Trotz der Hängepartie im Zollstreit zwischen den USA und der EU könnten Marktteilnehmer weiterhin das Rekordhoch in Höhe von 24.479 Punkten aus Anfang Juni anvisieren. Im Fokus der Anleger stehen am heutigen Mittwochabend die sogenannten Fed-Protokolle, welche geldpolitische Impulse liefern könnten.
Auch wenn der Wirtschaftsdatenkalender in dieser Handelswoche vergleichsweise überschaubar ausfällt, besteht die Möglichkeit, dass es immer wieder zu wichtigen Impulsen kommt.
DAX
Quelle: TradingView
US-Regierung will sich zum Handel mit weiteren Ländern äußern
Am heutigen Mittwochmorgen (Ortszeit) wolle sich die US-Regierung zum Handel mit mindestens sieben Ländern äußern und am Nachmittag zu weiteren Ländern, so Trump auf seinem Kurznachrichtendienst Truth Social. Allerdings blieb offen, ob es sich etwa um ein Handelsabkommen oder um neue Zölle handele.
Im Nebel stochern Investoren allerdings weiterhin darüber, wie es um das Verhältnis zwischen den USA und der Europäischen Union in puncto Handelsstreit bestellt ist.
"Wir sind wahrscheinlich zwei Tage davon entfernt, ihnen einen Brief zu schicken. Wir sind im Gespräch mit ihnen. Ich möchte nur, dass Sie wissen, dass ein Brief ein Deal bedeutet“, sagte Trump. Gefragt wurde er von einem Journalisten, ob er zuversichtlich auf einen Deal mit der EU blicke.
Fed-Mitschriften könnten geldpolitische Signale senden –
Ihre Aufmerksamkeit dürften Börsianer heute Abend auf die Mitschriften der vergangenen Fed-Notenbanksitzung richten (20:00 Uhr). Anleger versprechen sich in diesem Zusammenhang Hinweise über die Ausgestaltung der US-Geldpolitik.
Das sogenannte „Fed-Watch-Tool“ der CME Group taxiert die Chance für eine Zinssenkung auf der kommenden Notenbanksitzung am 30. Juli aktuell lediglich auf 4,7 Prozent. Dagegen stehen 95,3 Prozent Wahrscheinlichkeit, dass es zu einer weiteren Zinspause kommt.
Erst auf der Sitzung am 17. September sieht das Bild wieder anders aus. Hier wird die Chance auf 62,8 Prozent beziffert, dass die Fed an den Zinsschrauben um einen Viertelprozentpunkt nach unten dreht. Das Zinsband selbst liegt aktuell bei 4,25 bis 4,50 Prozent.
Deutsche Inflationsdaten und verschiedene Fed-Vertreter am Donnerstag im Blick
Am Donnerstag könnte es zunächst mit der Veröffentlichung der finalen Inflationsraten für die Bundesrepublik Deutschland (08:00 Uhr) erste Impulse geben.
Am Nachmittag stehen die Erstanträge auf US-Arbeitslosenunterstützung (14:30 Uhr) und verschiedene Reden durch Fed-Vertretern auf der Tagesagenda. Neben Alberto Musalem von dem Fed-Ableger aus St. Louis (16:00 Uhr) werden Fed-Gouverneur Christopher Waller (19:15 Uhr) und Mary Daly (San Francisco/20:30 Uhr) erwartet.



