Ihr Broker für den weltweiten Handel

DAX Wochenausblick: US-Inflationsdaten voraus – Iran-Konflikt und Straße von Hormus im Fokus

Anleger fiebern der nächsten Rekordmarke entgegen. Der Markt hat die Nahostkrise zwar nicht vergessen, jedoch gelernt, mit ihr besser umzugehen. Die Gelassenheit der Marktteilnehmer sollte allerdings nicht mit Entwarnung verwechselt werden. Auch wenn die Börsen inzwischen eine gewisse Resilienz gegenüber dem permanenten Krisenrauschen im Nahen Osten entwickelt haben, bleibt vor allem die Straße von Hormus…
Timo Emden in einem dunklen Anzug und mit Krawatte posiert vor einem schlichten grauen Hintergrund und blickt mit neutralem Blick in die Kamera.
Timo Emden
·
11.08.2026, 12:13 Uhr
·
Zuletzt aktualisiert am 28.08.2026, 13:43 Uhr
Ein geschäftiger Handelssaal mit Menschen, die an Computerstationen arbeiten, und großen elektronischen Börsentafeln, die über dem Kopf Daten anzeigen, darunter die neuesten Zahlen für den DAX-Wochenausblick.

Anleger fiebern der nächsten Rekordmarke entgegen. Der Markt hat die Nahostkrise zwar nicht vergessen, jedoch gelernt, mit ihr besser umzugehen. Die Gelassenheit der Marktteilnehmer sollte allerdings nicht mit Entwarnung verwechselt werden. Auch wenn die Börsen inzwischen eine gewisse Resilienz gegenüber dem permanenten Krisenrauschen im Nahen Osten entwickelt haben, bleibt vor allem die Straße von Hormus ein neuralgischer Punkt für die Finanzmärkte. Für Anleger ist es ein Drahtseilakt zwischen Friedensfantasie und geopolitischem Glatteis. Die jüngsten Energiepreisspitzen und die damit im Zusammenhang stehenden Inflationssorgen fungieren als Bremsklotz auf dem Weg zum Rekordhoch. Mit großer Spannung dürften Investoren nun der Veröffentlichung neuer US-Inflationsdaten zur Wochenmitte entgegenfiebern.

DAX

Quelle: TradingView

Iran-Konflikt als Unsicherheitsfaktor – Friedenshoffnungen zwischen Washington und Teheran dürften bestehen bleiben

Der Iran-Konflikt dürfte weiterhin eines der zentralen Gesprächsthemen am Markt bleiben. Laut US-Präsident Donald Trump sei die Straße von Hormus frei von Minen, zugleich würde sie von den USA kontrolliert werden. Der Iran hatte sich zu den Darstellungen allerdings nicht geäußert. Auf eine nachhaltige Diplomatie zwischen Washington und Teheran warten Marktteilnehmer nach wie vor vergeblich.

US-Inflation könnte etwas an Dynamik verlieren – Anleger hoffen auf geldpolitische Lockerungsfantasie

Im Blickpunkt stehen am Mittwoch insbesondere die US-Inflationsdaten, welche Anleger nach geldpolitischen Hinweisen abklopfen sollten. Ökonomen erwarten eine Teuerungsrate von 3,4 Prozent für den Monat Juli (im Vergleich zum Vorjahresmonat), nach 3,5 Prozent im Juni.
Die Kernrate der Teuerung, welche die Treiber Energie und Lebensmittel ausblendet, könnte Schätzungen zufolge bei 2,5 Prozent notieren und damit 0,1 Prozentpunkte tiefer als im Vormonat.

Laut „Fed-Watch-Tool“ der CME Group rechnen derzeit 48,1 Prozent der Marktteilnehmer mit einer Zinspause auf der Sitzung am 16. September und 51,9 Prozent mit einer Zinserhöhung in Summe eines Viertelprozentpunkts. Sollte die Teuerung geringer ausfallen als gedacht, könnte dies die Zinssorgen tendenziell lindern. Das Zinsband selbst liegt derzeit bei 3,50 bis 3,75 Prozent.

Weitere US-Konjunkturdaten im Blick: Zwischen Erzeugerpreise und Einzelhandelsumsätzen

Die US-Erzeugerpreise (14:30 Uhr) könnten am Donnerstag ebenfalls in Sachen Inflationsentwicklung von Bedeutung sein.

Den Freitag runden die Einzelhandelsumsätze (14:30 Uhr) als auch vorläufige Daten zum Verbrauchervertrauen aus dem Hause Uni Michigan (16:00 Uhr) ab.

Berichtssaison neigt sich auch hierzulande dem Ende zu – Zwischenzeitliche Impulse denkbar

In der laufenden Berichtssaison stehen heute die Zahlen des abgelaufenen Geschäftsquartals von Gea Group (ISIN: DE0006602006), am Mittwoch von E.ON (ISIN: DE000ENAG999), Hannover Rueck (ISIN: DE0008402215) nebst Brenntag (ISIN: DE000A1DAHH0) sowie am Donnerstag von RWE (ISIN: DE0007037129), Thyssenkrupp (ISIN: DE0007500001) und Hello Fresh (ISIN: DE000A161408) im Blickpunkt.

Rechtlicher Hinweis

Dieser Beitrag dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung und keine Anlageempfehlung im Sinne des §85 WpHG dar. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Timo Emden

Chefmarktanalyst
CapTrader
Timo Emden analysiert seit über zehn Jahren die internationalen Kapitalmärkte und ordnet für CapTrader täglich die Entwicklungen an Aktien-, Renten- und Rohstoffmärkten ein.
Alle Beiträge von Timo Emden

Das Depot für Ihre Bedürfnisse

Direkt loslegen

Über CapTrader stehen Ihnen vielfältige Kontotypen für Ihre individuellen Ansprüche zur Auswahl.
Einzel- oder Gemeinschaftsdepot
Familiendepot
Firmendepot
DEPOT ERÖFFNEN

Unverbindlich ausprobieren

Mit einem Demokonto gewinnen Sie einen Eindruck der Plattformen und testen das Trading von Aktien weltweit über CapTrader mit “Spielgeld”.
Keine Verbindlichkeit
Kostenfrei
Keine Frist
DEMOKONTO ERÖFFNEN

Weitere Research-Beiträge

Alle Research-Beiträge
E-Mail:

info@captrader.com

E-Mail schreiben

Telefon:

Hotline (Deutschland)
0800-8723370

Hotline (International)
00800-08723370

Weitere Kontaktmöglichkeiten