Im Fokus der Anleger dürfte der in der Nacht zu Mittwoch teilweise eingetretene Regierungsstillstand in den USA rücken. Die Sorge um die damit im Zusammenhang stehenden Auswirkungen könnten zulasten der allgemeinen Risikofreude gehen. Heute als auch in der zweiten Wochenhälfte sollten sich Anleger immer wieder auf die geplante Veröffentlichung wichtiger US-Konjunkturdaten einstellen. Zu beachten gilt, dass der Börsenhandel in Frankfurt am Main trotz des Feiertages „Tag der Deutschen Einheit“ stattfindet.
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Quelle: TradingView
Senat lehnt Übergangshaushalt ab – US-Regierung teilweise im Shutdown
Ein Übergangshaushalt wurde durch den Senat unmittelbar vor einem Gesetzentwurf abgelehnt. Das Repräsentantenhaus hatte einem sogenannten Zwischenhaushalt zwar zugestimmt. Diese hätte die Finanzierung bis zum 21. November verlängert. Da das Haushaltsjahr am 30. September geendet hat, befindet sich die US-Regierung in einem teilweisen Shutdown.
Je länger der Shutdown anhält, desto größer dürften die Auswirkungen auf die staatlichen Dienstleistungen sein. Betroffen seien rund 750.000 Beschäftigte.
Nicht systemrelevante Behörden könnten in diesem Zusammenhang ihre Arbeit niederlegen. Ob das zuständige Amt für die Arbeitsmarktstatistiken dazugehört, bleibt abzuwarten.
Im Laufe des Tages peile der Senat neue Abstimmungen an, hieß es. Außerplanmäßig könnte die andere Kammer des Parlaments angesichts der Umstände in dieser Woche dennoch tagen. Der Gesetzentwurf müsse zuvor von beiden Kammern gebilligt werden, damit er von US-Präsident Donald Trump unterzeichnet werden könne.
ADP-Beschäftigungsdaten könnten heute wichtige Impulse senden
Aus Sicht des Wirtschaftskalenders könnte es heute Nachmittag mit den ADP-Beschäftigungsdaten noch spannend werden (14:15 Uhr). Anleger dürften sich in diesem Zusammenhang einen ersten Vorgeschmack auf den US-Jobbericht versprechen.
Der ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe steht um 16:00 Uhr auf der Tagesagenda.
US-Konjunkturdaten im Blick- Geldpolitische Hinweise denkbar
Am Donnerstag richten sich die Blicke zunächst auf die wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe (14:30 Uhr).
Erwartet werden am Freitagvormittag die finalen Einkaufsmanager (HCOB) für die Bundesrepublik Deutschland (09:55 Uhr).
Anleger erwarten am Freitag die offiziellen US-Arbeitsmarktdaten (Non-Farm Payrolls) um 14:30 Uhr). Gleichzeitig wird neben den durchschnittlichen Stundenlöhnen auch mit der Arbeitslosenquote gerechnet.
Ökonomen schätzen das Stellenplus außerhalb der Landwirtschaft derzeit auf 50.000 Einheiten, nachdem im August lediglich 22.000 neue Jobs geschaffen werden konnten. Die Arbeitslosenquote dürfte mit 4,3 Prozent nach wie vor so hoch ausfallen wie im Monat zuvor.
Ob es tatsächlich wegen des Shutdowns zur Veröffentlichung der US-Jobdaten kommt, bleibt abzuwarten. Es besteht die Gefahr, dass sich die Veröffentlichung verschiedene Konjunkturdaten verschieben könnte.



