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Aktienregister

Wenn Sie selbst mit Aktien handeln, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Ihr Name in einem Aktienregister festgehalten ist. In diesem Beitrag erfahren Sie, was genau ein solches Register ist, welche Daten enthalten sind und wozu es dient. Darüber hinaus wird darauf eingegangen, ob solche Register verpflichtend sind und ob eine Weigerung möglich ist.

Aktienregister Definition

Unternehmen können unterschiedliche Arten von Aktien herausgeben. Ein Beispiel sind sogenannte Namensaktien. Mit dieser Aktienart geht die Pflicht einher, die Daten der Eigentümer festzuhalten.

Dies geschieht in sogenannten Aktienregistern. Teilweise wird noch der Begriff Aktienbuch eingesetzt, der als Synonym für Aktienregister verwendet werden kann. Allerdings hat sich letzterer in der Praxis durchgesetzt. 

Es handelt sich dabei um Verzeichnisse, in denen Daten von Aktionären einer bestimmten Firma enthalten sind. Diese Informationen helfen den Firmen dabei, die Aktienbesitzer zu identifizieren. 

Aus solchen Daten können Unternehmen wichtige Schlüsse ziehen, wie die Struktur ihrer Anlegerschaft. Damit sind diese Register Instrumente, die der Erfassung und Verwaltung von wichtigen Daten über ihre Aktionäre dienen. 

Folgende Daten sind in einem solchen Register enthalten:

  • Vor- und Nachname des Aktienbesitzers
  • Geburtsdatum
  • Anschrift
  • E-Mail
  • Anzahl der Aktien

Ist ein Aktienregister Pflicht?

Sobald Firmen Namensaktien herausgeben, ist das Führen eines Aktienregisters verpflichtend. Dies ist im Aktiengesetz, kurz AktG, im Paragraph 67 festgehalten. Eigentümer müssen in den Namensaktien registriert sein, damit sie ihre Rechte als Aktionär nutzen können

  • Zu solchen Rechten gehört beispielsweise der Empfang von Dividenden, die von einigen Unternehmen ausgegeben werden. 
  • Ein anderes Beispiel ist die Teilnahme an Hauptversammlungen. Hier kann oftmals das eigene Stimmrecht genutzt werden, um an wichtigen Entscheidungen der Firma teilnehmen zu können. 

Bei Inhaberaktien ist eine Übertragung nicht notwendig, diese können anonym gehalten werden. Inzwischen überwiegen die Namensaktien, weshalb die Mehrzahl der Unternehmen zur Führung eines solchen Registers verpflichtet ist.

Wozu dient ein Aktienregister?

Die genaue Identifizierung der Eigentümer bringt Vorteile mit sich. Beispielsweise können Firmen rechtzeitig erkennen, wenn eine feindliche Übernahme durch die Konkurrenz erfolgen könnte. Darüber hinaus kann die Anlegerstruktur besser verstanden werden, wenn die Daten einbezogen werden. 

Zudem machen solche Informationen es einfacher, den Mitteilungspflichten zuverlässig nachzukommen. Damit kann die Kommunikation zwischen Unternehmen und den eigenen Aktionären durch die verbesserte Transparenz optimiert werden. Zudem gilt das Register als Grundlage für die Hauptversammlungen.

Registrierung in einem Aktienregister

Im Normalfall verläuft die Übertragung in das Verzeichnis automatisiert, sodass Aktionäre nicht selbst tätig werden müssen. Dies geschieht im Normalfall digital bei der jeweiligen Firma. Es gibt kaum mehr klassische Aktienbücher in Papierform. 

  • Aktionäre kaufen sich an einer Börse eine Aktie, wodurch der Eigentümer wechselt.
  • Die depotführende Bank übermittelt dem jeweiligen Unternehmen anschließend die Daten.
  • Die Firma erfasst diese Daten anschließend im Verzeichnis und aktualisiert demnach den Eigentümer, seine Anschrift und die anderen Informationen.
  • Der vorherige Aktieninhaber wird aus dem Register entfernt. 
  • Somit wird sichergestellt, dass das Register konstant aktualisiert wird und die neuesten Daten enthält. 

Das Aktienregister ist nicht öffentlich einsehbar. Außenstehende haben demnach keine Möglichkeit, sich anzusehen, wie die Anlegerstruktur eines Unternehmens aussieht. Auch Aktionäre der jeweiligen Firma dürfen ausschließlich ihre eigenen Daten einsehen. 

Aktionäre haben die Option, der Übertragung ins Register zu widersprechen. In solchen Fällen steht im Register die depotführende Bank. Dieser Widerspruch hat allerdings Konsequenzen für den Aktionär: Sein Stimmrecht auf der Hauptversammlung darf er nicht nutzen. 

Fazit: Funktionsweise von einem Aktienregister

Unternehmen, die Namensaktien herausgeben, müssen verpflichtend ein sogenanntes Aktienregister führen. In einem solchen Register sind Namen, Geburtsdaten, Anschriften, Anzahl der Aktien und E-Mail-Adressen über die eigenen Aktionäre enthalten.

Solche Verzeichnisse bringen Vorteile mit sich: Die Firmen haben einen genauen Überblick über die Struktur ihrer Aktionäre. Feindliche Übernahmen können auf diese Weise rechtzeitig erkannt werden. Zudem können Unternehmen die Kommunikation zu ihren Aktionären verbessern. 

Im Normalfall verläuft die Übertragung ins Aktienregister automatisiert und digital, sodass Aktionäre beim Kauf neuer Aktien nicht selbst tätig werden müssen. Die entsprechende Bank des Aktieninhabers übermittelt die Daten an die Firma, die das Verzeichnis anschließend aktualisiert.

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