Der US-Dollar-Index notiert auch zu Beginn des Monats September unter der 100er-Marke. Im Blick der Anleger stehen in dieser Woche insbesondere die geldpolitischen Entwicklungen. Spannend dürfte es dabei mit Veröffentlichung neuer US-Arbeitsmarktdaten am kommenden Freitag werden. Zugleich steht die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) nach dem jüngsten Jobbericht aus dem Vormonat unter Druck.
Nach der jüngsten Rede durch Fed-Chef Kevin Warsh auf dem alljährlichen Notenbanker-Treffen in Jackson Hole (Wyoming) bleibt die Sorge berechtigt, dass die Fed womöglich im September an den berüchtigten Zinsschrauben nach oben drehen könnte. Warsh hatte auf die erhöhten Inflationsrisiken verwiesen und somit die Zinserhöhungsfantasien genährt.
US-Dollar-Index

Nach Ankündigung des Rückkaufs langfristiger US-Staatsanleihen
Das US-Finanzministerium hatte Mitte August angekündigt, den geplanten Rückkauf sogenannter langfristiger Staatstitel verdoppeln zu wollen, woraufhin die Renditen lediglich nur vorübergehend nach unten gingen.
US-Staatsanleihen (30 Jahre)
ISM-Einkaufsmanagerindex und „JOLTs“ unter den Erwartungen – US-Jobdaten werfen Schatten voraus
Am heutigen Nachmittag wurde der ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe publik, welcher mit 54,6 Punkten unter den im Vorfeld getätigten Erwartungen (55,2 Punkte) lag, nach 55,6 Zählern im Juli, wie das Institute for Supply Management (ISM) mitteilte. Auch wenn sich die Stimmung in der US-Industrie unerwartet eingetrübt hat, bleibt der Index weiterhin über der Wachstumsschwelle von 50 Zählern.
Die sogenannten „JOLTs“ des US-Arbeitsministeriums fielen mit 7,271 Millionen offenen Stellen niedriger aus als gedacht (7,330 Millionen), nach 7,182 Millionen im Juni.
Am Donnerstag sollten Anleger auf die Publikation des Pendants (ISM-Index) zum Servicesektor achten (16:00 Uhr).
Im weiteren Wochenverlauf stehen am Freitag insbesondere die US-Arbeitsmarktdaten (Non-Farm Payrolls) auf der Agenda (14:30 Uhr). Zugleich werden auch die Arbeitslosenquote als auch die durchschnittlichen Stundenlöhne erwartet.
Das "Fed-Watch-Tool" der CME Group zeigt mittlerweile eine Chance von 66,3 Prozent an, dass es am 16. September zu einer Zinserhöhung in Summe eines Viertelprozentpunkts kommt. 33,6 Prozent der Marktteilnehmer erwarten eine Zinspause. Das Zinsband selbst liegt derzeit bei 3,50 bis 3,75 Prozent.




