Im Fokus der Anleger dürfte am heutigen Mittwoch weiterhin die US-Präsidentschaftswahl stehen. Am frühen Morgen zeichnet sich ein möglicher Sieg durch den Republikaner Donald Trump ab, auf den Marktteilnehmer in erster Instanz positiv reagieren. Insbesondere die Aussicht auf eine Erhöhung des Haushaltsdefizits könnten die Börsen begeistern. Neben den Entwicklungen um die zukünftige US-Regierung sollten Anleger die US-Notenbanksitzung und die laufende Berichtssaison im Auge behalten.
DAX Chart
Quelle: TradingView
Trump liegt deutlich vorne – Börsen stellen sich auf Kandidatur des Republikaners ein
Auch wenn noch kein endgültiges im US-Wahlkampf feststeht, feiern die Börsen bereits eine zukünftige Kandidatur Donald Trumps. Medienberichten zufolge haben sich die US-Republikaner bereits die Mehrheit im Senat gesichert. Gleichzeitig hofft Trump auf die Mehrheit im Repräsentantenhaus, um bei zukünftigen Entscheidungen durch eine fehlende Mehrheit nicht blockiert werden zu können.
Christine Lagarde im Blick – US-Notenbank kommt am Donnerstag zusammen
Am heutigen Mittwoch könnte zudem noch eine Rede durch EZB-Präsidentin Christine Lagarde auf Interesse stoßen (15:00 Uhr). Insgesamt dürften sämtliche Wirtschaftsdaten exklusive der Fed-Sitzung in der laufenden Handelswoche wegen der US-Wahl tendenziell eine untergeordnete Rolle einnehmen.
Bereits am Donnerstag geht es mit der Fed-Notenbanksitzung weiter. Für 20:00 Uhr wird für gewöhnlich die Leitzinsentscheidung erwartet. 30 Minuten später tritt Fed-Oberhaupt Jerome Powell vor die Öffentlichkeit.
Das „Fed-Watch-Tool“ der CME Group signalisiert derzeit eine Chance von 97,5 Prozent für einen Zinsschritt nach unten in Summe von 25 Basispunkten. Aktuell liegt das Zinsband bei 4,75 bis 5,00 Prozent.
Wichtige Hinweise über die finale Sitzung des Jahres am 18. Dezember erhoffen sich Anleger auf der Pressekonferenz, welche es in gewohnter Art und Weise nach geldpolitischen Signalen abzuklopfen gilt.
Bank of England dürfte ebenfalls den Zins nach unten korrigieren
Auch die Bank of England (BoE) kommt am Donnerstag zusammen, um über die geldpolitische Zukunft zu entscheiden (13:00 Uhr). In den Reihen der BoE wird auch mit einem Zinssenkungsschritt in Höhe von einem Viertelprozentpunkt, in diesem Fall auf 4,75 Prozent, gerechnet.
Am Freitag stehen trotz einer ereignisreichen Handelswoche zudem noch Verbraucherstimmungsdaten aus dem Hause Michigan auf der Agenda (16:00 Uhr).
Zahlenreigen in erster Börsenliga – Berichtssaison als potenzieller Impulsgeber
Bereits am heutigen Mittwoch legte etwa die Commerzbank ihre Zahlen vor, welche im Visier der italienischen Unicredit steht. Zulasten des Ergebnisses ging ein geringerer Überschuss an Zinsen sowie eine gestiegene Risikovorsorge für Kreditausfälle.
Der Autohersteller BMW sah sich indes mit Problemen durch ein Continental-Bremssystem konfrontiert sowie der Marktschwäche aus China.
Fresenius konnte mit einem soliden Quartalsergebnis die Analystenschätzungen übertreffen. Für das laufende Jahr rechnet das Unternehmen mit einem organischen Wachstum von sechs bis acht Prozent (zuvor: vier bis sieben Prozent).
Ebenfalls legten Henkel und Vonovia ihre Zahlen vor, welche Anleger positiv stimmen dürften.
Am Donnerstag präsentieren Munich Re, Daimler Truck, Rheinmetall und Heidelberg Materials ihre Geschäftszahlen des abgelaufenen Quartals.



