In der neuen Handelswoche dürften Anleger insbesondere auf die Veröffentlichung neuer US-Inflationsdaten blicken. Auch die geopolitischen Unwägbarkeiten im Iran als auch in Kuba sollten im Auge behalten werden. Zudem könnte die beginnende Berichtssaison immer wieder für wichtige Impulse sorgen, welche traditionell durch die US-Großbanken eingeläutet wird.
Trump droht Kuba – Geopolotische Unwägbarkeiten dürften Anleger weiterhin begleiten
Nach dem Angriff der USA auf Venezuela und der Gefangennahme von Nicolás Maduro hat US-Präsident Donald Trump nun der kubanischen Regierung gedroht, dass es kein Öl mehr aus Venezuela bekommen werde, sollte sie sich nicht auf einen Deal einlassen. Er forderte „einen Deal abzuschließen, bevor es zu spät ist“. Allerdings blieb unklar, worin eine Vereinbarung bestehen solle. Zudem blieb offen was passiert, wenn sich Kuba nicht auf einen Deal einlassen würde.
Weiteres Eskalationspotenzial im Iran
Zudem dürfte sich der Blick der Anleger auch immer wieder in den Iran richten. Laut den Worten von Donald Trump erwägen die USA gegen das Regime im Iran „sehr starke Optionen“ für ein Eingreifen. „Das Militär prüft das“, hieß es von Trump am Sonntagabend. Am vergangenen Samstag hätten „die Anführer des Iran“ angerufen und gesagt: „sie wollen verhandeln“.
US-Inflationsdaten könnten am Dienstag geldpolitische Impulse senden
Am Dienstagnachmittag (14:30 Uhr) warten auf Anleger die Verbraucherpreise inklusive der Treiber Energie und Lebensmittel für den Monat Dezember. Auch die Kernrate der Inflation, welche die Treiber Energie und Lebensmittel ausblendet, sollte beachtet werden. Besagte Rate wird nicht zuletzt besonders von der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) im Hinblick auf die Inflationsbeurteilung herangezogen.
Nach dem jüngsten Jobbericht vom vergangenen Freitag haben sich die Zinssenkungsfantasien für die kommende Januar-Sitzung allerdings eingetrübt. Anleger gehen nun zum großen Teil laut Angaben des "Fed-Watch-Tools" der CME Group von einer Zinspause aus (95 Prozent).
Weitere Preisdaten am Mittwoch im Blick
Am Mittwoch stehen folgerichtig die US-Erzeugerpreise sowie die Einzelhandelsumsätze auf der Agenda (14: 30 Uhr). Besagte Daten könnten ebenfalls wichtige geldpolitische Hinweise liefern.
US-Berichtssaison startet traditionell mit Großbanken
Erwartet werden am Dienstag die Zahlen des abgelaufenen Geschäftsquartals von JP Morgan (ISIN: US46625H1005) und der Bank of New York Mellon (ISIN: US0640581007). Am Mittwoch berichten die Bank of America (ISIN: US0605051046), Wells Fargo (ISIN: US9497461015) und die City Group (ISIN: US1729674242). Am Donnerstag werden die Zahlen von Morgan Stanley (US6174464486), Goldman Sachs (ISIN: US38141G1040) und aus den Reihen des Vermögensverwalters BlackRock erwartet.
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