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Wall Street

Wenn Sie sich mit dem Thema Aktien auseinandersetzen, kommen Sie nicht an der Wall Street vorbei: ein berühmter, wirtschaftlich bedeutender Finanzdistrikt in Amerika mit der größten Börse weltweit. In diesem Beitrag erfahren Sie, was genau die Wall Street ist, wie sie entstanden ist, welche bekannten Indizes mit ihr in Verbindung stehen und welche historischen Kurseinbrüche in die Geschichte eingegangen sind.

Wall Street Definition

Die Wall Street ist eine bekannte Straße im Stadtbezirk Manhattan in New York. Diese Straße wird als “Finanzdistrikt” bezeichnet, da sich an diesem Ort mehrere Banken und Finanzinstitute befinden. Auch die US-Zentralbank, Federal Reserve genannt, befindet sich hier.

Der Begriff Wall Street wird nicht nur für die Straße verwendet. Oft ist damit die weltweit umsatzstärkste Börse gemeint, die New York Stock Exchange, die sich ebenfalls in dieser Straße befindet. 

Die NYSE ist eine sogenannte “Open Outcry”-Börse. Hierbei handelt es sich um Börsen mit klassischem Parketthandel. Diese Börsen funktionieren ebenfalls auf der Basis von Computern, jedoch nicht vollautomatisch wie bei Computerbörsen wie der Nasdaq. Beim klassischen Parketthandel gibt es nach wie vor Händler, die die Aktivitäten führen und überwachen. 

Geschichte der Wall Street

Die Börse entstand im Jahre 1792. Hier unterzeichneten Wertpapierhändler aus New York das sogenannte “Buttonwood Agreement”. In diesem Vertrag ging es um den Handel mit Wertpapieren in US-Dollar. Konkreter wurden Aktien und Anleihen gehandelt. 

  • Während im Jahr 1792 gerade einmal 5 Wertpapiere gehandelt wurden, stieg der Aktienhandel in den Jahren darauf stark an.
  • Mit diesem Vertrag fing die Geschichte der Wall Street an, auch wenn noch keine offizielle Börse gegründet wurde.

Dies geschah am 8. März 1817. An diesem Tag wurden erstmals Regeln der Börse festgesetzt. Damit entstand eine formelle Organisation, die als “New York Stock & Exchange Board” bezeichnet wurde. Ihren heutigen Namen, die “New York Stock Exchange", erhielt die Börse erst im Jahr 1863. Im Jahr 1911 wurde die Börse in das heute genutzte Gebäude verlegt. Die NYSE wuchs seit dieser Zeit konstant an.

Für das rasante Wachstum der Börse gibt es mehrere Gründe:

  • Zum einen wurde im Jahr 1866 ein dauerhaftes transatlantisches Telefonkabel geschaffen. Dadurch konnte die Kommunikation zwischen New York und London erheblich verbessert werden. 
  • Ein weiterer Aspekt ist die Erfindung von Edward Calahan, dem sogenannten Börsenticker. Auf diese Weise wurde eine Revolutionierung der Informationsvermittlung möglich. Investoren konnten aktuelle, internationale Tagespreise konstant einsehen. 

Diese technologischen Entwicklungen und das schon vergleichsweise früh ausgearbeitete Regelwerk trugen zum starken Wachstum und der heutigen Bedeutung bei. Dadurch galt die Börse als innovativ, zuverlässig und vertrauenswürdig.

Bekannte Indizes an der Wall Street

Der Dow Jones Industrial Average ist unmittelbar mit der Wall Street verbunden und der älteste noch bestehende Aktienindex der Welt. Er beinhaltet die 30 größten amerikanischen Unternehmen. Die ursprünglich enthaltenen Unternehmen wurden von Anfang an der Wall Street gehandelt.

  • Die Option, Aktien mithilfe eines Indizes zu bündeln, war eine weitere innovative Entwicklung an der Börse. 
  • Ursprüngliches Ziel war es, den Index zu nutzen, um die Entwicklung des amerikanischen Aktienmarktes messen zu können. 

Die NYSE besitzt zudem einen eigenen Index: der NYSE Composite Index. Dieser ermöglicht eine breitere Betrachtung des Marktes, da alle über 2.2000 Aktien der NYSE in einem Index zusammengefasst sind. 

Die größten Crashes an der Wall Street

Trotz der großen Erfolgsgeschichte der NYSE kam es immer wieder zu großen Kurseinbrüchen, die in die Geschichte eingegangen sind. Zu den bekanntesten Beispielen gehört die Weltwirtschaftskrise von 1929

Diese begann mit dem sogenannten “Black Thursday”, woraufhin eine starke Rezession folgte. Der Dow Jones, verglichen mit seinem Rekordhoch im September 1929, verlor bis zum Sommer 1932 knapp 90 Prozent. Diese Zeit war geprägt von einem starken Rückgang der Industrie, Bankenkrisen, hoher Arbeitslosigkeit und weiteren Krisen. 

Ein weiteres Beispiel ist die große Rezession des Jahres 2008, in der die Immobilienblase platzte. Der Immobilienmarkt in Amerika wurde erheblich beeinträchtigt. Zahlreiche Menschen verloren ihre Häuser und ihre Ersparnisse. Grund dafür waren schlecht verwaltete Hypotheken, die darin resultieren, dass zahlreiche Finanzunternehmen Konkurs anmelden mussten. 

Fazit: Was ist die Wall Street?

Der Begriff Wall Street bezeichnet die weltweit größte Börse oder die Straße, in der sie steht. Die New York Stock Exchange ist eine Open Outcry-Börse und besitzt demnach einen klassischen Parketthandel. In der Straße befinden sich weiterhin große Banken, die Federal Reserve und andere Finanzinstitute.

Ihre hohe Bedeutung erlangte die Börse durch innovative Entwicklungen. Dazu gehörten der Börsenticker von Edward Calahan, der die Informationsvermittlung revolutionierte und ein dauerhaftes transatlantisches Telefonkabel, das die Kommunikation verbesserte.

Wenn die Geschichte der Börse betrachtet wird, müssen auch historische Kurseinbrüche berücksichtigt werden. Dazu gehört der Black Thursday aus dem Jahr 1929 mit anschließender Rezession. Ein weiteres Beispiel ist die geplatzte Immobilienblase aus dem Jahr 2008. 

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