Anleger befinden sich im Gipfelfieber. Der Sprung über die psychologisch wichtige 26.000-Punkte-Marke wirkt wie ein Dosenöffner. Der Dreiklang aus Geopolitik, Geldpolitik und Unternehmenszahlen liefert derzeit die gewünschten Koordinaten für die Navigationssysteme der Anleger. Als Zünglein an der Waage fungiert nach wie vor die Aussicht auf Diplomatie zwischen Washington und Teheran.
Die jüngste Rekordserie sollte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass mit dem schwelenden Iran-Konflikt nach wie vor erhebliche Risiken unter der Oberfläche glimmen.
Nun dürften Anleger ihre Aufmerksamkeit insbesondere auf die am Freitag anstehenden US-Arbeitsmarktdaten richten.
DAX

Anleger hoffen auf Diplomatie zwischen Washington und Teheran
Die Vereinigten Staaten würden sich laut US-Präsident Donald Trump wieder in Gesprächen mit dem Iran befinden. So seien die Verhandlungen die letzte Chance für Teheran, „ein gutes Abkommen“ zu unterzeichnen. Einige Staaten hätten die Vereinigten Staaten darum gebeten, der Diplomatie noch eine Chance zu geben, hieß es weiter. Zugleich wiederholte er, dass anscheinend Gespräche auf Wunsch Teherans stattfinden würden.„Die erste Phase ist die Öffnung der Meerenge“, so Trump. In einer zweiten Phase soll es laut ihm um die „Denuklearisierung“ Irans gehen.
„JOLTs“ und ADP-Beschäftigungsdaten könnten ersten Vorgeschmack auf NFPs liefern
Die sogenannten „JOLTs“ (Job Openings for Labour and Turnover Survey) könnten bereits einen Appetizer auf die anstehende Publikation der NFPs gebracht haben. Für den Monat Juni brachte der Bericht insgesamt 7,359 Mio. offene Stellen hervor, nachdem im Vorfeld 7,454 Mio. Einheiten erwarten wurden (zuvor: 7,537 Mio. Einheiten).
Zugleich könnten auch die ADP-Beschäftigungsdaten am Mittwoch einen ersten Vorgeschmack auf die offiziellen US-Jobdaten abgeben. Der ISM-Einkaufsmanager für den Servicesektor wird am Mittwoch für 16:00 Uhr erwartet.
US-Jobdaten am Freitag im Fokus – Ökonomen erwarten Stellenplus in Höhe von 80.000 Einheiten
Der US-Arbeitsmarktbericht (Non-Farm Payrolls) rückt um am Freitag um 14:30 Uhr in den Fokus der Anleger, welcher geldpolitische Impulse hervorbringen dürfte. Ökonomen erwarten, dass außerhalb der US-Landwirtschaft insgesamt 80.000 neue Jobs geschaffen worden sind und damit deutlich mehr als im Juni (57.000 neue Stellen).
Ebenfalls im Blick steht die Arbeitslosenquote als auch die Entwicklung der durchschnittlichen Stundenlöhne. Für Ersteres wird eine Rate von 4,2 Prozent erwartet.
Berichtssaison erreicht hierzulande ihren Höhepunkt – Weitere Zahlenflut voraus
In der Berichtssaison rücken heute die Zahlen von Bayer AG (ISIN: DE000BAY0017), Continental AG (ISIN: DE0005439004), Fresenius Medical Care AG (ISIN: DE0005785802), Lufthansa AG (ISIN: DE0008232125) sowie Hugo Boss AG (ISIN: DE000A1PHFF7) in den Blickpunkt.
Am Mittwoch berichten Siemens Energy AG (ISIN: DE000ENER6Y0), Infineon Technologys AG (ISIN: DE0006231004), Deutsche Post AG (ISIN: DE0005552004), Fresenius SE (ISIN: DE0005785604), Vonovia SE (DE000A1ML7J1) nebst Beiersdorf AG (ISIN: DE0005200000).
Am Donnerstag stehen die Zahlen von Siemens AG (ISIN: DE0007236101), Deutsche Telekom AG (ISIN: DE0005557508), Rheinmetall AG (ISIN: DE0007030009), Merck KGaA (ISIN: DE0006599905) und Commerzbank AG (ISIN: DE000CBK1001) im Fokus sowie am Freitag die Allianz SE (ISIN: DE0008404005), Munich RE (ISIN: DE0008430026) und Daimler Truck Holding AG (ISIN: DE000DTR0CK8).



