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Bullenmarkt

Vermutlich haben auch Sie schon von den Metaphern “Bullenmarkt” und “Bärenmarkt” gehört. Doch was haben diese wilden Tiere mit der Börse zu tun? In diesem Beitrag erfahren Sie, was genau ein Bullenmarkt ist, durch welche Phasen er sich kennzeichnet und ab wann er eintritt.

Bullenmarkt Bedeutung

Der Begriff “Bullenmarkt” bezeichnet einen längerfristigen Aufwärtstrend an der Börse. Synonyme Wörter sind “Anstieg” oder “Hausse”. Ein Bulle hat seine Hörner nach oben gerichtet. Im Falle eines Angriffes stößt er von unten nach oben, was die steigenden Kurse symbolisieren soll.

Wenn die Kurse sinken, wird dagegen von einem Bärenmarkt gesprochen. Dieser kann beim Angriff mit seiner Tatze von oben nach unten schlagen, weshalb er die sinkenden Kurse darstellt. 

Woher genau die Begriffe stammen, ist bis heute ungeklärt:

  • Dennoch haben sich beide Tiere als Wahrzeichen an der Börse durchgesetzt
  • Viele Börsen haben eine Statue von einem Bullen, in der Hoffnung auf steigende Kurse und als Symbolbild, auf ihrem Grundstück abgestellt
  • Ein besonders bekanntes Beispiel ist der angreifende Bulle im Bowling Green Park in der Nähe der Wall Street

Wie entsteht ein Bullenmarkt?

Ein Bullenmarkt entsteht im Normalfall durch drei Phasen. Zuerst tritt eine Akkumulationsphase ein. Es liegt ein Abwärtstrend vor, bevor sich der Chart ändert und zu einem Aufwärtstrend wird. Gründe hierfür sind bessere Bedingungen in der Wirtschaft, wodurch Unternehmen Gewinne erzielen können. 

Hierbei handelt es sich um einen guten Einstiegszeitpunkt, wenn Anleger langfristig Renditen erzielen wollen. Solche Zeitpunkte sind aber schwer zu erkennen und können auch nur kurzfristiger Natur sein. Besonders gut informierte und voraussehende Investoren haben die Chance, solche Veränderungen zu erkennen.

An die Akkumulationsphase folgt die Phase der Beteiligung für die Öffentlichkeit. Weitere Investoren erkennen Chancen und wollen an der Börse teilhaben, weil sie sich Gewinne versprechen. In dieser Phase steigt das Handelsvolumen an.

Die letzte Phase wird als Distributionsphase bezeichnet. Sie kann die Stimmung am Markt stark steigen lassen. Es kommen die letzten, vorher mit Zweifeln behafteten Anleger hinzu und investieren ihr Geld. Erfahrene und gut informierte Anleger nutzen diese Chance oftmals, um Verkäufe zu tätigen oder ganz auszusteigen. Am Ende dieser Phase tritt ein Abwärtstrend ein. 

Es gehört zum Markt dazu, dass sich Bullen- und Bärenmärkte abwechseln:

  • Statistisch gesehen hält ein Bullenmarkt um die sieben Jahre und ein Bärenmarkt um die 1,5 Jahre an
  • Gesichert sind diese Zeitangaben aber nicht
  • Investoren müssen viele unterschiedliche Indikatoren berücksichtigen

Hier liegt die Gefahr der “Bullenfalle”. Investoren nehmen während eines Bullenmarktes an, dass die positive Entwicklung sich fortsetzen wird und erwerben weitere Wertpapiere. Grundsätzlich sind vergangene Phasen nie ein zuverlässiges Zeichen für künftige Entwicklungen. 

Ab wann Bullenmarkt?

Es gibt keine exakten Definitionen dafür, ab wann ein Bullen- oder Bärenmarkt vorliegt. Es handelt sich um grobe Beschreibungen, dass ein Bullenmarkt für einen langfristigen Aufwärtstrend und ein Bärenmarkt für einen langfristigen Abwärtstrend steht. Daher stehen keine festen Kennzahlen zur Verfügung, anhand derer ein Investor weiß, dass ein Bullenmarkt besteht.

Allerdings gibt es grobe Orientierungsgrößen, die bei der Einschätzung helfen können. Bei einem Bullenmarkt kann davon ausgegangen werden, dass die Kurse innerhalb von 2 Monaten um über 20 Prozent steigen. Bei Bärenmärkten ist der Fall genau umgekehrt. 

Fazit: Was bedeutet Bullenmarkt?

Bullenmarkt ist ein Begriff für einen langfristig steigenden Markt. Der Gegenpart dazu ist der Bärenmarkt, der langfristig fallende Kurse bezeichnet. Wichtig ist, dass es hierbei keine genauen Definitionen gibt, ab wann es sich um einen Bullen- oder Bärenmarkt handelt. Hier können lediglich grobe Richtlinien verwendet werden.

Ein Bärenmarkt besteht grob aus drei Phasen: Akkumulationsphase, Beteiligung der Öffentlichkeit und Distributionsphase. In der ersten Phase kommt es zu einem Umschwung von einem Abwärts- zu einem Aufwärtstrend. Gut informierte Anleger können bereits an dieser Stelle tätig werden.

In der darauffolgenden Phase kommt es bei einem Bullenmarkt zu einer erhöhten Aktivität von Anlegern, die zu diesem Zeitpunkt ebenfalls Chancen erkennen und beginnen zu investieren. Das Handelsvolumen wird größer. Die letzte Phase, die Distributionsphase, zeichnet sich oftmals durch Euphorie der Anleger aus und bezeichnet die Phase vor dem Umschwung hin zu einem Abwärtstrend.

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