In der ersten vollständigen Handelswoche des Jahres 2026 gilt es neben den Entwicklungen im Konflikt zwischen den USA und Venezuela insbesondere den offiziellen US-Arbeitsmarktbericht zum Ende der Woche im Auge zu behalten. Nach den Feiertagen dürften nun zahlreiche Händler wieder zurückkehren. In diesem Zusammenhang könnte der Handel an der Wall Street wieder richtig an Fahrt aufnehmen.
USA greifen Venezuela an und nehmen Staatschef in Gewahrsam
Die USA haben in der Nacht von Freitag auf Samstag Venezuela angegriffen und den Staatschef Nicolás Maduro gefangen genommen. „Wir werden uns jetzt um das Land kümmern, bis wir einen sicheren, geordneten und umsichtigen Übergang gewährleisten können“, so Trump auf einer Pressekonferenz am Samstagmittag. Zudem kündigte er an, dass US-Ölunternehmen in Venezuela aktiv werden, um „anzufangen, Geld für das Land zu machen“.
Die USA werfen Maduro vor, nicht rechtmäßig gewählt worden zu sein. So erkennt Washington Maduro seit 2024 nicht mehr als Präsidenten an. Venezuela selbst besitzt die größten Ölreserven der Welt.
Einkaufsmanager und Fed-Vertreter könnten für zusätzliche Impulse sorgen
Aus Sicht des Wirtschaftskalenders sollten Anleger am heutigen Nachmittag den Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe im Blick behalten (16:00 Uhr).
Nach der Fed-Notenbanksitzung aus Mitte Dezember äußern sich in dieser Woche zudem auch verschiedene Vertreter des Währungshüters. Am Dienstag (14:00 Uhr) und Freitag (19:35 Uhr) wird Thomas Barkin (Richmond-Fed) erwartet und am Mittwoch Gouverneurin Michelle Bowman (19:10 Uhr).
ADP-Beschäftigungsdaten und „JOLTs“ könnten ersten Vorgeschmack auf US-Jobbericht liefen
Die ADP-Beschäftigungsdaten könnten zur Wochenmitte bereits einen ersten Vorgeschmack auf die „Non-Farm Payrolls“ abgeben.
Das Einkaufsmanager-Pendant zum Servicesektor wird am späten Nachmittag um 16:00 Uhr erwartet. Zur gleichen Uhrzeit könnten auch die sogenannten „JOLTs“ (Job Openings and Labor Turnover Survey) bewegen und ebenfalls wichtige Hinweise über den Arbeitsmarkt abgeben.
Non-Farm Payrolls: Arbeitslosenquote könnte auf 4,5 Prozent sinken
Mit über Wohl und Wehe der Börsenwoche könnten folgerichtig die US-Jobdaten entscheiden, welche am Freitag um 14:30 Uhr veröffentlicht werden sollen. Auch die Arbeitslosenquote und Entwicklung der durchschnittlichen Stundenlöhne gilt es zu beachten.
Erwartet wird ein Stellenplus außerhalb der Landwirtschaft in Höhe von 55.000 Einheiten, nachdem im November 64.000 neue Jobs geschaffen wurden. Die Arbeitslosenquote, welche separat ermittelt wird, könnte bei 4,5 Prozent liegen und damit 0,1 Prozentpunkte niedriger gegenüber dem Vormonat.
Vorläufige Daten zur Verbraucherstimmung aus dem Hause Uni Michigan runden die Handelswoche ab (16:00 Uhr).
Dow Jones Industrial Average Index




