Nach der halbjährlichen Powell-Anhörung vor dem US-Kongress bleibt der DAX weiter auf Richtungssuche. Insbesondere die Veröffentlichung neuer US-Inflationsdaten dürfte mittlerweile ihre Schatten vorauswerfen. Auch die Ergebnisse der jüngsten Parlamentswahl in Frankreich könnte sich weiterhin als Risikofaktor erweisen.
DAX Chart
Quelle: Tradingview
Powell lässt sich vor US-Kongress nicht in die Karten blicken
Jerome Powell sagte vor dem US-Kongress am Dienstag, dass eine längerfristige Beibehaltung höherer Zinsen das Wirtschaftswachstum beeinträchtigen könnte. Doch auch wenn die Fed-Vertreter an Zinssenkungen interessiert seien, benötige es „mehr gute Daten“, hieß es. Gemeint damit dürfte die Inflationsentwicklung sein.
Nach der Parlamentswahl in Frankreich muss sich nun eine neue Regierung finden. Möglicherweise könnte in der neu gewählten Nationalversammlung ein Linksbündnis stärkste Kraft werden.
Für Anleger dürfte es heute aus Sicht des Wirtschaftsdatenkalenders erneut mit einer Rede durch Fed-Chef Jerome Powell spannend werden (16:00 Uhr). Seine Kollegin Bowman bzw. Kollege Goolsbee folgen um 20:30 Uhr.
Entwicklung der US-Inflation dürfte über Wohl und Wehe entscheiden
Am Donnerstagmorgen dürfte sich der Fokus zunächst auf die Veröffentlichung neuer Inflationsraten für die Bundesrepublik Deutschland richten (08:00 Uhr). Für den Monat Juni (per Jahresmonatsvergleich) erwarten Ökonomen ein Plus von 2,2 Prozent, nach 2,4 Prozent im Mai.
Kernteuerung könnte unverändert bleiben – Anleger hoffen dennoch auf Rückgang
Die Entwicklung der Kernrate der Teuerung für den USA dürfte möglicherweise über Wohl und Wehe entscheiden (14:30 Uhr). Fachleute erwarten in diesem Fall einen Status quo von 3,4 Prozent. Besagte Rate wird als maßgeblich für die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) angesehen.
Die Verbraucherpreise inklusive der Treiber Energie und Lebensmittel könnten im gleichen Zeitraum um 3,1 Prozent angezogen haben, nach 3,3 Prozent im Vormonat.
Eine Rede durch Raphael Bostic gilt es um 17:30 Uhr im Auge zu behalten.
US-Erzeugerpreise und Startschuss zur Berichtssaison in den Vereinigten Staaten am Freitag im Blick
Am Freitag stehen erneut wichtige US-Preisdaten auf der Tagesagenda. Um 14:30 Uhr werden die sogenannten US-Erzeugerpreise erwartet, welche eine wichtige Indikation im Hinblick auf die zukünftige Teuerungsentwicklung abgeben könnten. In diesem Fall dürften die Preise um 0,1 Prozent angezogen haben, nach -0,2 Prozent im Mai.
Weitere Impulse warten für DAX-Anleger am Nachmittag mit den vorläufigen Daten zum Michigan-Verbrauchervertrauen (16:00 Uhr).
Nicht zuletzt dürfte auch der Startschuss zur US-Berichtssaison in Frankfurt am Main Beachtung finden. Neben der Citigroup präsentieren JPMorgan und Wells Fargo ihre Ergebnisse über das abgelaufene Quartal.



