Erstmals in der Geschichte hat der deutsche Leitindex die Marke von 22.000 Punkten erreichen können. Ihre Blicke dürften Anleger am heutigen Nachmittag insbesondere auf frische US-Inflationsdaten richten. Die Thematik rund um den Handelsstreit rückt damit zunächst in den Hintergrund. Im Blick dürfte auch weiterhin die laufende Berichtssaison stehen, welche immer wieder für Impulse sorgen könnte.
DAX Chart
Quelle: TradingView
Trump kündigt neue Strafzölle auf Aluminium- und Stahlimporte an
Der Handelsstreit zwischen den USA und weiteren Wirtschaftsnationen hat zusehends an Schrecken verloren. Über das Wochenende hatte Trump etwa Strafzölle auf Aluminium- und Stahlimporte angekündigt. Bereits in der Vorwoche hatte Anleger der Handelskonflikt insbesondere zwischen den USA und China verstärkt umgetrieben und den Risikoappetit überschaubar gehalten. Investoren sollten sich jedoch immer wieder auf entsprechende Unwägbarkeiten durch Donald Trump einstellen.
US-Teuerungsdaten werfen Schatten voraus – Powell-Rede erneut im Blick
Mit Hochspannung fiebern Investoren rund um den Globus der heutigen Veröffentlichung neuer US-Preisdaten entgegen (14:30 Uhr). Aktuellen Schätzungen zufolge könnte die Januar-Rate (im Vergleich zum Vormonat) bei 2,90 Prozent liegen und damit so hoch wie im Dezember. Auf die Goldwaage legen dürften Anleger jedoch die Entwicklung der sogenannten Kernrate, welche die Treiber Energie und Lebensmittel ausblendet. Besagte Rate könnte sich im oben genannten Zeitraum um 0,1 Prozentpunkte auf 3,10 Prozent abschwächen, was die allgemeinen Zinssenkungsfantasien begünstigen dürfte.
Im weiteren Tagesverlauf ist erneut eine Rede durch den Fed-Vorsitzenden Jerome Powell geplant (16:00 Uhr). Anleger versprechen sich in diesem Zusammenhang geldpolitische Hinweise.
Bereits am Dienstag hatte Powell vor dem Kongressausschuss in Washington ausgesagt. Demnach sei es nicht Aufgabe der Notenbank, die Zollpolitik zu kommentieren, hieß es. Zudem signalisierte er, dass die Fed keine Eile habe, das Zinsniveau weiter nach unten zu korrigieren.
Deutsche Inflationsraten am Donnerstag im Fokus – Aufmerksamkeit dürfte sich am Freitag auf EU-BIP richten
Am Donnerstag (08:00 Uhr) sollten Anleger die finalen Inflationsraten für die Bundesrepublik Deutschland im Auge behalten. Gegenüber dem Vorjahresmonat wird mit einer Rate von 2,3 Prozent gerechnet, nach 2,6 Prozent im Dezember.
Die US-Erzeugerpreise dürften am Nachmittag (14:30 Uhr) wichtige Inflationshinweise abgegeben.
Der letzte Handelstag der Woche steht indes ganz im Zeichen der Veröffentlichung der Wachstumsrate zum EU-Bruttoinlandsprodukt. Eine zweite Schätzung könnte ein Null-Wachstum hervorbringen (im Vergleich zum Vorquartal), nach 0,4 Prozent zuvor.
Die Einzelhandelsumsätze für die Vereinigten Staaten (14:30 Uhr) runden die Handelswoche aus Sicht des Wirtschaftskalenders ab.
Siemens Energy legt Zahlen vor – Berichtssaison als potenzieller Impulsgeber
Die Zahlen von Siemens Energy hat Anleger bereits zu Tagesbeginn hellhörig werden lassen. Der Elektronikkonzern konnte mit vollen Auftragsbüchern glänzen und sein Wachstum somit weiter ankurbeln. Zudem blicke man unter dem Strich positiv auf das neue Jahr, hieß es.
Am Donnerstag stehen die vorläufigen Zahlen des abgelaufenen Quartals von Siemens im Blickpunkt.
Siemens Energy

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