Erstmals seit Mitte September notiert der Bitcoin wieder unter der psychologisch wichtigen 80.000-Dollar-Marke. Ein Unsicherheitscocktail aus Zinssorgen, KI-Zweifeln und einem sinkenden Risikoappetit der Anleger stellt den zuletzt aufgekommenen Optimismus auf den Prüfstand. Die Hoffnung auf regulatorische Fortschritte in den USA ist spätestens jetzt wieder einer nüchternen Betrachtungsweise gewichen.
Einmal mehr stellt sich die Frage, welche Rolle der Bitcoin in einem Marktumfeld spielen soll, das zusehends von KI, Technologietiteln und makroökonomischen Faktoren geprägt ist.
Bitcoin Chart auf Monatsbasis

Erzeugerpreise stärker als erwartet - Einzelhandelsumsätze können Erwartungen nicht erfüllen
Am heutigen Nachmittag mussten Anleger erneut wichtige Konjunkturdaten aus den USA verarbeiten. Insbesondere die US-Preisdaten dürften den Abwärtsdruck temporär verschärft haben. Die US-Erzeugerpreise haben mit 1,3 Prozent gegenüber dem Vormonat deutlich stärker angezogen als von Ökonomen im Vorfeld erwartet (0,5 Prozent), nach ebenfalls 0,5 Prozent im Vergleichszeitraum.
Die Einzelhandelsumsätze stiegen um 0,8 Prozent im Vergleich zum August damit fast drei Mal so stark wie gedacht (0,3 Prozent).
„Fed-Watch-Tool“ rechnet wieder mit erhöhter Chance für Zinspause auf Oktober-Sitzung
Laut „Fed-Watch-Tool“ der CME Group rechnen allerdings einen Tag nach Veröffentlichung der jüngsten US-Jobdaten wieder 70,7 Prozent der Marktteilnehmer mit einer Zinspause und 29,3 Prozent mit einer Zinserhöhung in Summe eines Viertelprozentpunkts auf der Oktober-Sitzung in rund zwei Wochen (28.10.)
Die US-Inflation war am Mittwoch mit 3,7 Prozent stärker ausgefallen als gedacht (3,6 Prozent, nach zuletzt 3,4 Prozent im August (im Vergleich zum Vorjahresmonat). Die Aussicht auf weitere steigende Zinsen in den USA erhöht die Opportunitätskosten für das Halten von zinslosen Anlagen wie Bitcoin.




