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DAX Wochenausblick: Alle Augen auf die US-Inflation

Nach der halbjährlichen Powell-Anhörung vor dem US-Kongress bleibt der DAX weiter auf Richtungssuche. Insbesondere die Veröffentlichung neuer US-Inflationsdaten dürfte mittlerweile ihre Schatten vorauswerfen.
Timo Emden in einem dunklen Anzug und mit Krawatte posiert vor einem schlichten grauen Hintergrund und blickt mit neutralem Blick in die Kamera.
Timo Emden
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10.07.2024, 10:58 Uhr
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Zuletzt aktualisiert am 28.08.2026, 13:43 Uhr
Ein geschäftiger Handelssaal mit Menschen, die an Computerstationen arbeiten, und großen elektronischen Börsentafeln, die über dem Kopf Daten anzeigen, darunter die neuesten Zahlen für den DAX-Wochenausblick.

Nach der halbjährlichen Powell-Anhörung vor dem US-Kongress bleibt der DAX weiter auf Richtungssuche. Insbesondere die Veröffentlichung neuer US-Inflationsdaten dürfte mittlerweile ihre Schatten vorauswerfen. Auch die Ergebnisse der jüngsten Parlamentswahl in Frankreich könnte sich weiterhin als Risikofaktor erweisen.

DAX Chart

Quelle: Tradingview

Powell lässt sich vor US-Kongress nicht in die Karten blicken

Jerome Powell sagte vor dem US-Kongress am Dienstag, dass eine längerfristige Beibehaltung höherer Zinsen das Wirtschaftswachstum beeinträchtigen könnte. Doch auch wenn die Fed-Vertreter an Zinssenkungen interessiert seien, benötige es „mehr gute Daten“, hieß es. Gemeint damit dürfte die Inflationsentwicklung sein.

Nach der Parlamentswahl in Frankreich muss sich nun eine neue Regierung finden. Möglicherweise könnte in der neu gewählten Nationalversammlung ein Linksbündnis stärkste Kraft werden.

Für Anleger dürfte es heute aus Sicht des Wirtschaftsdatenkalenders erneut mit einer Rede durch Fed-Chef Jerome Powell spannend werden (16:00 Uhr). Seine Kollegin Bowman bzw. Kollege Goolsbee folgen um 20:30 Uhr.

Entwicklung der US-Inflation dürfte über Wohl und Wehe entscheiden

Am Donnerstagmorgen dürfte sich der Fokus zunächst auf die Veröffentlichung neuer Inflationsraten für die Bundesrepublik Deutschland richten (08:00 Uhr). Für den Monat Juni (per Jahresmonatsvergleich) erwarten Ökonomen ein Plus von 2,2 Prozent, nach 2,4 Prozent im Mai.

Kernteuerung könnte unverändert bleiben – Anleger hoffen dennoch auf Rückgang

Die Entwicklung der Kernrate der Teuerung für den USA dürfte möglicherweise über Wohl und Wehe entscheiden (14:30 Uhr). Fachleute erwarten in diesem Fall einen Status quo von 3,4 Prozent. Besagte Rate wird als maßgeblich für die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) angesehen.
Die Verbraucherpreise inklusive der Treiber Energie und Lebensmittel könnten im gleichen Zeitraum um 3,1 Prozent angezogen haben, nach 3,3 Prozent im Vormonat.

Eine Rede durch Raphael Bostic gilt es um 17:30 Uhr im Auge zu behalten.

US-Erzeugerpreise und Startschuss zur Berichtssaison in den Vereinigten Staaten am Freitag im Blick

Am Freitag stehen erneut wichtige US-Preisdaten auf der Tagesagenda. Um 14:30 Uhr werden die sogenannten US-Erzeugerpreise erwartet, welche eine wichtige Indikation im Hinblick auf die zukünftige Teuerungsentwicklung abgeben könnten. In diesem Fall dürften die Preise um 0,1 Prozent angezogen haben, nach -0,2 Prozent im Mai.

Weitere Impulse warten für DAX-Anleger am Nachmittag mit den vorläufigen Daten zum Michigan-Verbrauchervertrauen (16:00 Uhr).

Nicht zuletzt dürfte auch der Startschuss zur US-Berichtssaison in Frankfurt am Main Beachtung finden. Neben der Citigroup präsentieren JPMorgan und Wells Fargo ihre Ergebnisse über das abgelaufene Quartal.

Rechtlicher Hinweis

Dieser Beitrag dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung und keine Anlageempfehlung im Sinne des §85 WpHG dar. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Timo Emden

Chefmarktanalyst
CapTrader
Timo Emden analysiert seit über zehn Jahren die internationalen Kapitalmärkte und ordnet für CapTrader täglich die Entwicklungen an Aktien-, Renten- und Rohstoffmärkten ein.
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