In der ersten vollständigen Handelswoche des neuen Jahres 2025 warten aus Sicht des Wirtschaftskalenders bereits zahlreiche potenzielle Impulsgeber auf Anleger. Insbesondere die Publikation des US-Jobberichts dürfte dabei ihre Schatten vorauswerfen. Angesichts robuster US-Konjunkturdaten konnte das Frankfurter Börsenbarometer die psychologische 20.000-Punkte-Marke zuletzt nicht halten.
DAX Chart
Quelle: TradingView
Starke US-Daten erwischen Anleger auch hierzulande auf dem falschen Fuß
So lag der ISM-Einkaufsmanagerindex für das nicht-verarbeitende Gewerbe im Dezember in den USA bei 54,1 Punkten und damit deutlich stärker als gedacht (53,4 Punkte). Ein Wert unterhalb von 50 Zählern signalisiert eine wirtschaftliche Abschwächung. Für Aufsehen sorgten zudem die "JOLTs" (offene Stellen in den USA im November), welche mit 8,098 Millionen Einheiten deutlich über den Erwartungen lagen (7,730 Millionen).
Insgesamt dämpften die Daten am Dienstagnachmittag die Erwartungen an weitere Zinssenkungen durch die US-Notenbank Federal Reserve (Fed).
Einzelhandelsumsatz legt im Jahr 2024 voraussichtlich wieder zu – ADP-Daten und „FOMC-Minutes“ voraus
Bereits heute morgen wurden neue Einzelhandelsdaten für die Bundesrepublik Deutschland publik. Im Jahr 2024 sei der Umsatz voraussichtlich um 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gewachsen, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in einer ersten Schätzung mitteilte. Preisbereinigt (real) dürfte der Umsatz allerdings nur um 1,3 Prozent zulegen. In den Jahren zuvor wurde jeweils noch ein Minus ausgewiesen.
Am heutigen Mittwochnachmittag rücken zunächst die Beschäftigungsdaten des Dienstleisters Automatic Data Processing (ADP) um 14:15 Uhr in den Vordergrund. Erwartet wird ein Stellenplus in Höhe von 140.000 Einheiten, nach insgesamt 146.000 neuen Stellen im November. Besagte Daten geben in der Regel einen ersten Vorgeschmack auf die NFPs am Freitag ab.
Am Abend rücken die „FOMC-Minutes“ in den Fokus (20:00 Uhr), welche es in gewohnter Art und Weise nach geldpolitischen Hinweisen abzuklopfen gilt. Nach der Fed-Sitzung kurz vor Weihnachten hoffen Anleger auf Zinssenkungssignale.
Am Donnerstag dürften die Einzelhandelsumsätze für die Eurozone zunächst Beachtung finden (11:00 Uhr).
Auch die wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenunterstützung (14:30 Uhr) gilt es im Auge zu behalten.
Ökonomen erwarten Rückgang des Stellenaufbaus – Arbeitslosenquote dürfte bei 4,2 Prozent verweilen
Der offizielle US-Arbeitsmarktbericht (Non-Farm Payrolls) steht am Freitagnachmittag um 14:30 Uhr im Fokus und besitzt das Potenzial, einen entscheidenden Einfluss auf das Tagesgeschehen und darüber hinaus auszuüben.
Neuesten Zahlen zufolge erwarten Ökonomen ein Stellenaufbau von 160.000 Einheiten für den Monat Dezember, nach insgesamt 227.000 Einheiten im November.
Spannend dürfte zudem auch der Blick auf die Entwicklung der durchschnittlichen Stundenlöhne sein, welche um 0,30 Prozent gegenüber dem Vormonat anziehen könnten und damit weniger stark als zuvor (0,40 Prozent).
Die separat ermittelte Arbeitslosenquote dürfte Schätzungen zufolge bei 4,2 Prozent verweilen und damit unverändert gegenüber dem November.



