Nach der Fed-Notenbanksitzung vom vergangenen Mittwoch stehen in der letzten vollständigen Handelswoche vor Weihnachten 2025 wichtige US-Konjunkturdaten auf der Agenda. Neben den offiziellen US-Arbeitsmarktdaten dürften vor allem die Inflationswerte für die USA mit großer Spannung erwartet werden. Auch die geopolitischen Entwicklungen im Ukraine-Russland-Konflikt sollten beachtet werden.
Entwicklungen im Ukraine-Russland-Konflikt: „Viele Fortschritte“ laut Steve Witkoff
Am Sonntagabend hatte sich die US-Seite nach Gesprächen mit der ukrainischen Seite im Kanzleramt positiv geäußert. So seien „viele Fortschritte“ erzielt worden, hieß es von Seiten des Sondergesandten Steve Witkoff, welcher die US-Delegation anführt. Nach wie vor Ringen die beteiligten um ein Ende des Konflikts.
Nach Fed-Sitzung: Anleger dürften auf weitere Zinssenkungssignale hoffen
Die Hoffnung auf weiter sinkende Leitzinsen in den Vereinigten Staaten wurde in der letzten Woche trotz eines Zinsschritts in Höhe eines Viertelprozentpunkts durch Fed-Chef Jerome Powell gebremst. Powell signalisierte eine Pause des Zinssenkungskurses und verwies dabei auf die Notwendigkeit klarer Signale vom Jobmarkt und auf eine „etwas erhöhte“ Inflation. „Die Geldpolitik ist nicht auf einen bestimmten Kurs festgelegt, und wir werden unsere Entscheidungen von Sitzung zu Sitzung treffen“, sagte er.
US-Arbeitsmarktdaten für Oktober und November werden am Dienstag erwartet
Im Fokus stehen am Dienstag die sogenannten „Non-Farm Payrolls“ für die Monate Oktober und November (14:30 Uhr).
Auch die Arbeitslosenquote sollte beachtet werden. Wegen des Stillstands der US-Regierung musste sich die Fed zuletzt auf Jobdaten privater Institute und eigenen Schätzungen berufen. Die neuen US-Wirtschaftsdaten könnten etwas Licht ins Dunkle bringen und dürften in diesem Zusammenhang möglicherweise auf die Goldwaage gelegt werden.
Am Dienstag stehen zudem am Nachmittag (15:45 Uhr) Einkaufsmanager aus dem Hause S&P Global für die Bereiche des verarbeitenden Gewerbes nebst Dienstleistung auf der Agenda.
Daten zum Einzelhandel und Inflationsdaten für die Vereinigten Staaten könnten wichtige Impulse liefern
Die US-Einzelhandelsumsätze werden am Mittwoch erwartet (14:30 Uhr).
Der Donnerstag dürfte ganz im Zeichen der Veröffentlichung der US-Inflationsdaten stehen (14:30 Uhr). Neben den Verbraucherpreisen inklusive der Treiber Energie und Lebensmittel wird die sogenannte Kernrate erwartet, welche besagte Werte ausblendet.
Auch der Leitzinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) könnte auf Interesse stoßen, welcher für 14:15 Uhr angesetzt ist. Die anschließende Pressekonferenz mit Christine Lagarde steht für 14:45 Uhr auf dem Plan. Ob die europäischen Kollegen an den Zinsschrauben nach unten drehen, bleibt fraglich. Der sogenannte Einlagezins liegt aktuell bei 2,0 Prozent.
Die finalen Verbraucherstimmungsdaten (Uni Michigan) runden die Handelswoche am Freitag ab (16:00 Uhr).
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