In der neuen Handelswoche und damit zu Beginn des letzten Monats des Jahres 2024 dürfte sich die Aufmerksamkeit der Anleger insbesondere auf die Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten richten. Nach der US-Wahl könnten die geldpolitischen Entscheidungen zudem wieder verstärkt in den Vordergrund rücken.
Impulse könnte es auch noch durch Nachzügler in der Berichtssaison geben.
China-Daten dürften wichtige Vorgaben geben – ISM-Index für die USA im Fokus
Der Caixin-PMI-Index für das verarbeitende Gewerbe aus dem Reich der Mitte könnte bereits zu Wochenbeginn wichtige Vorgaben liefern (02:45 Uhr).
Der ISM-Index (verarbeitende Gewerbe) steht für die Vereinigten Staaten um 16:00 Uhr auf der Agenda und dürfte stark beachtet werden.
Die sogenannten „JOLTS“ (Job Opening and Labour Turnover Survey) rücken am Dienstag in den Fokus (16:00 Uhr), welche die offenen Stellen des US-Arbeitsmarkts hervorbringen, welche am letzten Arbeitstag des Monats unbesetzt sind.
ADP-Daten geben zur Wochenmitte einen ersten Vorgeschmack auf „NFPs“ ab
Zur Wochenmitte und damit zwei Tage vor Veröffentlichung des offiziellen US-Arbeitsmarktberichts stehen für gewöhnlich die ADP-Beschäftigungsdaten auf dem Plan (14:15 Uhr), welche einen ersten Vorgeschmack auf die Non-Farm-Payrolls (NFPs) liefern. Fachleute erwarten ein Stellenplus in Höhe von 165.000 Einheiten, nach 233.000 Stellen im Vormonat.
Der ISM-Dienstleistungs-Index rückt am Mittwoch um 16:00 Uhr in den Fokus. Eine Rede durch den Fed-Vorsitzenden Jerome Powell gilt es am Abend um 19:45 Uhr nach geldpolitischen Hinweisen abzuklopfen.
Am Donnerstag stehen tendenziell weniger relevante Wirtschaftsdaten auf der Agenda. Dennoch könnte es mit den Erstanträgen auf US-Arbeitslosenunterstützung wichtige Impulse geben (14:30 Uhr).
Ökonomen erwarten deutliches Stellenplus nach Einbruch im Oktober – Nachzügler berichten über Quartalsergebnisse
Als Wochenhighlight dürfte die Publikation der NFPs fungieren. Nach einem Stellenplus von lediglich 12.000 Einheiten im Oktober rechnen Ökonomen nun mit einem Plus von 183.000 Einheiten außerhalb der Landwirtschaft. Im Oktober hatte der Hurrikan „Milton“ in Teilen der USA den Arbeitsmarkt belastet. Auch die Streikmaßnahmen in den Reihen des Flugzeugbauers Boeing dürften zu den Schwächesignalen beigetragen haben.
Die Arbeitslosenquote könnte bei 4,10 Prozent und damit unverändert im Vergleich zum Vormonat verweilen. Lohnend dürfte auch der Blick auf die Entwicklung der durchschnittlichen Stundenlöhne sein. Erwartet wird ein Plus von 0,30 Prozent gegenüber dem Vormonat (zuvor: 0,40 Prozent).
Schwächesignale vom Arbeitsmarkt könnten die Zinssenkungsfantasien der Anleger tendenziell forcieren. Am 18.12. kommt die US-Notenbank das letzte Mal in diesem Jahr zusammen, um über die Geldpolitik zu entscheiden. Derzeit setzen Marktteilnehmer auf einen weiteren Zinsschritt um einen Viertelprozentpunkt.
Das Verbrauchervertrauen aus dem Hause Reuters/Uni Michigan rundet die Handelswoche ab (16:00 Uhr).
Auch wenn die Berichtssaison mittlerweile weitestgehend abgeschlossen ist, könnten am Montag die Quartalszahlen von Zscaler, am Dienstag von Salesforce, am Mittwoch von GameStop und Synopsys sowie am Donnerstag beispielsweise von HP und DocuSign bewegen.



