Der Bitcoin steigt am Montagnachmittag wieder in Richtung psychologisch bedeutender 80.000-Dollar-Marke und kann sich damit entgegen der allgemeinen Marktstimmung behaupten. Anleger fiebern einer mit Spannung erwarteten Verfahrensabstimmung im US-Senat über den Gesetzesentwurf zum „Clarity Act“ am Dienstag entgegen. Die Anleger blenden derzeit geo- und geldpolitische Risiken gekonnt aus und setzen auf Rückenwind aus Washington. Der Markt versteht eine gesunde Regulierung derzeit nicht als Feind, sondern als Wegbereiter zur finalen Salonfähigkeit von Bitcoin und Co.
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CLARITY Act ist ins Stocken geraten - Anleger hoffen auf Umsetzung
Konkret soll der „Clarity Act“ eine neue Regulierungsstruktur für Krypto Assets und andere digitale Vermögenswerte schaffen. Dieser hängt allerdings seit Monaten im Senat fest. Der Gesetzentwurf hatte Mai zwar den Bankenausschuss des Senats passiert, ist allerdings ins Stocken geraten, da die Senatsführung Schwierigkeiten hat, die erforderlichen 60 Stimmen zu sichern.
Bereits in seinem Wahlkampf zum US-Präsidenten hatte Donald Trump der Krypto-Branche angekündigt, die USA zur „Kryptohauptstadt“ der Welt machen zu wollen.
Ausblick: Alle Augen auf die Fed
Ebenfalls von Interesse dürfte die Fed-Notenbanksitzung am Mittwochabend sein. Während für 20:00 Uhr der Leitzinsentscheid erwartet wird, sollte Kevin Warsh um 20:30 Uhr vor die Öffentlichkeit treten. Die geldpolitischen Entwicklungen dürften insofern von Interesse sein, da die Aussicht auf steigende Kapitalmarktzinsen zulasten von zinslosen Anlagen wie Bitcoin gehen könnte. Über 80 Prozent der Marktteilnehmer rechnen laut Angaben des „Fed-Watch-Tools“ der CME Group mit einer Zinserhöhung in Summe eines Viertelprozentpunkts. Das Zinsband selbst liegt aktuell bei 3,50 bis 3,75 Prozent.



