Nach dem jüngsten US-Jobbericht vom vergangenen Freitag dürften in der neuen Handelswoche die US-Inflationsdaten im Fokus stehen. Damit könnten die Fragezeichen über die zukünftige Ausgestaltung der Geldpolitik in den Vereinigten Staaten Investoren nach wie vor beschäftigen. Im Blick behalten sollten Anleger zudem die EZB-Notenbanksitzung am Donnerstag.
US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag dürften weiter nachwirken – Zinssenkungsfantasien könnten bleiben
Auch zu Wochenbeginn könnte Investoren der jüngste US-Arbeitsmarktbericht weiter beschäftigen. Im August wurden außerhalb der Landwirtschaft lediglich 22.000 neue Jobs geschaffen, wie aus einem Report der Regierung am Freitag hervorging. Im Vorfeld hatten von Reuters befragte Ökonomen mit einem Plus in Höhe von 75.000 Stellen gerechnet. Das Jobplus aus dem Vormonat wurde auf 79.000 revidiert, nach 73.000 zuvor.
Die Arbeitslosenquote kletterte im August wie erwartet um 0,1 Prozentpunkte auf 4,3 Prozent.
Marktteilnehmern dürften in den Jobdaten möglicherweise einen Nährboden in den Zinssenkungsfantasien gesehen haben. Dem „Fed-Watch-Tool“ der CME Group zufolge liegt die Chance für eine Zinssenkung in Höhe eines Viertelprozentpunkts auf der geplanten Sitzung um 17.09.2025 derzeit bei 90,1 Prozent. Die Wahrscheinlichkeit für einen Schritt in Summe von 50 Basispunkten wird sogar auf 9,9 Prozent taxiert.
US-Erzeugerpreis am Mittwoch im Blick – US-Verbraucherpreise könnte am Donnerstag über Wohl und Wehe entscheiden
Ebenfalls von Bedeutung dürften auch die Erzeugerpreise für die Vereinigte Staaten am Mittwoch sein (14:30 Uhr), welche wie die US-Verbraucherpreisdaten geldpolitische Impulse senden könnten.
EZB-Leitzinsentscheid könnte auch an der Wall Street am Donnerstag Gehör finden
Am Donnerstag kommen die Kollegen der Europäischen Zentralbank (EZB) zusammen, um über die zukünftige Geldpolitik zu entscheiden. Während der Leitzinsentscheid für 14:15 Uhr erwartet wird, dürfte EZB-Präsidentin Christine Lagarde ab 14:45 Uhr vor die Öffentlichkeit treten. Ob es zu einer Änderung des Leitzinsniveaus kommt, bleibt abzuwarten. Von Bedeutung dürfte womöglich der Ausblick sein.
Allerdings könnte der Handelstag ganz im Zeichen der Publikation frischer US-Inflationsdaten stehen (14:30 Uhr). Wenn es nach Ökonomen geht, dürfte der Preisdruck in der größten Volkswirtschaft im Vergleich zum Vorjahresmonat bei 2,90 Prozent gelegen haben und damit etwas höher als im Monat zuvor (2,70 Prozent).
Zur gleichen Uhrzeit sollten auch die wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe beachtet werden.
Am Freitag rückt aus Sicht des Wirtschaftskalenders abschließend das Verbrauchervertrauen (Uni Michigan) um 16:00 Uhr in den Blickpunkt.
Dow Jones Industrial Average Index

Quelle: TradingView



