In der neuen Handelswoche dürfte sich die Aufmerksamkeit der Anleger insbesondere auf die Publikation frischer US-Arbeitsmarktdaten richten. Zuvor könnte es immer wieder mit wichtigen Konjunkturdaten spannend werden. Gleichzeitig sollten Investoren gespannt auf neue Entwicklungen in puncto Zollstreit blicken.
Dow Jones Industrial Average Index

Quelle: TradingView
Handelsstreitigkeiten könnten über Wohl und Wehe entscheiden – Rezessionssorgen nehmen zu
Trump hatte in der vergangenen Handelswoche angekündigt, dass künftig auf sämtliche Autoimporte ein zusätzlicher Zoll von 25 Prozent gelten soll. "Am 2. April treten sie in Kraft, ab dem 3. wird kassiert", so Trump. Zudem seien auch Einzelteile auf Autos betroffen, hieß es weiter.
Lediglich für Autoimporte, welche unter das sogenannte nordamerikanische USMCA-Freihandelsabkommen mit Kanada und Mexiko fallen, könne je nach in den Vereinigten Staaten hergestelltem Anteil ein niedriger Zoll angesetzt werden.
Die Unsicherheit über die nicht absehbaren Auswirkungen auf die Konjunktur dürfte Anleger in den kommenden Handelstagen weiter umtreiben. Abzuwarten gilt, welche Herangehensweise der US-Präsident an den Tag legt und sich womöglich doch noch gesprächsbereit beispielsweise mit der Eurozone zeigt.
Einige chinesische Konjunkturdaten im Blick – ADP-Daten dürften zur Wochenmitte ersten Vorgeschmack auf NFPs abgeben
Zu Wochenbeginn warten bereits Vorgaben aus dem Reich der Mitte. Erwartet wird der PMI-Index für das nicht-verarbeitende Gewerbe und der NBS-PMI-Index für die Produktion (03:30 Uhr).
Am Dienstag dürfte sich die Aufmerksamkeit erneut auf chinesische Konjunkturdaten mit dem Caixin-PMI-Index für das verarbeitende Gewerbe richten (03:45 Uhr).
Am Nachmittag stehen der sogenannte ISM-Index für den Produktionssektor und die „JOLTS (Jop Openings and Labor Turnover Survey) im Fokus (16:00 Uhr). Besagte Daten geben einen Überblick etwa über die offenen Stellen und der Dynamik am Arbeitsmarkt.
Zur Wochenmitte könnten für gewöhnlich die ADP-Beschäftigungsdaten einen ersten Vorgeschmack auf die „NFPs“ abgeben (14:15 Uhr). Erwartet wird ein Plus von 120.000 Einheiten (zuvor 77.000 Einheiten).
Am Donnerstagnachmittag wird das Pendant zum ISM-PMI-Index für den Servicebereich publik (16:00 Uhr), welches ebenfalls Beachtung finden sollte.
Ökonomen erwarteten Eintrübung des US-Jobmarkts- Zinssenkungsfantasien könnten an Dynamik gewinnen
Der Freitag dürfte indes ganz im Zeichen der Publikation des offiziellen US-Arbeitsmarktberichts (Non-Farm Payrolls) stehen, welcher um 14:30 Uhr publik wird. Ökonomen erwartet aktuellen Schätzungen zufolge ein Stellenplus in Höhe von 128.000 Einheiten außerhalb der Landwirtschaft, nachdem im Februar noch 151.000 neue Stellen geschaffen worden sind. Die separat ermittelte Arbeitslosenquote könnte folgerichtig um 0,1 Prozentpunkte im Vergleich zum Vormonat auf 4,2 Prozent anziehen.
Eine Rede durch Fed-Chef Jerome Powell steht ab 17:25 Uhr auf der Tagesagenda und dürfte die Handelswoche abrunden.



