Acht Tage vor der US-Präsidentschaftswahl dürfte die Spannung an den globalen Finanzmärkten weiter ansteigen. Solange die Unsicherheit über die zukünftige Regierungsbildung in den Vereinigten Staaten bestehen bleibt, könnten Anleger das ganze große Risiko tendenziell meiden. Wichtige Impulse warten in der neuen Handelswoche mit wichtigen US-Preisdaten, den Non-Farm Payrolls und der Berichtssaison.
Trump liegt laut Prediclt weiter vor Harris - JOLTS und ADP-Daten in erster Wochenhälfte im Blick
Mit 62 Cent liegt der Republikaner und ehemalige US-Präsident Donald Trump vor der Demokratin und Vizepräsidentin Kamala Harris (42 Cent), wenn es nach dem Analyseportal Predictlt geht. Insgesamt zeichnet sich seit Monaten allerdings ein Kopf-an-Kopf-Rennen ab.
In der ersten Wochenhälfte am Dienstag könnten die sogenannten JOLTS (Job Openings and Labor Turnover Survey) auf Interesse stoßen (15:00 Uhr). Herausgegeben werden die Daten durch das Bureau of Labor Stastistics, welche die offenen Stellen am Markt erfassen.
Die ADP-Daten geben für gewöhnlich am Mittwoch und damit zwei Tage vor Publikation des offiziellen US-Arbeitsmarktberichts einen Appetizer auf die NFPs ab (13:15 Uhr). Erwartet wird in diesem Fall ein Stellenplus von 110.000 Einheiten, nach 143.000 Einheiten im Vormonat.
US-BIP und chinesische Konjunkturdaten dürften bewegen
Für wichtige Impulse dürfte auch das US-Bruttoinlandsprodukt (annualisiert) um 13:30 Uhr sorgen. Ökonomen erwarten für das dritte Quartal eine Wachstumsrate von 3,0 Prozent (im Vergleich zum Vorquartal).
China-Daten zum vielerorts beachteten NBS-PMI-Index für das verarbeitende Gewerbe warten in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag auf Anleger (02:30 Uhr).
Das Pendant (Caixin) für den Fertigungssektor wird rund 24 Stunden später publik (02:45 Uhr).
PCE-Daten könnten Preisauftrieb signalisieren – NFPs als Wochenhighlight
Wichtige Inflationsdaten könnten am Donnerstag Bewegungspotenzial initiieren (13:30 Uhr). Der sogenannte PCE-Preisindex für die persönlichen Konsumausgaben dürfte gegenüber dem Vormonat um 0,20 Prozent angezogen haben und damit doppelt so stark wie zuvor. Besagte Daten werden auch als wichtige Richtschnur im Hinblick auf die zukünftige Teuerungsentwicklung angesehen.
Die US-Verbraucherpreise inklusive der Treiber Energie und Lebensmittel lagen im September (im Vergleich zum Vorjahresmonat) bei 2,4 Prozent.
Über Wohl und Wehe der Börsenwoche könnten insbesondere die US-Arbeitsmarktdaten entscheiden (13:30 Uhr). Erwartet wird ein Jobplus außerhalb der Landwirtschaft in Höhe von 140.000 Einheiten, nach 254.000 neuen Stellen im September. Die Arbeitslosenquote dürfte Schätzungen zufolge bei 4,10 Prozent unverändert verweilen.
Wichtige Impulse sind auch durch neue Daten zum ISM-verarbeitenden Gewerbe zu erwarten (15:00 Uhr).
Sämtliche US-Daten könnten die Chancen auf Zinssenkungen in den USA erhöhen bzw. beeinträchtigen. Am 07. November und am 18. Dezember kommt die Fed laut Plan im laufenden Jahr noch mal zusammen, um über die zukünftige Geldpolitik zu entscheiden.
Mehr als ein Drittel der S&P-Unternehmen legen Zahlen vor
Durch die weiter an Tempo aufnehmende Berichtssaison dürfte es zudem wichtige Impulse geben. Über ein Drittel der Unternehmen aus dem S&P 500 legen in den kommenden Tagen ihre Ergebnisse des abgelaufenen Quartals vor, wie etwa Alphabet (Dienstag), Meta, Microsoft (beide Mittwoch), Amazon und Apple am Donnerstag.



