Im Fokus der neuen Handelswoche dürfte insbesondere die Fed-Notenbanksitzung zur Wochenmitte stehen. Anleger hoffen, dass der geldpolitische Gegenwind jenseits des Atlantiks abnimmt. Zudem dürfte die mit Spannung erwarte FOMC-Pressekonferenz mit Jerome Powell nach geldpolitischen abgeklopft werden. Nicht zuletzt könnten die Entwicklungen etwa im Ukraine-Russland-Konflikt als auch politischer Natur in Frankreich weiterhin von Bedeutung sein.
Ukraine-Russland-Konflikt weiter im Blick – Sanktionen gegen Russland?
Für Gesprächsstoff an den Märkten könnte zusehends wieder der Ukraine-Russland-Konflikt sorgen, welchen Anleger im Blick behalten sollten.
US-Präsident Donald Trump wolle nur dann Sanktionen gegen Russland anordnen, wenn sämtliche Nato-Staaten ihre russischen Käufe an Öl einstellen würden. „Ich bin bereits, wesentliche Sanktionen gegen Russland zu verhängen, wenn es Nato-Länder sich einigen und beginnen, das Gleiche zu tun, und wenn alle Nato-Länder aufhören, Öl von Russland zu kaufen“, so Trump auf Truth-Social.
Die Entwicklungen in der französischen Regierung könnten ebenfalls wieder an Dynamik hinzugewinnen. Der französische Premier Bayrou hatte zu Beginn der vergangenen Woche eine Vertrauensabstimmung in der Nationalversammlung verloren. Ob der durch Emmanuel Macron ernannte neue Premier Lecornu für nachhaltige Ruhe an den Märkten sorgen kann, bleibt abzuwarten.
US-Einzelhandelsumsätze am Dienstag im Fokus – Fed-Sitzung könnte über Wohl und Wehe entscheiden
Die Einzelhandelsumsätze für die Vereinigten Staaten stehen am Dienstag (14:30 Uhr) auf der Tagesagenda.
Zur Wochenmitte dürfte der mit Spannung erwartete Fed-Leitzinsentscheid möglicherweise über Wohl und Wehe entscheiden (20:00 Uhr). Ab 20:30 Uhr wird zudem Fed-Chef Jerome Powell auf der anschließenden FOMC-Pressekonferenz erwartet.
Von Bedeutung dürften nicht zuletzt auch die Projektionen zum Zins nebst Wirtschaft durch die Fed sein.
Möglicherweise könnte auch die Unabhängigkeit der Fed abermals ein Thema werden. US-Präsident Donald Trump hatte in jüngster Vergangenheit mehrfach Zinssenkungen in den USA gefordert.
„Fed-Watch-Tool“ signalisiert hohe Chance für Zinssenkung in Höhe von Basispunkten
Das sogenannte „Fed-Watch-Tool“ der CME Group taxiert die Chance (Stand: 15.09.2025, 11:00 Uhr) für eine Zinssenkung in Höhe eines Viertelprozentpunkts auf 94,2 Prozent und für einen 50-Basispunkte-Schritt um 5,8 Prozent.
Am Donnerstag dürften für gewöhnlich die Erstanträge für US-Arbeitslosenhilfe interessant werden (14:30 Uhr).
Zu Monatsbeginn waren die US-Arbeitsmarktdaten (Non-Farm Payrolls) für den Monat August mit 22.000 neuen Jobs außerhalb der Landwirtschaft sonderbar schwach ausgefallen, wie ein Bericht der Regierung hervorbrachte. Im Vorfeld hatten von Reuters befragte Ökonomen mit einem Plus von 75.000 Einheiten gerechnet.
Dow Jones Industrial Average Index

Quelle: TradingView



