In der neuen Handelswoche dürfte sich der Fokus der Anleger insbesondere auf die Fed-Notenbanksitzung zur Wochenmitte richten. Auch den US-Arbeitsmarktbericht gilt es in gewohnter Art und Weise nach geldpolitischen Hinweisen abzuklopfen. Daneben gilt es die laufende Berichtssaison im Blick zu behalten.
Erst am Dienstag dürfte es aus Sicht des Wirtschaftsdatenkalenders wieder spannend werden. Um 16:00 Uhr steht das Verbrauchervertrauen vom Conference Board auf der Agenda, welches sich leicht eintrüben könnte.
Bedeutende China-Daten werden in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch publik. Die PMI-Daten für das verarbeitende Gewerbe könnten sich für den Monat Juli leicht eintrüben (49,5 Punkte vs. 49,3 Punkte).
ADP-Daten geben Vorgeschmack auf NFPs – Powell-Rhetorik im Blick
Einen ersten Vorgeschmack auf den offiziellen US-Arbeitsmarktbericht, welcher am kommenden Freitag publik wird, geben für gewöhnlich die Daten des Dienstleisters Automatic Data Processing (ADP) ab. Erwartet wird in diesem Fall ein Plus außerhalb der Landwirtschaft in Höhe von 166.000 Einheiten nach 150.000 neuen Stellen im Vormonat.
Den Wochenhöhepunkt dürfte folgerichtig die US-Notenbanksitzung der Federal Reserve (Fed) darstellen, welche um 20:00 Uhr am späten Mittwochabend den Leitzinsentscheid verkündet. Anleger erwarten allerdings keine Veränderung des aktuellen Niveaus von 5,25-5,50 Prozent. Erst im September rechnen die Märkte mit der langersehnten Zinswende.
Die Fed-Pressekonferenz mit Jerome Powell steht ab 20:30 Uhr im Fokus. Anleger dürften die Rhetorik auf die Goldwaage legen.
Am Donnerstag und damit am ersten Handelstag des neuen Monats August richtet sich der Fokus auf die Publikation neuer ISM-Daten für den Sektor des verarbeitenden Gewerbes. Wenn es nach Ökonomen geht, dürfte der vielerorts beachtete Index gegenüber dem Vormonat um 0,3 Zähler auf 48,8 Einheiten angezogen haben.
US-Arbeitsmarkt könnte sich eintrüben – Weitere Börsenschwergewichte präsentieren ihre Zahlen
Die offizielle US-Jobbericht sieht ein Stellenplus in Höhe von 185.000 Einheiten vor, nach 206.000 Einheiten im Juni. Die Arbeitslosenquote könnte damit bei 4,10 Prozent verharren.
Maue Jobdaten dürften Anleger tendenziell begrüßen, da die Fed in diesem Zusammenhang weniger schlagkräftige Argumente in ihren Händen halten würde, um das Leitzinsniveau länger hochzuhalten. Durch ihre restriktive Geldpolitik versucht der US-Währungshüter die Inflation in den Griff zu bekommen, ohne den Wirtschaftsmotor abzuwürgen.
Auch in der Berichtssaison lauern abermals Impulse. Am Dienstag dürfte sich der Fokus unter anderem auf die Zahlen von Microsoft und am Mittwoch auf die von Alphabet richten. Am Donnerstag berichten Amazon, Apple und Coinbase.



