Die neue Handelswoche dürfte ganz im Zeichen der offiziellen US-Arbeitsmarktdaten stehen. Zugleich könnte neben der weiter an Fahrt aufnehmenden Berichtssaison jenseits des Atlantiks der Iran-Konflikt nach wie vor für Impulse sorgen. Die Hoffnung auf diplomatische Fortschritte zwischen Washington und Teheran könnte den Risikoappetit beflügeln.
Dow Jones Industrial Average Index

Anleger hoffen auf neue Gespräche zwischen den USA und dem Iran
US-Präsident Donald Trump hatte am Montag erklärt, dass die USA und der Iran heute neue Gespräche aufnehmen würden. „Was wir tun ist, wir sprechen mit ihnen in Form von Verhandlungen“, sagte der US-Präsident am Sonntag. Ob es zu einer nachhaltigen Entspannung im Iran-Konflikt kommt, bleibt offen. In den vergangenen Wochen hatte es zuletzt immer wieder nach vermeintlichen Entspannungssignale neue militärische Eskalationen gegeben.
Der Wirtschaftsdatenkalender sieht am Dienstag potenzielle Impulsgeber mit etwa mit den sogenannten „JOLTs“ (Job Openings for Labour and Turnover Survey) vor, welche für 16:00 Uhr erwartet werden.
ISM-Einkaufsmanager, Fed-Vertreter und NFPs als mögliche Taktgeber
Am Mittwoch rückt der ISM-Einkaufsmanagerindex für den Servicesektor in den Blickpunkt.
Einen ersten Vorgeschmack auf die US-Jobdaten könnten zudem am Nachmittag die ADP-Beschäftigungsdaten geben (14:15 Uhr).
Ebenfalls von Interesse dürften auch Reden verschiedener Fed-Vertreter sein, welche sich nach der US-Notenbanksitzung vom vergangenen Mittwoch äußern. Am Abend wird etwa eine Rede durch Lisa Cook (22:05 Uhr/Chicago) erwartet.
Der Donnerstag sieht für gewöhnlich zunächst die wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe vor (14:30 Uhr).
Alberto Musalem (Donnerstag/23:30 Uhr) vom Notenbankableger aus St. Louis sowie Thomas Barkin am Freitag (16:00 Uhr/Richmond) könnten ebenfalls geldpolitische Impulse liefern.
Am Freitag gilt es insbesondere die offiziellen US-Jobdaten nach geldpolitischen Hinweisen abzuklopfen (14:30 Uhr). Ökonomen erwarten ein Stellenplus in Höhe von 83.000 Einheiten, nachdem im Juni insgesamt 57.000 neue Jobs außerhalb der US-Landwirtschaft geschaffen worden sind.
Neben der separat ermittelten Arbeitslosenquote stehen die durchschnittlichen Stundenlöhne im Fokus, welche Inflationshinweise liefern könnten. Für Ersteres wird ein Anstieg in Höhe von 0,1 Prozentpunkten auf 4,3 Prozent erwartet.
US-Berichtssaison nimmt weiter an Tempo auf – Zahlreiche Unternehmen aus den zweiten und dritten Reihen legen Zahlen vor
In der laufenden Berichtssaison rücken am Dienstag die Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsquartals von McDonald’s (ISIN: US5801351017), Merck & Co (ISIN: US58933Y1055) sowie am Mittwoch von Walt Disney (ISIN: US2546871060), Etsy (ISIN: US29786A1060) und Eli Lilly (ISIN: US5324571083) and Co sowie am Donnerstag von Airbnb (ISIN: US0090661010) und am Freitag von Berkshire Hathaway (Class B) (ISIN: US0846707026 ) in den Blickpunkt.



