Der DAX dürfte vorerst im Klammergreif des Ölpreises bleiben. Auf dem schmalen Grat zwischen Inflationssorgen, geldpolitischem Gegenwind und dem ungewissen Ausgang des Trump-Xi-Gipfels suchen Anleger ihr Gleichgewicht. Während die Aktienmärkte um Halt Ringen, sorgen steigende Renditen am Anleihemarkt für zusätzliche Störfeuer.
Auch wenn der Nahostkonflikt temporär an Schärfe verlieren vermag, sind die Inflationssorgen und die geldpolitischen Unwägbarkeiten noch lange nicht vom Tisch. Ein besser als erwarteter ifo-Geschäftsklimaindex kann das Ruder am deutschen Aktienmarkt vorerst nicht herumreißen.
DAX

Hochspannung vor Treffen zwischen Trump und Xi
Mit großer Spannung blicken Anleger auf das Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Staats- und Regierungschef Xi Jinping. Im Vorfeld des Treffens hatte es bereits eine Annährung gegeben. So sollen die bis November ausgesetzten extra Zölle auf Importe chinesischer Waren laut Angaben des US-Finanzministers Scott Bessent um weitere zwei Monate aufgeschoben werden, hieß es.
Unter anderem sollen Themen zum Zoll als auch zu Künstlicher Intelligenz (KI) besprochen werden.
Ölpreis (Crude Oil Futures)

Der vielerorts beachtete ifo-Geschäftsklimaindex ist im September auf 89,9 Punkte gestiegen, nach 88,8 Einheiten im August. Dies ist gleichzeitig der fünfte Anstieg in Serie und der höchste Wert seit 2023. Von Reuters befragte Fachleute hatten mit 89,0 Punkten gerechnet. Monatlich befragt das in München ansässige ifo-Institut rund 9.000 Führungskräfte.
Im Vorfeld der Veröffentlichung hatten zudem führende Wirtschaftsforschungsinstitute bekanntgegeben, dass diese für das laufende Jahr mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Höhe von 1,3 Prozent rechnen.

GfK-Verbrauchervertrauen und Auftragseingänge für langlebiger Güter aus den USA im Blick
Am Freitagmorgen steht das GfK-Verbrauchervertrauen im Blickpunkt (08:00 Uhr). Auch die Auftragseingänge für langlebige Güter dürften aus den USA wichtige Impulse senden (14:30 Uhr).




