Der Iran-Konflikt dürfte auch nach Ostern womöglich die bestimmende Thematik am Markt bleiben. Einmal mehr im Fokus steht dabei die Straße von Hormus, die durch den Iran faktisch blockiert wird. Anleger hoffen nach wie vor auf einen zeitnahen Waffenstillstand bzw. Friedensgespräche und damit auf eine Öffnung der strategischen Meerenge, welche den Persischen Golf mit dem Golf von Oman verbindet.
Aus Sicht des Wirtschaftskalenders stehen neben der Veröffentlichung der Fed-Mitschriften insbesondere US-Inflationszahlen auf der Agenda.
Trump bekräftigt Drohungen gegen Kraftwerke und Brücken im Iran
US-Präsident Donald Trump hat seine Angriffsdrohungen gegen iranische Kraftwerke und Brücke bekräftigt.
„Wenn sie bis Dienstagabend nichts unternehmen, bleibt kein Kraftwerk und keine Brücke stehen“, so Trump gegenüber dem Wall Street Journal.
Die Frist laufe demnach bis Dienstagabend (20:00 Uhr US-Ostküstenzeit) bzw. Mittwoch 02:00 Uhr MESZ ab.
Spekulationen rund um eine mögliche Waffenruhe zwischen den beteiligten Konfliktparteien habe es zudem zu Wochenbeginn gegeben. So habe Pakistan den USA und dem Iran einen Plan für eine Feuerpause vorgelegt, hieß es. Die Rede ist von einer Stilllegung der Waffen für eine Dauer von 45 Tagen, die für Friedensverhandlungen genutzt werden soll.
US-Konjunkturdaten im Blick: Fed-Mitschriften könnten geldpolitische Hinweise abgeben
Im Blickpunkt stehen am Dienstag etwa die US-Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter (14:30 Uhr).
Am Mittwochabend folgen die sogenannten „FOMC-Minutes (20:00 Uhr), welche Anleger nach geldpolitischen Hinweisen abklopfen sollten.
Ende März 2026 hatte die US-Notenbank auf ihrer Sitzung das Leitzinsniveau wie erwartet unverändert bei einer Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent belassen. Allerdings bleibt unklar, wie die Fed auf die Auswirkungen des Iran-Konflikts auf die Weltwirtschaft reagiert. Der damit einhergehende Anstieg des Ölpreises könnte neue Inflationssorgen schüren und den US-Währungshüter möglicherweise sogar zu Zinserhöhungen zwingen.
Von der Hoffnung auf zeitnahe Zinssenkungen dürften sich Anleger womöglich vorerst verabschiedet haben.
Inflationswerte am Donnerstag und Freitag im Fokus – Geldpolitische Hinweise denkbar
Am Donnerstag sollten Anleger neue Zahlen zur Entwicklung der Kernrate für die persönlichen Konsumausgaben im Blick behalten (14:30 Uhr), welche erste Inflationssignale senden dürften.
Zur gleichen Uhrzeit wird auch die BIP-Wachstumsrate für die Vereinigten Staaten publik.
Am Freitag rücken die US-Inflationsdaten in den Fokus (14:30 Uhr). Neben der Verbraucherpreisrate wird auch die Kernteuerung (exklusive der Treiber Energie und Lebensmittel) erwartet.
Die Handelswoche rundet der Verbraucherstimmungsindex (Uni Michigan) um 16:00 Uhr ab.
Dow Jones Industrial Average Index





