Neben den Handelsstreitigkeiten blicken DAX-Anleger insbesondere auf den EZB-Leitzinsentscheid am Donnerstag sowie die anschließende Pressekonferenz mit Christine Lagarde. Auch die Veröffentlichung des offiziellen US-Arbeitsmarktberichts dürfte mittlerweile ihre Schatten vorauswerfen.
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Quelle: TradingView
US-Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte treten in Kraft – Handelsstreit weiter im Fokus
Die wieder an Fahrt aufnehmende Dynamik im Handelsstreit hat Investoren dies- und jenseits des Atlantiks wieder eingeholt. Ab heute gilt die von US-Präsident angekündigte Erhöhung der Einfuhrzölle auf Stahl und Aluminium in die Vereinigten Staaten. Der Importzoll verdoppelt sich demnach von 25 auf 50 Prozent für die meisten Einfuhren. Demnach gehe es darum, „wirksamer gegen ausländische Länder vorzugehen, die weiterhin überschüssigen Stahl und Aluminium zu niedrigen Preisen in den Vereinigten Staaten abladen“.
Der neue Zollsatz gelte für alle Handelspartner außer für Großbritannien. Mit dem Vereinigten Königreich haben die USA bereits ein vorläufiges Handelsabkommen geschlossen. Die Europäische Kommission befindet sich nach wie vor mit der US-Regierung in Gesprächen, um weiteren Erhöhungen aus dem Weg zu gehen.
ADP-Beschäftigung und ISM-Daten im Blick
Aus Sicht des Wirtschaftskalenders dürfte es heute mit den ADP-Beschäftigungsdaten (14:15 Uhr) bereits einen ersten Vorgeschmack auf die am Freitag erwarteten „NFPs“ geben.
Auch der ISM-Index für den Servicesektor sollte heute um 16:00 Uhr Beachtung finden.
EZB könnte erneut den Einlagenzins senken – Christine Lagarde dürfte Aufmerksamkeit auf sich ziehen
Am Donnerstag dürfte es insbesondere mit dem erwarteten EZB-Leitzinsentscheid spannend werden (14:15 Uhr). Nur 30 Minuten später wird Christine Lagarde vor der Öffentlichkeit erwartet. Anleger sollten besagte Rede nach geldpolitischen Hinweisen abklopfen.
Möglicherweise könnte der europäische Währungshüter erneut an den Zinsschrauben nach unten drehen und den Einlagensatz um 25 Basispunkte auf ein Niveau von 2,0 Prozent nach unten schrauben.
Die Inflation im Euroraum war vorläufigen Zahlen zufolge im April auf 1,9 Prozent gefallen, welche damit unter der eigentlich angestrebten Marke von 2,0 Prozent notiert. Die Kernteuerung sank indes auf 2,3 Prozent.
US-Arbeitsmarktbericht wird am Freitag erwartet – Ökonomen erwarten Rückgang des Stellenaufbaus im Vergleich zum Vormonat
Der US-Arbeitsmarktbericht (Non-Farm Payrolls) dürfte am Freitag wichtige Impulse hervorbringen (14:30 Uhr). Ökonomen erwarten derzeit ein Stellenplus außerhalb der Landwirtschaft in Höhe von 130.000 Einheiten, nach 177.000 neuen Stellen im Vormonat. Die Arbeitslosenquote könnte voraussichtlich weiterhin bei 4,2 Prozent und damit unverändert im Vergleich zum Vormonat verharren.
Nicht zuletzt sollten Anleger auch die Entwicklung der durchschnittlichen Stundenlöhne beachten.



