Der Iran-Konflikt dürfte Investoren auch in Frankfurt am Main weiterhin verstärkt beschäftigen. Nach Ankündigung einer zweiwöchigen Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran herrscht zunächst Erleichterung. Die durch den Iran faktisch blockierte Straße von Hormus soll demnach mit gewissen Einschränkungen für den Schiffsverkehr wieder geöffnet werden.
Im Fokus der Anleger stehen aus Sicht des Wirtschaftskalenders insbesondere die US-Inflationsdaten.
DAX

Kurz vor Ablauf des Trump-Ultimatums: USA und Iran einigen sich auf zweiwöchige Waffenruhe
Unmittelbar vor Ablauf des von US-Präsident Donald Trumps erstellten Ultimatums haben sich die USA und der Iran auf eine zweiwöchige Feuerpause einigen können. So ist Trump laut eigenen Angaben bereit, Bombardierungen und Angriffe auf den Iran für zwei Wochen auszusetzen, wenn der Iran die Straße von Hormus öffnet. Demnach werde es sich um eine beidseitige Waffenruhe handeln, so Trump auf seiner eigenen Plattform „Truth Social“.
Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif habe ihn gebeten, die Stromkraftwerke nebst Infrastruktur im Iran nicht zu attackieren, hieß es.
Trump hatte im Vorfeld gedroht, iranische Kraftwerke als auch Brücken anzugreifen, sollte die Führung Teherans einem Abkommen nicht zustimmen oder die Straße von Hormus weiter blockieren. Anleger dürften sich angesichts der Hoffnung auf mögliche Friedensgespräche zwischen den Konfliktparteien in erster Linie erleichtert zeigen. Auch der damit einhergehende Rückgang der Ölpreise dürfte für Entspannung sorgen.
„Fed-Minutes“ heute Abend im Blick – Anleger hoffen auf geldpolitische Hinweise
Im Blick stehen am Mittwochabend die „Fed-Minutes“ um 20:00 Uhr, welche geldpolitische Impulse senden könnten.
Die US-Notenbank (Federal Reserve) hat auf ihrer Sitzung Ende März erwartungsgemäß das Leitzinsniveau bei einer Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent belassen. Möglicherweise könnten die Protokolle wichtige geldpolitische Hinweise liefern, wie es zum zukünftige Geldpolitik bestellt ist.
US-Inflationsdaten am Donnerstag und Freitag im Fokus
Am Donnerstag steht die Kernrate für die persönlichen Konsumausgaben als auch die BIP-Wachstumsrate für die Vereinigten Staaten im Blick (14:30 Uhr).
Zunächst rücken am Freitagmorgen die finalen Inflationsraten für die Bundesrepublik Deutschland in den Fokus (08:00 Uhr). Erwartet wird eine Teuerungsrate von 2,8 Prozent für den Monat März (im Vergleich zum Vorjahresmonat), nach 2 Prozent im Februar.
Die Auswirkungen des Iran-Krieges dürften sich möglicherweise bereits in den US-Teuerungsdaten widerspiegeln. Doch angesichts der jüngsten Entspannungssignale im Iran-Konflikt könnten Anleger tendenziell wieder Zuversicht in Sachen Zinssenkungen durch die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) erhalten und somit ihre Erwartungen an den zukünftigen Zinskurs möglicherweise anpassen. Allerdings dürfte die Unsicherheit in Sachen Iran-Krieg weiterhin nicht vollständig vom Tisch sein. Sollte die Feuerpause scheitern oder sich die geopolitische Lage erneut zuspitzen, könnte dies sowohl die Ölpreise wieder nach oben treiben als auch Druck auf die Aktienmärkte ausüben.
Die Handelswoche rundet um 16:00 Uhr der Verbraucherstimmungsindex aus dem Hause Uni Michigan ab.
Ölpreis (West Texas Intermediate)




