Zwischen geopolitischen Krisenherden, Zinsfragen und KI-Zweifeln fehlt den Anlegern derzeit der rote Faden. Die Wall Street könnte im Spannungsfeld eines Unsicherheitscocktails aus geopolitischen Risiken, geldpolitischen Fragezeichen und KI-Bedenken gefangen bleiben. Der Ölpreis fungiert derzeit als Pulsmesser für die Anlegernerven. Mit jedem weiterem Ölpreisschub wächst die Sorge, dass die Inflation befeuert und die Notenbanken unter Zugzwang gesetzt werden könnten. Wer derzeit an den Märkten nach Orientierung sucht, findet vor allem neue Fragezeichen. Im Fokus der Anleger steht in dieser Handelswoche insbesondere der Fed-Leitzinsentscheid am Mittwochabend.
Dow Jones Industrial Average Index
Treffen im Oman in letzter Minute abgesagt - Geopolitische Sorgen bleiben präsent
Das eigentlich im Oman angedachte Treffen mit Vertretern der Golfstaaten über eine mögliche Lösung rund um die Straße von Hormus wurde in letzter Minute abgesagt. "Saudi-Arabien hat darum gebeten, dass diese Sitzung nicht stattfindet", so Außenamtssprecher Ismail Baghai. In der vergangenen Woche waren die mit dem Iran verbündeten Huthi zur Meernge Bab al-Mandab vorgerückt.
US-Einzelhandelsumsätze und Fed-Notenbanksitzung am Mittwoch im Fokus
Am Mittwoch rücken zunächst die US-Einzelhandelsumsätze in den Blickpunkt (14:30 Uhr). Ökonomen erwarten gegenüber dem Vormonat ein Anstieg in Höhe von 0,9 Prozent, nachdem besagte Umsätze im Vergleichsmonat zuletzt um 0,6 Prozent zurückgegangen waren.
Für 20:00 Uhr ist der Fed-Leitzinsentscheid und für 20:30 Uhr die anschließende FOMC-Pressekonferenz mit Fed-Chef Kevin Warsh angesetzt.
Mittlerweile rechnen 86,5 Prozent der Marktteilnehmer (laut Fed-Watch-Tool der CME Group) mit einer Zinserhöhung in Höhe von 25 Basispunkten und nur noch 13,5 Prozent mit einer Zinspause. Vor einem Monat hatten für letztgenanntes Szenario noch 66,9 Prozent damit gerechnet.
Ölpreis (West Texas Intermediate)





