marktumfeld liefern.
NVIDIA will über 500 Milliarden US-Dollar Fremdkapital von Dritten für Ausbau von KI-Infrastruktur einsammeln
Die jüngste Ankündigung durch Nvidia-Chef Jensen Huang hat zu Wochenbeginn für Aufsehen gesorgt. Geplant ist eine unabhängige Finanzierungsplattform für den Ausbau von KI-Rechenzentren aufzubauen. So sollen in den kommenden Jahren über 500 Milliarden US-Dollar an Fremdkapital von Dritten eingesammelt werden. Nvidia habe Absichtserklärungen mit Apollo, BlackRock, Blackstone, Brookfield, Goldman Sachs und KKR unterzeichnet. So habe der Konzern die Option, bis zu 125 Milliarden Dollar oder 25 der möglichen Geschäfte abzusichern, hieß es laut Jensen Huang, CEO des Unternehmens.
„Diese Finanzierungsplattformen werden den Kunden helfen, in großem Umfang auf knappe Rechenleistung zuzugreifen und die KI-Fabriken zu bauen, die in der Ära der KI jede Branche und jedes Land antreiben werden“, so Huang. Finanzielle Details oder auch ein Zeitplan wurden nicht genannt.
Spannend dürften auch die Quartalszahlen des abgelaufenen Geschäftsquartals von Nvidia sein, welche für Mittwoch, den 26. August 2026 erwartet werden.
Nvidia Aktie auf Monatsbasis
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Ausblick: Erzeugerpreise, Einzelhandelsumsätze und Verbrauchervertrauen im Blick
Im weiteren Wochenverlauf standen zudem heute Nachmittag die US-Erzeugerpreise im Blickpunkt, die mit 0,0 Prozent im Vergleich zum Vormonat auf der Stelle traten. Erwartet wurde im Vorfeld ein Anstieg gegenüber dem Juni um 0,2 Prozent, nachdem die Preise im Vergleichszeitraum noch um 0,3 Prozent zurückgegangen waren.
Am Freitag stehen etwa noch die US-Einzelhandelsumsätze als auch vorläufige Daten zum Verbrauchervertrauen (14:30 Uhr) aus dem Hause Uni Michigan auf der Agenda (16:00 Uhr).




