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Goldpreis: Ölpreis und Entwicklung der US-Staatsanleihen im Blick – US-Notenbank voraus

Der Goldpreis steht angesichts anhaltender Unsicherheiten am Öl- und US-Anleihemarkt weiterhin unter Druck.
Timo Emden in einem dunklen Anzug und mit Krawatte posiert vor einem schlichten grauen Hintergrund und blickt mit neutralem Blick in die Kamera.
Timo Emden
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15.09.2026, 15:41 Uhr
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Zuletzt aktualisiert am 15.09.2026, 18:02 Uhr

Im Vorfeld der US-Notenbanksitzung und angesichts neuer Sorgen rund um die Entwicklung des Ölpreises nebst US-Staatsanleihen steht der Goldpreis am Dienstag zunächst unter Druck. Insbesondere die Unsicherheit über die zukünftige Ausgestaltung der US-Geldpolitik dürfte die Risikostimmung beeinträchtigen. Die Aussicht auf global steigende Kapitalmarktzinsen steigert die Opportunitätskosten für das Halten von Gold, was zulasten der Attraktivität von zinslosen Anlagen wie Gold gehen kann.

Gold (XAU/USD)

Fed-Leitzinsentscheid am Mittwochabend im Blick

Für Mittwochabend steht der Fed-Leitzinsentscheid auf der Agenda (20:00 Uhr) sowie die anschließende FOMC-Pressekonferenz mit Kevin Warsh (20:30 Uhr), welche es nach geldpolitischen Hinweisen abzuklopfen gilt.
Mittlerweile dürfte der Markt eine Zinserhöhung nahezu eingepreist haben. 92,7 Prozent der Marktteilnehmer erwarten einen Zinsschritt nach oben in Summe eines Viertelprozentpunkts. Dagegen stehen 7,3 Prozent für eine Zinspause. Das Zinsband selbst liegt derzeit bei 3,50 bis 3,75 Prozent.

10-jährige US-Staatstitel das zweite Mal seit Finanzkrise 2007 wieder über 5 Prozent-Hürde

Der Anstieg der Rendite 10-jähriger US-Staatstitel über die psychologisch bedeutende 5-Prozent-Marke hat rund um den Globus für Aufsehen gesorgt. Das zweite Mal seit der Finanzkrise 2007 liegen die Renditen damit über besagter Marke, zuletzt im Oktober 2023. Anleger rechnen damit, dass die US-Notenbank das erste Mal seit über drei Jahren die Zinsen anhebt. Zugleich deuten die Terminmarktpreise daraufhin, dass die US-Notenbank im Laufe des kommenden Jahres drei weitere Zinsschritte um jeweils 25 Basispunkte in die Wege leiten könnte.
In der vergangenen Woche hatte das US-Finanzministerium bekanntgegeben, dreimal so viele langlaufende US-Staatsanleihen zurückzukaufen wie eigentlich im Vorfeld geplant. Scott Bessent hatte angekündigt, dass die Regierung US-Anleihen kauft, um so den Kurs zu stabilisieren und den Anstieg der jüngsten Rendite zu stoppen, da dieser die Kreditkosten der Regierung verstärkt.

10-jährige US-Staatsanleihen

Ölpreis (West Texas Intermediate)

Rechtlicher Hinweis

Dieser Beitrag dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung und keine Anlageempfehlung im Sinne des §85 WpHG dar. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Timo Emden

Chefmarktanalyst
CapTrader
Timo Emden analysiert seit über zehn Jahren die internationalen Kapitalmärkte und ordnet für CapTrader täglich die Entwicklungen an Aktien-, Renten- und Rohstoffmärkten ein.
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