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Wochenrückblick DAX 40 und Wall Street: Erwartungen an NVIDIA zu hoch – US-Preisdaten im Fokus

Anleger dies- und jenseits des Atlantiks dürften auf eine bislang durchaus gelungene Handelswoche zurückblicken. Während der DAX bei über 18.936 Zählern ein neues Rekordhoch hat markieren können, ging es für den Dow Jones Industrial Average Index zwischenzeitlich auf 41.577 Zähler und damit ebenfalls auf einen neuen Höchststand.
Timo Emden in einem dunklen Anzug und mit Krawatte posiert vor einem schlichten grauen Hintergrund und blickt mit neutralem Blick in die Kamera.
Timo Emden
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30.08.2024, 12:24 Uhr
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Zuletzt aktualisiert am 28.08.2026, 13:43 Uhr

Anleger dies- und jenseits des Atlantiks dürften auf eine bislang durchaus gelungene Handelswoche zurückblicken. Während der DAX bei über 18.936 Zählern ein neues Rekordhoch hat markieren können, ging es für den Dow Jones Industrial Average Index zwischenzeitlich auf 41.577 Zähler und damit ebenfalls auf einen neuen Höchststand. Nach den unter dem Strich enttäuschenden NVIDIA-Zahlen dürfte sich der Blick zum Wochenabschluss auf wichtige US-Preisdaten richten.

DAX Chart

Quelle: Tradingview

ifo-Index enttäuscht – US-Daten überzeugen

Bereits zu Wochenbeginn sorgte der vielerorts beachtete ifo-Geschäftsklimaindex mit einem Rückgang erneut für Aufsehen. So befindet sich die Stimmung der Unternehmen in der Bundesrepublik Deutschland weiterhin im Sinkflug, hieß es von dem in München ansässigen ifo-Institut. Der Index fiel im August auf 86,6 Zähler, nach 87 Punkten im Juli. „Die deutsche Wirtschaft gerät zunehmend in die Krise“, hieß es weiter.

Indes konnten die Aufträge für langlebige Güter in den USA mit 9,9 Prozent gegenüber dem Vormonat deutlich stärker zulegen als gedacht (5,0 Prozent), nachdem besagter Sektor im vergangenen Monat noch um 6,9 Prozent eingebrochen war.

Konsumklima bleibt hierzulande weiter eingetrübt – NVIDIA-Zahlen können Erwartungen nicht ganz erfüllen

Am Dienstag war es hierzulande das GfK-Konsumklima, welches wie die ifo-Daten enttäuschte. Für den September rechnet das Institut mit einem Wert von -22 Zählern, nach -18 Punkten im August.

Anders hingegen sieht es in den USA aus. Die Verbraucherstimmung vom Conference Board konnte für den August mit 103,3 Punkten deutlich besser ausfallen als gedacht (110,7 Punkte).

Der Mittwoch stand indes ganz im Zeichen der Veröffentlichung der NVIDIA-Quartalszahlen nach US-Börsenschluss. Der KI-Chiphersteller hatte einen Umsatz über den Schätzungen der Wall Street prognostiziert. Die bereits im Vorfeld hochgesteckten Erwartungen konnten allerdings nicht vollständig erfüllt werden. NVIDIA prognostizierte für das dritte Quartal einen Umsatz von 32,5 Milliarden Dollar (plus oder minus zwei Prozent), nach Schätzungen im Mittel von 31,77 Milliarden Dollar.

Im zweiten Quartal konnte NVIDIA einen Umsatz von 30,4 Milliarden Dollar einfahren (Prognose: 28,70 Milliarden Dollar). Offensichtlich haben sich Anleger noch mehr erhofft. Nach Veröffentlichung gaben die Titel um fast zwischenzeitlich sieben Prozent nach.

Deutsche und europäische Inflation weiter rückläufig – US-Preisdaten dürften wichtige Impulse liefern

Dass die deutsche Inflation weiter zurückgeht, dürfte die EZB-Zinssenkungsfantasien in der Eurozone weiter befeuert haben. Mit 2,1 Prozent legten die Verbraucherpreise vorläufigen Daten zufolge im August um 2,1 Prozent zu, nach 2,3 Prozent im Juli.

Am Donnerstag sahen sich Anleger zudem erneut verstärkt mit US-Daten konfrontiert. Dass die US-Wirtschaft im zweiten Quartal möglicherweise stärker wächst als gedacht, dürfte die Rezessionssorgen abmildern.

Auch die Arbeitsmarktdaten fielen besser aus als gedacht. So sank die Zahl der Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. Insgesamt stellten 231.000 Bürger einen entsprechenden Antrag, nach 233.000 Anträgen in der Woche zuvor. Als kritisch wird die Schwelle von ca. 270.000 Einheiten angesehen.

Am letzten Handelstag der Woche dürfte eine sinkende Inflationsrate in der Eurozone die Stimmung weiter aufgehellt haben. Grund für den niedrigsten Stand seit gut drei Jahren sind dabei vor allem sinkende Energiepreise. Waren und Dienstleistungen legten im Mittel um 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu, nach 2,6 Prozent im Juli.

Im Fokus stehen am heutigen Freitag insbesondere neue US-Preisdaten (14:30 Uhr). Der sogenannte PCE-Deflator (Kernrate) für die persönlichen Konsumausgaben könnte Ökonomen zufolge um 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat angezogen haben, nach 2,6 Prozent im Juni. Ein Anstieg dürfte die Inflationssorgen möglicherweise wieder aufleben lassen. Zweifel an einem ersten Zinsschritt auf der kommenden September-Sitzung dürften allerdings die wenigsten Anleger haben.

Rechtlicher Hinweis

Dieser Beitrag dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung und keine Anlageempfehlung im Sinne des §85 WpHG dar. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Timo Emden

Chefmarktanalyst
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Timo Emden analysiert seit über zehn Jahren die internationalen Kapitalmärkte und ordnet für CapTrader täglich die Entwicklungen an Aktien-, Renten- und Rohstoffmärkten ein.
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