Im Blickpunkt der neuen Handelswoche stehen neben den Mitschriften der jüngsten Fed-Notenbanksitzung neue US-Preisdaten, welche geldpolitische Impulse hervorbringen könnten. Auch der Nahostkonflikt bzw. die anstehenden Gespräche zwischen dem Iran und den USA sollten beachtet werden.
Feiertagsbedingt bleiben die Börsenpforten an der Wall Street wegen „Washington’s Birthday“ heute allerdings geschlossen.
Gespräche zwischen Washington und Teheran am Dienstag in Genf erwartet
Die Entwicklungen im Nahostkonflikt dürften Anleger auch in der neuen Handelswoche weiter begleiten.
Für Dienstag seien die Verhandlungen zwischen Washington und Teheran in Genf geplant, hieß es. Dabei soll der Golfstaat Oman als Vermittler fungieren.
US-Präsident Trump hatte zuletzt abermals mit einem militärischen Eingreifen in den Iran gedroht, sollte es keine Einigung geben. Der Iran wolle allerdings lediglich über sein Atomprogramm nebst Aussetzung von Sanktionen sprechen, hieß es weiter.
Fed-Mitschriften könnten am Mittwoch geldpolitische Signale liefern
Am späten Mittwochabend rücken folgerichtig die „FOMC-Minutes“ in den Blickpunkt (20:00 Uhr). Anleger dürfte besagte Mitschriften nach geldpolitischen Hinweisen abklopfen.
Aktuell rechnen laut Angaben des „Fed-Watch-Tools“ der CME Group 9,8 Prozent der Marktteilnehmer auf dem nächsten Fed-Leitzinsentscheid (18. März) mit einer Zinssenkung in Höhe eines Viertelprozentpunkts und 90,2 Prozent mit einer Zinspause. Das Zinsband selbst liegt derzeit bei 3,50 bis 3,75 Prozent.
Einkaufsmanager und US-Preisdaten am Freitag voraus
Am Freitag steht um 14:30 Uhr die Kernrate für die persönlichen Konsumausgaben als auch die BIP-Wachstumsrate für die Vereinigten Staaten im Fokus.
Erste Schätzungen zu den Einkaufsmanagern aus dem Hause S&P Global runden die Handelswoche ab (15:45 Uhr). Erwartet wird der Index für die Bereiche Dienstleistung, verarbeitendes Gewerbe und „Gesamt“.
Rede durch Raphael Bostic am Freitagnachmittag voraus – Spekulationen um Warsh’s Geldpolitik könnten an Dynamik gewinnen
Auch eine Rede durch Raphael Bostic von dem Notenbankableger aus Atlanta gilt es zur gleichen Uhrzeit im Auge zu behalten.
Ohnehin dürften die Spekulationen rund um den designierten Fed-Chef Kevin Warsh und die damit im Zusammenhang stehenden Fragezeichen über die zukünftige US-Geldpolitik weiterhin eines der zentralen Gesprächsthemen am Markt bleiben.
Zuletzt fürchteten Marktteilnehmer, dass Warsh eine sogenannte Bilanzverkürzung vornehmen und dem Markt Liquidität entziehen könne. In der Vergangenheit galt der mögliche Fed-Nachfolger als sogenannter Falke und damit als Verfechter hoher Zinsen. Auf der Gegenseite könnte er jedoch auch den Forderungen Trumps nachkommen, welcher immer wieder Zinssenkungen gefordert hatte. Zweifel dürften bestehen bleiben, ob der Fed damit unter dem Strich der Spagat gelingt, die Unabhängigkeit zu bewahren.
US-Berichtssaison läuft aus – Einzelhandelswerte im Blick
In der mittlerweile auslaufenden Berichtssaison gilt es am Dienstag etwa die Zahlen des abgelaufenen Geschäftsquartals von Palo Alto Networks (ISIN: US6974351057), am Mittwoch von Booking Holdings (ISIN: US09857L1089) und am Donnerstag von Alibaba (ISIN: US01609W1027) sowie Walmart (ISIN: US9311421039) zu beachten.
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