Aus Sorge vor weiter steigenden Leitzinsen dies- und jenseits des Atlantiks ringt der DAX am Donnerstag um die psychologisch wichtige 25.000-Punkte-Marke. Die Anleger suchen weiterhin ihre Balance zwischen hohen Energiepreisen, Inflationssorgen und geldpolitischen Unwägbarkeiten. Der September hat seinem Ruf als schwieriger Börsenmonat alle Ehre gemacht. Nun dürfte sich der Blick auf den Jahresendspurt richten. Auch wenn die Grundstimmung tendenziell positiv bleibt, fehlt derzeit der entscheidende Funke an den Märkten. Der Blick auf den Öl- und Anleihemarkt ist für Investoren immer wieder ein mahnendes Beispiel für verfrühten Optimismus. Ihre Aufmerksamkeit dürften Investoren nun auf die anstehende Publikation neuer US-Jobdaten richten.
DAX Chart auf Monatsbasis

Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen erreicht höchsten Stand seit Anfang 2002
Die Rendite 10-jähriger US-Staatstitel hat am Donnerstag ihren höchsten Stand seit 24 Jahren erreicht. Zwischenzeitlich lag diese bei 5,342 Prozent und damit höher als zuletzt als 2007 und gleichzeitig das höchste Level seit Anfang 2002. Insbesondere dürften sich hier die Inflations- und Zinssorgen der Anleger ablesen lassen.
US-Staatsanleihen (10 Jahre)
ISM-Einkaufsmanager (verarbeitendes Gewerbe) und NFPs im Blick
Am heutigen Nachmittag wartet auf die Märkte der ISM-Einkaufsmanager für das verarbeitende Gewerbe in den USA (16:00 Uhr).
Im Fokus der Anleger stehen am Freitag nun die offiziellen US-Arbeitsmarktdaten (Non-Farm Payrolls), welche es nach geldpolitischen Hinweisen abzuklopfen gilt (14:30 Uhr). Aktuellen Schätzungen zufolge erwarten Volkswirte ein Stellenplus in Höhe von 90.000 Einheiten außerhalb der Landwirtschaft, nachdem im August noch 162.000 neue Jobs geschaffen werden konnten.
Die separat ermittelte Arbeitslosenquote dürfte voraussichtlich weiterhin bei 4,1 Prozent verweilen.
Einen ersten Vorgeschmack auf die kommenden NFPs haben am Dienstag bereits die „JOLTs“-Stellenangebote (Job Openings and Labor Turnover Survey) abgegeben. Mit 7,079 Millionen Einheiten lagen diese deutlich unter den Erwartungen (7,24 Mio.), nach 7,335 Mio. im Vormonat.
Die ADP-Beschäftigungsdaten waren im September zudem stärker gestiegen als gedacht. Gegenüber dem Vormonat legte die Zahl der Beschäftigungen in der US-Privatwirtschaft um 90.000 zu, wie der Dienstleister ADP mitteilte. Erwartet wurden im Vorfeld lediglich 75.000 neuen Stellen.
Ölpreis (West Texas Intermediate)





