Nach der Bundestagswahl und neuen Zollsorgen könnte der DAX zur Wochenmitte erneut Anlauf in Richtung 23.000-Punkte-Marke nehmen. Auch wenn sich Anleger über die Bundestagswahlergebnisse in erster Instanz zunächst erleichtert gezeigt haben, könnte eine politische Hängepartie tendenziell für Unsicherheit sorgen. Nicht zuletzt dürfte auch der durch Donald Trump initiierte Handelsstreit beachtet werden. Mit großer Spannung blicken Anleger zudem auf die heutigen Zahlen des KI-Chipherstellers NVIDIA.
DAX Chart
Quelle: TradingView
Erleichterung nach Bundestagswahl - Anleger haken politische Börsen schneller ab als gedacht
Vorläufigen Ergebnissen zufolge hat die CDU/CSU die Bundestagswahl mit 28,52 Prozent gewonnen, gefolgt von der AfD (20,8 Prozent), der SPD (16,41 Prozent) und den Grünen (11,61 Prozent). Investoren warten nun auf entsprechende Ergebnisse in puncto Koalitionsverhandlungen. Eine rasche Regierungsbildung dürfte aus Anlegersicht wünschenswert sein.
Handelsstreitigkeiten bleiben Damoklesschwert für die Börsen – Donald Trump setzt auf Strafzölle gegen Mexiko und Kanada
Die Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und wichtigen Wirtschaftspartner sorgt weiterhin für Gesprächsstoff. Zu Wochenbeginn bekräftigte Donald Trump seine geplanten Zölle gegen Mexiko und Kanada in Höhe von 25 Prozent auf sämtliche Waren. Kurz nach seinem Amtsantritt hatte er bereits besagte Zölle angekündigt, diese aber dann zunächst für einen Monat ausgesetzt.
Zahlreiche US-Wirtschaftsdaten am Donnerstag im Fokus
Aus Sicht des Wirtschaftskalenders dürfte es insbesondere am Donnerstag mit wichtigen US-Konjunkturdaten spannend werden. Erwartet werden um 14:30 Uhr das Bruttoinlandsprodukt (annualisiert). Publik werden neben den Kernausgaben für den persönlichen Konsumausgaben auch die wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe sowie die Auftragseingänge für langlebige Güter.
Deutsche Inflationsdaten und „PCE-Deflator“ für die persönlichen Konsumausgaben dürften am Freitag wichtige Impulse liefern
Der Freitag steht indes ganz im Zeichen der Publikation verschiedener Preisdaten. Hierzulande rücken um 14:00 Uhr die vorläufigen Inflationsdaten für die Bundesrepublik Deutschland in den Fokus.
Um 14:30 Uhr sollten Anleger den sogenannten PCE-Deflator für die persönlichen Konsumausgaben im Auge behalten, welcher wichtige Inflationshinweise abgeben könnte.
NVIDIA-Zahlen nach DeepSeek-Schock mit Hochspannung erwartet
Heute nach US-Börsenschluss erwarten Anleger die Geschäftszahlen des abgelaufenen Quartals aus dem Hause NVIDIA. Anleger dürften insbesondere auf den Ausblick schauen, nachdem sich Anleger zuletzt wegen einer erstarkten Konkurrenz namens DeepSeek aus dem Reich der Mitte den Kopf zerbrachen.
NVIDIA Chart

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