Nach der vergangenen Zinssenkung in den USA dürften sich der Fokus der Anleger in der neuen Handelswoche insbesondere auf die Publikation neuer US-Preisdaten richten. Zahlreiche Reden durch verschiedene Fed-Vertreter gilt es zudem nach geldpolitischen Hinweisen abzuklopfen.
Nachwirkungen der Zinssenkungen in den USA dürfte Anleger weiter beschäftigen
Die Nachwirkungen der jüngsten Zinswende in den Vereinigten Staaten könnten auch in der neuen Handelswoche und darüber hinaus nachwirken. Erstmals seit März 2020 hatte der US-Währungshüter am vergangenen Mittwoch wieder an den Zinsschrauben nach unten gedreht und das Zinsband um 50 Basispunkte auf eine Spanne von 4,75 bis 5,00 Prozent korrigiert. Gleichzeitig stellte der Währungshüter eine weitere Senkung in Höhe von 50 Basispunkten im Verlauf des Jahres in Ausblick.
Einkaufsmanager und geldpolitische Impulse durch Fed-Vertreter erwartet
Zu Wochenbeginn stehen zunächst neue US-Einkaufsmanager im Fokus (15:45 Uhr). Erwartet wird für den PMI-Dienstleistungsindex ein Wert von 55,2 Zählern, nach 55,7 Einheiten im Vormonat. Das Pendant für das verarbeitende Gewerbe könnte bei 48,5 Punkten notieren und damit etwas über dem Vormonatswert (47,9 Punkte), allerdings weiterhin unter der Expansionsschwelle von 50 Zählern.
Reden durch Raphael Bostic von der Atlanta-Fed (14:00 Uhr), Goolsbee (Chicago/16:15 Uhr) sowie Kashkari (Minneapolis/19:00 Uhr) stehen am Nachmittag ebenfalls im Fokus.
Das Verbrauchervertrauen vom Conference Board sollte am Dienstag um 16:00 Uhr Impulse liefern.
Konsumausgaben, Konjunktur- und Jobdaten sowie Fed-Mitglieder am Donnerstag im Blick
Erst am Donnerstag könnte es aus Sicht des Wirtschaftsdatenkalenders mit der Veröffentlichung der Kernausgaben für den persönlichen Konsum wieder spannend werden (14:30 Uhr). Zur selben Uhrzeit stehen auch der Preisindex des US-Bruttoinlandsprodukts, die Auftragseingänge langlebiger Güter sowie die wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe auf der Agenda.
Impulse durch John Willams (New York/15:25 Uhr), Michael Barr (Vizepräsident für Aufsicht/16:30 Uhr) und Neel Kashkari (Minneapolis/19:00 Uhr) könnten ebenfalls bewegen.
Der sogenannten PCE-Deflator für die persönlichen Konsumausgaben dürfte am Freitag um 14:30 Uhr von hoher Bedeutung sein, welcher in der Regel als Richtschnur im Hinblick auf die zukünftige Inflationsentwicklung angesehen wird. Ökonomen erwarten ein Plus von 0,2 Prozent im Vergleich zum Vormonat, nach ebenfalls 0,2 Prozent im Juli.
Die US-Verbraucherpreise selbst notierten im August zuletzt bei 2,5 Prozent (per Jahresmonatsvergleich).
Das Verbrauchervertrauen (Reuters/Uni Michigan) rundet um 16:00 Uhr die Handelswoche ab.



