Die Erleichterung über den Erfolg im zweiten Wahlgang in der Bundeskanzler-Wahl hält sich weiterhin in Grenzen. Nach der Niederlage im ersten Anlauf bleibt die Verunsicherung allerdings weiterhin zu spüren. Ihre Schatten vorauswerfen dürfte zudem auch die für den heutigen Abend erwartete Fed-Notenbanksitzung.
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Quelle: TradingView
Friedrich Merz wird im zweiten Anlauf zum Bundeskanzler gewählt
Friedrich Merz hat es im zweiten Anlauf zum Bundeskanzler geschafft. Am Dienstagnachmittag erreichte der 69-jährige die nötige Mehrheit von mehr als 316 Stimmen. Am Vormittag hatte Merz die nötige Mehrheit noch verfehlt, was bis dato ein einmalig in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland ist. Kurz nach Bekanntgabe der Ergebnisse war der deutsche Leitindex um mehrere hundert Zähler abgesackt.
Anleger hierzulande dürften Investoren insbesondere auf ein milliardenschwere Finanzpaket hoffen, welches unter anderem der Infrastruktur zugutekommen soll.
„Fed-Watch-Tool“ signalisiert keine Zinssenkung – Powell-Rhetorik im Blick
Aus Sicht des Wirtschaftskalenders geht es in dieser Woche vergleichsweise unspektakulär zu, auch wenn mit der erwarteten US-Notenbanksitzung eines der ersten größeren Höhepunkte für den Monat Mai auf der Agenda steht.
Am heutigen Vormittag stehen zudem die Einzelhandelsumsätze für die Eurozone auf der Agenda (11:00 Uhr).
Im Fokus der Anleger steht am heutigen Mittwochabend jedoch der Leitzinsentscheid der US-Notenbank Federal Reserve (20:00 Uhr). Ab 20:30 Uhr dürfte die Rhetorik durch Fed-Chef Jerome Powell auf die Goldwaage gelegt werden. Spannend bleibt zu beobachten, ob Powell sich zum aktuellen Zollkonflikt äußert.
Das sogenannte „Fed-Watch-Tool“ der CME Group signalisiert wenige Stunden vor dem Leitzinsentscheid lediglich eine Chance von 2,4 Prozent, dass es zu einer Zinssenkung um 25 Basispunkte kommt. Gegenteilig beträgt die Wahrscheinlichkeit für eine Zinspause 97,6 Prozent. Das Zinsband selbst liegt derzeit bei 4,25 bis 4,50 Prozent.
Deutsche Industriedaten am Donnerstag im Fokus – Anleger müssen Berichtssaison weiter verarbeiten
Am Donnerstag rücken hierzulande neue Daten zur Industrieproduktion in den Blickpunkt (08:00 Uhr). Auch die Erstanträge auf US-Arbeitslosenunterstützung sollten beachtet werden (14:30 Uhr). Erst am vergangenen Freitag war der offizielle US-Arbeitsmarktbericht (Non-Farm Payrolls) entgegen den Erwartungen äußerst robust ausgefallen. Ein rund laufender Jobmotor könnte den Währungshütern weniger schlagkräftige Argumente an die Hand geben, um das Leitzinsniveau zu senken.
Verarbeiten müssen Anleger zudem heute auch die Zahlen des abgelaufenen Geschäftsquartals von BMW, Vonovia und Fresenius.



