Nach der jüngsten US-Regulierungsschlappe vom Vorabend hält sich der Bitcoin knapp unter der 76.000-Dollar-Marke. Der US-Senat hatte am Dienstagabend den sogenannten „Clarity Act“ de facto auf Eis gelegt.
Die Enttäuschung sitzt tief, doch der Markt trägt die Schlappe offensichtlich mit Fassung. Auch wenn das Ergebnis einen herben Rückschlag für die Kryptoindustrie darstellt, bedeutet dies nicht, dass das Thema Regulierung in den USA vom Tisch ist. Aktuell ist es offensichtlich zu schwierig, in Washington einen politischen Konsens über die zukünftigen Regeln für digitale Vermögenswerte zu erzielen. Im US-Senat stimmten 49 für das Vorhaben und 50 dagegen. Notwendig wären in diesem Zusammenhang 60 Stimmen gewesen.
Zugleich dürfte der Respekt vor der heutigen Fed-Notenbanksitzung zugenommen haben. Geldpolitische Enttäuschungen könnten zulasten des allgemeinen Risikoappetits gehen und der jüngsten Kletterpartie einen weiteren Stresstest bescheren.
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Anleger warten Zinserhöhung in Summe eines Viertelprozentpunkts – Alle Augen auf Kevin Warsh
Im Mittelpunkt der Anleger steht heute Abend folgerichtig der Leitzinsentscheid der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) um 20:00 Uhr. Eine halbe Stunde später wird Fed-Chef Kevin Warsh vor der Öffentlichkeit erwartet. Erwartet wird, dass der US-amerikanische Währungshüter das Zinsniveau um 25 Basispunkte nach oben anhebt. Aktuell liegt das Level bei 3,50 bis 3,75 Prozent.
Die US-Notenbank könnte angesichts der hartnäckigen Inflation in den USA ohnehin weiter unter Druck stehen. Die Verbraucherpreise lagen im August zuletzt bei 3,4 Prozent und damit weiterhin deutlich über der eigentlich angepeilten Zielmarke von 2,0 Prozent.





