Eine Woche vor dem mit Spannung erwarteten Fed-Leitzinsentscheid bleibt die Hoffnung bestehen, dass der amerikanische Währungshüter in einer Woche an den Zinsschrauben nach unten dreht. Im Laufe der Woche dürften Anleger ihre Aufmerksamkeit immer wieder auf wichtige Konjunkturwerte wie etwa zu den ADP-Daten, dem EU-Bruttoinlandsprodukt und der Kernrate für die persönlichen Konsumausgaben in den USA richten.
Auch wenn die Sorge vor einem Platzen einer möglichen KI-Blase wieder in den Hintergrund gerückt ist, sollten sich Anleger jederzeit auf mögliche Unwägbarkeiten einstellen.
DAX
Kevin Hassett als möglicher Nachfolger Jerome Powells – Amtszeit läuft im Mai 2026 aus
Für Impulse und damit auch möglichen Rückenwind dürften Spekulationen gesorgt haben, dass Kevin Hassett im Mai 2026 Nachfolger von Fed-Chef Jerome Powell werden könnte. In Trumps erster Amtszeit leitete Hassett den Rat der Wirtschaftsberater des Weißen Hauses.
Die Amtszeit Powells läuft im Mai 2026 ab. Der US-Präsident muss den neuen Fed-Chef nominieren und vom Senat bestätigen lassen.
ADP-Beschäftigungsdaten dürften wichtige Impulse liefern – Anleger setzen verstärkt auf Zinssenkungsschritt durch Fed
Wichtige Impulse dürften die sogenannten ADP-Beschäftigungsdaten liefern, welche heute für 14:15 Uhr erwartet werden. Wegen des mittlerweile beigelegten partiellen US-Regierungsstillstands werden die offiziellen US-Arbeitsmarktdaten (Non-Farm Payrolls) in dieser Woche allerdings nicht veröffentlicht. Erst am 16. Dezember und damit nach dem Fed-Leitzinsentscheid (10.12.2025) wird der Bericht für Oktober als auch November erwartet.
In diesem Zusammenhang dürften Investoren ihre Aufmerksamkeit insbesondere heute auf die ADP-Daten richten.
„Fed-Watch-Tool“ schätzt Chance für 25-Basispunkte-Schritt abwärts auf 89,2 Prozent
Eine Woche vor dem Zinsentscheid signalisiert das „Fed-Watch-Tool“ der CME Group nun einer Chance von 89,2 Prozent, dass es zu einer Zinssenkung um 25 Basispunkte kommt. Das Szenario einer Zinspause wird auf 10,8 Prozent Wahrscheinlichkeit taxiert. Die Spanne selbst liegt derzeit bei 3,75 bis 4,00 Prozent.
Am 28. Januar und 18. März 2026 will die Fed ebenfalls planmäßig zusammenkommen, um über die US-Geldpolitik zu entscheiden.
ISM-Einkaufsmanager, Lagarde und EU-BIP im Fokus
Ebenfalls von Interesse dürfte heute zudem auch der ISM-Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor sein (16:00 Uhr).
Eine Rede durch EZB-Präsidentin Christine Lagarde gilt es um 16:30 Uhr nach geldpolitischen Hinweisen abzuklopfen.
Am Donnerstag sollten die EU-Einzelhandelsumsätze beachtet werden (11:00 Uhr).
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) steht am Freitag für 11:00 Uhr auf der Agenda.
Kernrate der persönlichen Konsumausgaben dürfte geldpolitische Signale liefern
Mit über Wohl und Wehe könnten zudem neue US-Preisdaten (Kernrate der persönlichen Konsumausgaben) entscheiden, welche am Freitag für 14:30 Uhr erwartet werden.
Das Verbrauchervertrauen aus dem Hause Uni Michigan rundet die Handelswoche aus Sicht des Wirtschaftskalenders ab (16:00 Uhr).



